Archiv der Kategorie: ’n Bild

Interview-Fotoanfrage und darktable

vor ein paar Tagen klingelte das Telefon, ein gig-blog-Kollege macht eine Radio-Sendung und hat die schweizer Band „Al Pride“ eingeladen, die danach noch ein Konzert im 1210 geben wird. Dieses Sendung möchte er gerne fotografiert und gefilmt haben, das kriegt er neben dem Moderieren nicht hin. Also gut, probiere ich das halt auch mal.
Raus gekommen sind die Bilder, die beim gig-blog zu sehen sind, ein LInk zu dem Video ist auch dabei. Dazu habe ich aber nur seine Kamera genommen und ein bisschen „draufgehalten“.
Was mich seit ein paar Wochen beim Fotografieren etwas stört: ich kann meinen „gewohnten“ Arbeitsablauf mit dem gekauften Programm Lightroom nicht mehr nutzen, weil mein Windows-Rechner kaputt ist. Der will nicht mehr booten und ich will ihn erstmal nicht komplett platt machen, weil ich gar nicht mehr so recht weiß, was ich davon noch sichern müsste/sollte. Mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln kriege ich ihn auf jeden Fall nicht mehr gestartet. Die Alternative ist Linux zu nutzen. Das geht halt immer, zumindest nach drei Versionsupdates (hab ich wohl schon ein Weilchen nicht mehr angefasst). Dort gibt es ein ähnliches Programm (darktable), was sogar OpenSource ist, aber dafür in manchen Details und Features (komplett) anders ist. Manche Dinge sind – soweit ich das nach einigen Galerien bisher sagen kann – besser, andere Sachen sind aber viel schlechter oder komplizierter oder einfach gar nicht umsetzbar.
Mal sehen, ob ich das alles noch gelernt kriege oder irgendwann der WIndows-Rechner auf wundersame Weise wieder geht….

Al Pride in der Sendung Satokii im Freien Radio Stuttgart

Al Pride in der Sendung Satokii im Freien Radio Stuttgart

Von dort geht’s dann gleich mit der Kamera weiter ins InDieWohnzimmer nach Feuerbach um die zweite Band an diesem Tag zu fotografieren. Auch davon gibt’s Bilder im Internet, natürlich ebenfalls beim gig-blog über The Soulboy Collective. Und gerade bei solchen Lichtverhältnissen tue ich mir mit dieser darktable-Software ziemlich schwer….

Gordon Parks Ausstellung

in der Straße von meinem Hostel in Berlin war noch das Amerika-Haus, in welchem auch das C/O Berlin ist. Dort war gerade noch eine Foto-Ausstellung von Gordon Parks. Den kenne ich zwar nicht, aber wenn eine Galerie dazu eine Ausstellung macht, denke ich mir, dass es kein großer Fehler sein kann, wenn ich mir das einfach mal anschaue. Eigentlich wollte ich eher ins das Fotografie-Museum, aber dafür hatte ich kaum noch Zeit und außerdem wusste das Hostel-Personal überhaupt nix von diesem Museum (obwohl es nur ein Haus weiter als das C/O ist). Nagut, dann habe ich ja schon einen Grund, mal wieder nach Berlin zu fahren. Und da in Kürze diese neue Bahnverbindung von Stuttgart nach Berlin über locomore verfübar sein wird, kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Gordon Parks Ausstellung im C/O Berlin

Gordon Parks Ausstellung im C/O Berlin

Als Maßstab für Foto-Ausstellungen gilt für mich immer noch eine von Nick Brandt, die ich damals in Stockholm gesehen habe.

2in1 – Wasserhahn

eine der unsinnigsten Erfindungen, die ich seit längerem gesehen habe, war dieser Wasserhahn, der einen dieser „Airblade“-Föns gleich integriert hatte. Abgesehen davon, dass es seltsam aussieht, ist es natürlich auch überhaupt nicht intuitiv, weshalb man sowohl mehrere Schilder im stillen Örtchen und noch Aufkleber direkt darauf anbringen musste. Und selbst das hilft nicht, wie ich etwas belustigt festgestellt habe, als ich ein paar Leuten zugeschaut habe.

2in1: Wasserhahn mit integriertem Fön

Fahrradstadt Stuttgart

ich kriege öfters mal zu hören, dass die Stadt Stuttgart ja gar nicht so schlimm ist, was das Thema „Radfahren“ angeht, angeblich soll hier die Polizei das große Problem sein. Diese zweite Aussage stimmt mit meinen Erfahrungen überein, aber wenn ich mir so eine Verkehrsführung anschaue (die ja von der Stadt Stuttgart gemacht wird, oder?) dann zweifle ich schon auch an der Kompetenz der Stadtverwaltung.

Radfahrer-Paradoxon in Stuttgart

Radfahrer-Paradoxon in Stuttgart

Heute sehe ich zum Beispiel diese Schilder-Batterie am Berliner Platz (auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist auch noch mindestens eines bzgl. dieses „Radweges“), die mir v.l.n.r. sagen, dass „Fahrräder frei“ sind, sogar einen „benutzungspflichtigen Radweg“ anordnen und gleichzeitig die Durchfahrt für Fahrräder komplett verbieten; konsequenterweise steht das Schild dann auch auf diesem extra angelegten Radweg. Vor diesem Paradoxon steht der städtische Radfahrer des öfteren, vermutlich nicht nur in Stuttgart – und dann wird sich gewundert, wieso sich die Radfahrer manchmal eben nicht an die Regeln halten (ja, welche denn überhaupt?) und sich ihre eigenen machen.
Wenn ich so etwas sehen muss, ist es natürlich schwierig, seriös und anständig zu bleiben. Ich frage mich, wie wenig Kompetenzen man haben muss, um bei der Stadt Stuttgart zu arbeiten, wie schnell ist man dort wohl schon überqualifiziert? Selbst wenn der „Schreibtisch-Täter“, der dieses Schild angeordnet haben könnte, diesen Fehler (un-)bewusst gemacht hat, wie zum Teufel kann die Person, die das rechte Schild aufgestellt hat (das ist das neuste), das einfach so machen? Jedes Kleinkind kann erkennen, dass sich das blaue und das rot/weiße Schild widersprechen, dazu braucht es noch nicht mal lesen können!
Wenn ich in meinem Job solche kapitalen Fehler begehen würde, hätte ich große Probleme diese bei meinen Vorgesetzten zu begründen; jegliche Leistungszulagen sowie mögliche Beförderungschancen wären futsch.

Wespe

Wespen sind ja mit die blödesten Tiere auf dieser Welt. Wie viele ich davon schon stundenlang gegen meine Dachfenstern fliegen sah, kann ich gar nicht zählen. Heute Vormittag nach dem Aufstehen ist eine davon ziemlich entkräftet auf dem Rücken im Badezimmer gelegen (ich schlafe an freien Tagen immer laaaange) und versuchte sich wieder aufzurappeln. Das ging nicht besonders gut, also habe ich sie mit Hilfe eines Papiers aufs Dach gesetzt.
Kurz drauf saß sie immer noch dort und putzte sich – wenn man sie so sieht, kann man sich ganz gut denken, wie oft ich in meinem Badezimmer wohl staubsauge. Als das nach einer Weile immer noch nicht beendet war, fiel mir ein, dass ich ja eigentlich auch ein Makro-Objektiv habe, das ich mal verwenden könnte. Also sind diese Wespen-Bilder entstanden.
Mit Blende 8 bei einem Abstand von vielleicht 30cm kann man das Tier noch ganz gut erkennen. Ist der Kopf hinter dem Auge eigentlich verdellt oder gehört das so?
eine Wespe putzt sich auf dem Dach
eine Wespe putzt sich auf dem Dach
eine Wespe putzt sich auf dem Dach
Bei Blende 2.8 ist der Schärfe-Bereich allerdings so schmal, dass außer dem „Gesicht“ gar nix scharf ist. Aber alleine für das „Maul“ lohnt sich dieses Bild schon.
eine Wespe putzt sich auf dem Dach

RTF Magstadt

letztes Jahr bei miserablem Wetter bin ich noch den kurzen, 200km-Marathon mitgefahren. Damals allerdings nicht mit dem Rennrad (keine Schutzbleche und vermutlich echt schlechte Haftung bei nasser Straße). Dieses Jahr habe ich mir dafür „nur“ die 160km Strecke ausgesucht, was hauptsächlich an der Startzeit lag; diese Tour konnte man bis 9Uhr morgens starten, für den Marathon hätte ich spätestens um halbacht in Magstadt sein müssen. Sowas schaffe ich nicht mal unter der Woche, am Wochenende – wenn mich dann auch noch so eine Radtour erwartet – sowieso nicht.

Pünktlich um fünf vor neun war ich dann mit einer kombinierten S-Bahn und Rennrad-Anreise dort und konnte starten. Außer dass es recht kühl war (schließlich ist ja immerhin Sommer), war alles ganz in Ordnung. Soweit sogut – als ich allerdings nach ca. 130km in das Würmtal eingebogen bin, hat sich irgendwas recht komisch beim Treten angefühlt. Also sofort anhalten und ein Blick auf Kette, Umwerfer und Schaltwerk geworfen – alles sieht gut aus. Beim Aufsteigen immer noch sehr komisch, jetzt sehe ich, dass die Pedale in der – eigentlich nur für Uhren typischen – „10 vor 10“ Stellung sind.
So ein Mist! Dabei wäre dieses Würmtal, gerade beim vorherrschenden (Rücken-)Wind, gegen den ich auf langen Strecken der restlichen Tour ankämpfen musste, sozusagen das „Sahnestück“ dieser Tour gewesen. Ich versuche es noch knapp fünf Kilometer alleine mit dem rechten Pedal weiterzukommen, aber das müsste ich noch weitere 30km schaffen – unmöglich.
kaputte Shimano 105er Radkurbel, durchgetreten....
Also nochmal absteigen und überlegen, was zu tun ist. Offenbar sind die Zähne in der Kurbel alle ab, daher versuche ich einfach die beiden Schrauben so fest wie möglich zu ziehen, dass durch eine Klemmung vielleicht meine unglaublichen Kräfte auf die Antriebswelle übertragen werden können. Dazu versuche ich noch, recht langsam und ohne viel Kraft auf dem linken Pedal weiterzufahren.
Das hat dann letztendlich geklappt, ich bin so noch die restlichen 30km der Tour + ca. 25km Heimfahrt (nur um die 200km noch voll zu machen) wieder daheim angekommen, bin aber von Shimano ziemlich enttäuscht. Auf einem Rad, das gerade mal dreinhalb Jahre alt ist, hätte ich so einen existentiellen Ausfall echt nicht erwartet.
P.S. Eine RTF ist eine ausgeschilderte Radtour ohne Renn-Charakter (d.h. keine Zeitmessung), auf der es alle ca 40km sogar Verpflegungsstellen gibt. (mehr dazu z.B. bei wikipedia)
Mein Tipp: einfach mal mitfahren!
Das meine ich übrigens, wenn ich in Eure Poesie-Alben „Radfahren“ unter Hobbys schreibe.
Alle Termine für Deutschland sind hier (vermutlich eine meiner meistbesuchten Seiten).
P.P.S. vielleicht schlummern in mir ja doch irgendwelche Superkräfte, schließlich ist das nicht das erste Mal, dass ich eine Kurbel abgetreten habe….

„intuitive Software“

mit den alten Kameras war das Übertragen der Bilder auf den Computer kein Problem. Einfach an den Rechner anschließen, über den Explorer alle Bilder auswählen, CTRL-X und im Zielordner dann CTRL-V. Fertig, ganz einfach. Alle Bilder sind auf dem Computer und die Speicherkarte ist wieder leer.

Jetzt habe ich mir eine neue Kamera gekauft und bin bei Canon geblieben. Der bisherige Prozess geht jetzt nicht mehr, ich kann nicht mehr einfach so auf die Kamera zugreifen. Einen Karten-Leser habe ich auch nicht, also bleibt nur die Möglichkeit, es über die angebotene EOS Utilities Software zu machen. Ich habe hier nur die Auswahl „Download automatisch starten“. Da muss ich aber extra draufklicken! Wo bitte ist denn hier der Automatismus? Die Kamera hätte ja sogar WLAN, womit die Bilder „automatisch“ runtergeladen werden könnten, sobald mein Heim-WLAN zur Verfügung steht – aber wenn ich da noch diese Software starten und diese dämliche Option auswählen muss, ist das alles nicht besonders hilfreich.
Nach diesem Schritt sind die Bilder immer noch auf der Speicherkarte, d.h. ich muss irgendwann vor dem nächsten Einsatz daran denken, sie dort wieder zu löschen. Das geht nicht mal über den PC, dafür muss ich tatsächlich ins (ebenfalls nicht intuitive) Menü der Kamera gehen.
Ich frage mich ja öfters mal, wer sich so einen Unfug ausdenkt….

Canon EOS Utility

Screenshot: Canon EOS Utility

P.S. Die Batterie ist nicht „fast leer“, sie ist frisch aufgeladen und, laut Kamera-Menü, zu 100% voll.
Canon Akku 100% voll!

UPDATE: Wenn man das EOS Utility 2 Tool runter schmeißt dann kann man zumindest die Bilder wieder ganz normal mit dem Explorer „rüber ziehen“. Dazu muss man allerdings erst noch irgendwelche Canon/EOS-Prozesse abschießen, sonst kommen beim Deinstallieren Fehlermeldungen und er macht nix.
Fazit: die ganz neue Kamera kann bzgl. des Bilder-Transfers nichts relevantes mehr (und ist auch nicht schneller), als die vorherige, die schon acht Jahre alt war.

„Wir machen Krieg“

beim Radfahren an einer dieser Bundeswehr-Werbungen vorbeigefahren und gedacht: so ein Unsinn; bei der zweiten dann angehalten und ein Bild gemacht. Schließlich hatten sie vergessen, ein paar Buchstaben farbig (am Besten mit „Blut“) hervorzuheben um die wahre Aussage dahinter herauszustellen:
„Wir machen Krieg“

Bundeswehr: Wir machen Krieg

Bundeswehr: Wir machen Krieg

Was sie auf jeden Fall auch nicht besonders gut machen: ihre Homepage. Zumindest kommt da gerade ein Zertifikat-Fehler.
War da letztens nicht noch eine Kampagne, dass man eine Art „Cyber-Abteilung“ bei dieser Bundeswehr einrichten wollte? Das scheint allerhöchste Zeit zu sein. Falls ihr dort etwas Hilfe braucht, mich könnt ihr gerne buchen….

falsches Zertifikat auf der Bundeswehr-Homepage

falsches Zertifikat auf der Bundeswehr-Homepage

Achja, die bessere Seite zu diesem Thema ist die, mit einem Punkt vor dem „zählt.de“ (ganz nebenbei inkl. korrektem Zertifikat):
–> https://machwaswirklich.zählt.de

Fahrräder

eigentlich wollte ich ja mal „tolle“ Fotos von meinen Rädern machen. Aber die sind gerade nicht geputzt und daher nicht allzu fotogen.
Aber was soll’s – die ersten Bilder-Versuche habe ich trotzdem gemacht und weil ich die Bilder jetzt auch nicht wegschmeißen will, stelle ich sie einfach mal auf meine Homepage. ;~)

Entweder hier oder über den #Fahrrad-Link oben im Menü (und der Rest kommt auch irgendwann, vermutlich nach einer großen Putz-Aktion).

Und beim Fotografieren ist mir wieder ein-/aufgefallen, dass ich schon seit ein paar hundert Kilometern mit einem solchen Schnitt im Rennrad-Mantel rumfahre. Den habe ich mir bei der ersten Fahrt nach dem Aufziehen reingefahren und wollte den fast nagelneuen Mantel deswegen halt nicht wegschmeißen (so sind die Schwaben). Aber ich weiß schon, dass ich mich tierisch darüber ärgern werde, wenn er dann seinen Geist doch final aufgeben wird.
durchschnittener, aber funktionierender, Rennrad-Mantel

die letzte Etappe, nach Bremen

der Krankenstand sagt: halb so wild. Das offene Knie macht keine Probleme, das angeschwollene sieht heute sehr viel besser aus. Also ab aufs Rad und die letzte Etappe in Angriff nehmen. Das Wetter soll zwar nicht so gut werden, aber inzwischen ist es mir auch egal. Die Luft ist sowieso schon raus, das habe ich in Australien auch so erlebt. Woher soll man die Motivation für die letzte Etappe (und dann noch mit Gegenwind und potentiellem Regen) nehmen?
Hamburg hat auf jeden Fall nicht weitergeholfen. Nach der Durchquerung des alten Elbtunnels ging es lange durch den Hafen und die angrenzenden (und wahrlich nicht schönen) Industriegebiete.
durch den alten Elbtunnel
Dann war ich raus aus der Großstadt und kam kurz drauf in Buxtehude vorbei. Das gibt’s ja wirklich! ;~)
durch Buxtehude
Bei meiner Mittagspause hatte ich aus Versehen mal hinter mich geschaut und dieses Schlechtwetter-Gebiet bemerkt. Eigentlich habe ich es ja schon die ganze Zeit vor mir gesehen und war recht froh, dass es nur hier und da mal ein bisschen getröpfelt hat.hinter mir: Regen
Vor mir hingegen sah es jetzt langsam deutlich besser aus.
vor mir: gutes Wetter (zumindest aktuell)vor mir: gutes Wetter (zumindest aktuell)
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gemütlich nach Hamburg fahren

eigentlich habe ich noch fast eine Woche Urlaub, das könnte reichen, um von Lübeck bis zurück nach Stuttgart zu fahren. Allerdings ziehe ich es vor, bis Freitag Abend zur Critical Mass wieder in Stuttgart und am Samstag/Sonntag mich mit „alten Freunden“ zu treffen. Die letzten drei Urlaubs-Tage werde ich dann bestimmt auch noch irgendwie in Stuttgart gefüllt kriegen.
Heute werde ich also nur noch von Lübeck nach Hamburg fahren, das sind etwa 70km, lohnt sich also fast gar nicht, überhaupt auf’s Rad zu steigen. Gestern war ich schon recht begeistert von der Infrastruktur hier in Lübeck. Im Gegensatz zu Kopenhagen sind hier tatsächlich Haltegriffe an den Ampeln und es gibt auch sehr viele Radwege – daher auch viele Radfahrer. Zumindest auf dem Weg, den mich mein Navi mitten in die Stadt geführt hat.
Heute früh dachte ich mir, dass es noch eine gute Idee wäre, einmal durch die Lübecker Altstadt zu fahren, bevor ich nach Hamburg aufbreche. Das war aber vielleicht eine der blödsten Ideen, die ich im ganzen Urlaub hatte. In der ganzen Altstadt ist ganz fieses Kopfsteinpflaster gelegt. Das mag mit einem Mountain-Bike oder City-Rad noch halbwegs fahrbar sein, mit meinem CycloCross (32mm Reifen mit 6,x Bar und Gepäcktaschen) war es eine Qual dort zu fahren.
Als ich an einer Stelle wieder aufsteigen musste, war mein ganzer Körper (inkl. Hirn) so durchgeschüttelt, dass ich beim Einklicken des linken Pedals abgerutscht bin und auf mein Rad draufgefallen. Wie ich es geschafft habe, das linke Knie, links vom Rad liegend, an die Zähne der Tretkurbel (rechts) zu kommen, ist mir noch ein Rätsel – ist aber doch irgendwie passiert.
mit dem Knie in die Zahnkranz gekommen
Nagut, steige ich nochmal auf – diesmal besser „richtig“ und fahre weiter. Die Passanten, die es gesehen haben, hatten – typisch norddeutsch – natürlich keine Hektik, mir zu helfen, sondern fragten, als ich dann an ihnen vorbeifuhr, ob alles in Ordnung wäre.
Von Lübeck aus geht es teilweise über solche geheimen Radwege in Richtung Hamburg. Nach dem Regen der letzten Nacht war mein Schutzblech wohl eine sehr gute Investition. Es war oft nicht möglich (nicht nur auf der heutigen Strecke), so zu fahren, dass ich keine der massenhaften Nacktschnecken überfuhr – und solche zerfetzten Schnecken an Rücken und im Gesicht wären bestimmt keine tolle Sache gewesen.
kleine, heimliche Wege in Richtung Hamburg
Diese kleinen Radwege waren teilweise ebenso schlecht, wie das Kopfsteinpflaster in Lübeck, ab und zu natürlich auch mit größeren Schlaglöchern oder solchen Baumwurzel-Erhebungen. Manchmal habe ich sie ganz rebellisch verlassen und bin lieber auf der Straße gefahren.
An den Windrädern kann man sehen, dass der Wind – natürlich – mir wieder direkt entgegen gekommen ist.
das Wetter scheint mitzuspielen
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zurück nach Deutschland

im Bed&Breakfast bin ich alleine. Es ist kein weiterer Gast hier gewesen und die HausbesitzerIn sind beide beim Arbeiten. Da es kein Frühstück und auch sonst kein Grund gibt zu bleiben, mache ich mich schon um neue Uhr auf den Weg. Bis zur Fähre nach Fehmarn sind es etwa 85km. Der Wind ist zwar etwas weniger aber immer noch von vorne. Dazu kommt noch ein kurzer Regenschauer, den ich nur mit Poncho überstehe. Ja, jetzt ist es endgültig: Auf Nimmerwiedersehen, Dänemark!
Aussicht in Dänemark, immer noch
Heute war der „Tag der Brücken“ – wenn ich es noch richtig weiß, bin ich über drei Stück gefahren, die alle ziemlich groß waren. Auf dieser kam mal wieder mein moralisches Gewissen ins Spiel. Warum Leute mitten auf der Brücke eine Prinzenrolle-Plastik-Verpackung hinschmeißen, frag ich mich wirklich. Idioten! Allen Müll kann ich natürlich nicht aufsammeln, aber wenn er hier auf der Brücke liegt und dann definitiv ins Meer fliegen wird, dann drehe ich doch nochmal um und sammle das ein. Danach war noch eine Haribo-Verpackung, bei der ich alle Gedanken schon durchgedacht hatte. Hier brauchte ich also nur eine Vollbremsung machen. Nach der Brücke lag dann noch eine Einkaufstüte neben dem Weg, die ich noch einsammeln wollte (wenn ich sowieso schon dabei bin). Allerdings war dort noch eine Tüte mit einem (Hunde-) Scheißhaufen drin. Hab ich dann liegen gelassen und hat mich wieder darin bestätigt, dass ich zum „Team Katze“ gehöre.
Tag der Brücken /1
Ja, diese Wolken haben noch über mir abgeregnet. Auf diesem Bild wollte ich eine Windhose fotografieren, wenn ich es richtig weiß, war es die erste, die ich gesehen habe. Bis ich allerdings soweit war, war sie schon fast wieder weg. Ein bisschen rechts vom Schiff kann man sie noch leicht erkennen.
eine Windhose
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Kopenhagen, das Radler-Paradies?

bevor ich losgefahren bin, hatte ich keine Ahnung, dass ich sogar noch in Kopenhagen vorbeikommen würde. Als „Rad-Aktivist“ (wie ich mich selbst gerne übertrieben bezeichnen würde), soll diese Stadt ja das Paradies sein. Höchste Zeit also, dies mal live anzuschauen.
Davor muss ich aber erstmal noch übersetzen (alternativ könnte ich noch weiter südlich nach Malmö fahren und dann über die Autobahnbrücke – falls ich die mit dem Rad überhaupt fahren darf). Zur Fähre geht es über eine spiralförmige Radbrücke, was sogar per Verkehrsschild-Mast angezeigt wird.
ein Verkehrsschild mit spiralförmigem Mast
Die Fähre kostet keine vier Euro und ich habe sowieso noch schwedische Kronen, die ich noch loswerden könnte; nicht dass es wieder so geht, dass ich stapelweise Scheine zuhause habe, die schon ein Jahr nach dem Urlaub ungültig werden. Auf der Fähre habe ich Zeit, als mache ich endlich mal „Wartung“, allerdings nur Luft aufpumpen (zum ersten Mal auf der Tour). Ich bin gerade noch bei 4bar, die Reifen können 6,5bar. Kein Wunder, dass es immer so anstrengend zu fahren war. ;~)
Fahrrad-Wartung
Da habe ich ein super Foto von meiner Luftpumpe gemacht, oder?
Danach hatte ich dann Zeit, die Aussicht zu genießen – so sieht also Dänemark vom Schiff aus aus.
Aussicht nach Dänemark
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