Archiv der Kategorie: sportlich

mein Sport 2016

Das Jahr ist wieder rum, und ich habe diese beiden Visualisierungen aus dem letzten Jahr wieder gefunden und nochmal gemacht.
Bei VeloViewer sieht das so aus:

Sisu hat einen anderen Ansatz, dort wird einfach jede aufgezeichnete Aktivität normiert und angezeigt:

Bei Strava gibt es ein recht nichtssagendes Video mit ein paar Zahlen drin:
–> https://2016.strava.com/de-de/share/8155512

Radfahren!

es sind zwar ein paar Grad unter Null, aber die Straßen trocken und die Sonne scheint. Also packe ich das Cross-Rad aus dem Keller und teste mal die neu gekauften Überschuhe und Handschuhe. Für eine gute Stunde war noch alles in Ordnung, aber als dann die Sonne wegging und an vielen Stellen nur noch Schatten war, war es schon ziemlich kalt. Ich habe den zweiten Buff ins Gesicht gezogen (nicht nur wegen des Feinstaubs) um noch ein bisschen Wärmeenergie zu sparen. Die Trinkflasche ist fast komplett gefroren und beim leichte Drücken sogar noch kaputt gegangen.
Aber wie sagt schon Alexander Gerst (und Buzz Aldrin und JFK vor ihm): „We don’t do it because it’s easy, we do it because it’s hard!“ (Quelle bei Twitter, als er mit dem Rad im russischen Winter zu seiner Arbeitsstelle gefahren ist)

gut vermummt auf dem Rad!

gut vermummt auf dem Rad!

Langzeit-EKG

mit diesen überall verfügbaren Pulsmessern kommt man auf allerhand Ideen. Ich habe auch mal probiert, mich neben einer sportlichen Aktivität zu vermessen. Dabei habe ich herausgefunden, dass mein Puls abhängig vom Atmen ist. Je nachdem ob ich ein- oder ausatme ändert sich mein Puls bis zu 12 Schläge pro Minute. Da ich sowieso mal wieder beim Arzt war, habe ich das mal angesprochen und daraufhin wurde mir gleich eine Langzeit-EKG Messung verordnet.

Langzeit-EKG Folgen

Langzeit-EKG Folgen

Also bin ich einen Tag mit diesem Automaten rumgelaufen. Im Gegensatz zu einer Blutdruck-Messung ist diese Messung aber still. Das einzige, was hierbei auffällt, ist ein kleine Kästchen, das man um den Hals tragend mitschleppen muss.
Beim Entfernen der drei Mess-Sensoren am nächsten Tag hat mir die Arzthelferin noch gesagt, dass ich diese Klebe-Reste mit Baby-Öl entfernen könnte. Ich hab einfach mal „Ok, Danke“ gesagt, mir aber gedacht: „Um Himmels Willen – wo soll ich denn jemals ein solches Baby-Öl herbekommen?! Wenns beim Duschen nicht irgendwann abgeht, werde ich mir in ein paar Tagen mal was überlegen….“
Rausgekommen ist dabei nichts bedenkliches, nur dass ich einen vernünftigen Puls habe. Der Minimalpuls war nachts sogar mal bei nur 34 Schlägen pro Minute (oder 42, je nachdem, auf welche Seite der Auswertung man gerade schaut). Der Durchschnitt, inkl. der Rad-Strecken ins Büro und wieder zurück über den Killesberg, war bei 66 Schlägen/min über die kompletten 24h.
In der Wikipedia habe ich dann noch gelesen, dass es eine „Respiratorische Sinusarrhythmie“ gibt, die genau meine Beobachtung beschreibt. Es ist aber keine Krankheit, sondern eine „körpereigene Vorgabe eines gesunden Organismus“.

meine Fahrrad-Heatmap

hier und da habe ich schon mal sog. Heatmaps gesehen. Als ich gerade überlegte, wie ich „Heatmap“ geschickt beschreibe, bin ich ganz schön ins Stocken gekommen. Ich weiß zwar, was es ist, kann es aber nicht besonders gut beschreiben – für solche Fälle gibt es dann die Wikipedia, die natürlich auch einen Artikel über Heatmaps hat.
Auf solche Bewegungs-Visualisierungen war ich immer ein bisschen neidisch, weil es z.B. bei Strava (die Kurzbeschreibung hierzu: Sportler-Facebook) kostenpflichtig ist oder einfach sehr generell für alle Benutzer kompletter Städte ist. Aber so eine Karte sieht halt schon toll aus. Bei der BikeCitizens App habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, meine eigene Heatmap zu erstellen, so sah z.B. mein November aus:

Meine Fahrrad-Heatmap im November

Meine Fahrrad-Heatmap im November

Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, sollten diese Daten auch frei zur Verfügung stehen, damit z.B. Städte (wie die Autostadt Stuttgart, haha) darauf zugreifen und eine vernünftige Infrastruktur bereitstellen oder den Radverkehr entsprechend steuern könnten. Obwohl ich sogar eine Freigabe für dieses „Bike Data Project“ zu allen meinen Strava-Aufzeichnungen gegeben habe, ist dort nichts in/von/über Stuttgart zu sehen. Schade, entweder ist da ein technisches Problem oder das Projekt ist schon wieder eingeschlafen.
Vielleicht besorge ich mir die zugehörige „Bike vs Cars“ App auch mal und schaue dann, ob damit mehr ankommt.

einbeinig

die Radschuhe sind inzwischen wieder repariert, aber die abgetretene Kurbel kriege ich nicht alleine wieder hin. Im Internet habe ich nur die komplette Kurbelgarnitur gefunden. Dafür brauche ich garantiert spezielles Werkzeug und etwas Ahnung – abgesehen davon ist das ja auch gar nicht nötig. Mein Rad-Schrauber hat mir jedoch einen einzelnen Kurbel-Arm besorgen können. Zwar von der Nachfolger-Reihe, weil es meine Konfiguration schon gar nicht mehr gibt, aber das ist ja egal; schwarz sind sie alle.
Aber davor muss ich erst noch zum Schrauber hinkommen. Das Rad hat nur eine Kurbel und zwischen uns liegen etwa sechsnhalb hügelige Kilometer. Was solls – ich hab’s probiert!
wenn eine Kurbel am Rad fehlt
Irgendwie geht das schon, aber Spaß macht es echt keinen. Ich weiß halt auch gar nicht, was ich mit dem linken Bein währenddessen machen soll. Ich habe wohl auch etwas Glück gehabt, dass das ganze Ding da unten nicht auseinander gefallen ist, denn wenn die linke Kurbel nicht mehr dran ist, hätte man die rechte, inkl. der Achse, auch „einfach“ so rausnehmen können. Es hat sich aber nur ein bisschen nach außen bewegt, gerade so, dass ich nicht mehr aufs große Kettenblatt schalten konnte.
Danach bin ich dann gleich mal noch eine kleine Feierabend-Tour mit beiden Pedalen gefahren. Yeah!

Rad-Schuhe mit abgenutzten Cleats

nach dem ich beim aktuellen Rennrad die linke Kurbel abgetreten habe, versuchte ich noch ca. 5km mit einem Bein weiter zu fahren. Das war ziemlich anstrengend und macht auch überhaupt keinen Spaß. Eine Woche später bin ich dann mit dem Ersatz-Rad gefahren und dort habt der rechte Rad-Schuh gar nicht mehr „eingeklickt“. Das war zusätzlich nervig, da ich auf diesem recht alten Rad vorne nur normale Kettenblätter (53/40 Zähne im Vergleich zu modernen Kompakt-Kurbeln mit 50/34 Zähnen) und hinten wenige und kleine Ritzel habe, zusätzlich dazu noch eine Rahmenschaltung, die mich ziemlich schalt-faul macht. Das ist nicht mal nur Faulheit, denn wenn man nicht sehr vorausschauend fährt (oder eben nicht weiß, dass die Routenberechnung auf einmal eine Kurve macht und mich den Berg hochschickt) müsste man am Berg den Lenker loslassen und irgendwie unter Volllast einen besseren Gang finden. Nicht unbedingt trivial.
Wieder zuhause angekommen habe ich mir die Pedale mal genauer angeschaut um rauszufinden, ob die vielleicht irgendwie kaputt sind; habe dort aber nichts gefunden.
Also habe ich die 15 Jahre (??) alten Rad-Schuhe mal genauer angeschaut. Mit diesen bin ich auch schon den ein oder anderen Kilometer gelaufen, als ich mal Plattfüße und kein Flickzeug dabei hatte oder unbefahrbare Wege vor mir waren.

Diese Metall-Plättchen, auch Cleats genannt, die die Verbindung zwischen den Schuhen und den Pedalen sind, sahen ziemlich abgenutzt aus. Vor allem, wenn man die sonstige Feinmechanik am Rad kennt, bei der eine halbe Schrauben-Umdrehung meist schon zuviel ist.
Hier auf dem Bild ist links ein solches neues Plättchen, rechts das eigentlich identische aber schon ziemlich abgenutzte.
Seit die neuen Plättchen dran sind, kann ich jetzt auch wieder Vollgas geben! ;~)

sehr abgenutzte Cleats in der Seiten-Ansicht

sehr abgenutztes Cleat zum Vergleich mit einem Neuen in der Seiten-Ansicht

RTF Magstadt

letztes Jahr bei miserablem Wetter bin ich noch den kurzen, 200km-Marathon mitgefahren. Damals allerdings nicht mit dem Rennrad (keine Schutzbleche und vermutlich echt schlechte Haftung bei nasser Straße). Dieses Jahr habe ich mir dafür „nur“ die 160km Strecke ausgesucht, was hauptsächlich an der Startzeit lag; diese Tour konnte man bis 9Uhr morgens starten, für den Marathon hätte ich spätestens um halbacht in Magstadt sein müssen. Sowas schaffe ich nicht mal unter der Woche, am Wochenende – wenn mich dann auch noch so eine Radtour erwartet – sowieso nicht.

Pünktlich um fünf vor neun war ich dann mit einer kombinierten S-Bahn und Rennrad-Anreise dort und konnte starten. Außer dass es recht kühl war (schließlich ist ja immerhin Sommer), war alles ganz in Ordnung. Soweit sogut – als ich allerdings nach ca. 130km in das Würmtal eingebogen bin, hat sich irgendwas recht komisch beim Treten angefühlt. Also sofort anhalten und ein Blick auf Kette, Umwerfer und Schaltwerk geworfen – alles sieht gut aus. Beim Aufsteigen immer noch sehr komisch, jetzt sehe ich, dass die Pedale in der – eigentlich nur für Uhren typischen – „10 vor 10“ Stellung sind.
So ein Mist! Dabei wäre dieses Würmtal, gerade beim vorherrschenden (Rücken-)Wind, gegen den ich auf langen Strecken der restlichen Tour ankämpfen musste, sozusagen das „Sahnestück“ dieser Tour gewesen. Ich versuche es noch knapp fünf Kilometer alleine mit dem rechten Pedal weiterzukommen, aber das müsste ich noch weitere 30km schaffen – unmöglich.
kaputte Shimano 105er Radkurbel, durchgetreten....
Also nochmal absteigen und überlegen, was zu tun ist. Offenbar sind die Zähne in der Kurbel alle ab, daher versuche ich einfach die beiden Schrauben so fest wie möglich zu ziehen, dass durch eine Klemmung vielleicht meine unglaublichen Kräfte auf die Antriebswelle übertragen werden können. Dazu versuche ich noch, recht langsam und ohne viel Kraft auf dem linken Pedal weiterzufahren.
Das hat dann letztendlich geklappt, ich bin so noch die restlichen 30km der Tour + ca. 25km Heimfahrt (nur um die 200km noch voll zu machen) wieder daheim angekommen, bin aber von Shimano ziemlich enttäuscht. Auf einem Rad, das gerade mal dreinhalb Jahre alt ist, hätte ich so einen existentiellen Ausfall echt nicht erwartet.
P.S. Eine RTF ist eine ausgeschilderte Radtour ohne Renn-Charakter (d.h. keine Zeitmessung), auf der es alle ca 40km sogar Verpflegungsstellen gibt. (mehr dazu z.B. bei wikipedia)
Mein Tipp: einfach mal mitfahren!
Das meine ich übrigens, wenn ich in Eure Poesie-Alben „Radfahren“ unter Hobbys schreibe.
Alle Termine für Deutschland sind hier (vermutlich eine meiner meistbesuchten Seiten).
P.P.S. vielleicht schlummern in mir ja doch irgendwelche Superkräfte, schließlich ist das nicht das erste Mal, dass ich eine Kurbel abgetreten habe….

Fahrräder

eigentlich wollte ich ja mal „tolle“ Fotos von meinen Rädern machen. Aber die sind gerade nicht geputzt und daher nicht allzu fotogen.
Aber was soll’s – die ersten Bilder-Versuche habe ich trotzdem gemacht und weil ich die Bilder jetzt auch nicht wegschmeißen will, stelle ich sie einfach mal auf meine Homepage. ;~)

Entweder hier oder über den #Fahrrad-Link oben im Menü (und der Rest kommt auch irgendwann, vermutlich nach einer großen Putz-Aktion).

Und beim Fotografieren ist mir wieder ein-/aufgefallen, dass ich schon seit ein paar hundert Kilometern mit einem solchen Schnitt im Rennrad-Mantel rumfahre. Den habe ich mir bei der ersten Fahrt nach dem Aufziehen reingefahren und wollte den fast nagelneuen Mantel deswegen halt nicht wegschmeißen (so sind die Schwaben). Aber ich weiß schon, dass ich mich tierisch darüber ärgern werde, wenn er dann seinen Geist doch final aufgeben wird.
durchschnittener, aber funktionierender, Rennrad-Mantel

Heimweg

ein Zugticket habe ich schon gekauft, so dass ich noch pünktlich vor der Critical Mass in Stuttgart sein werde. Ich muss also nur noch pünktlich aufstehen, gemütlich frühstücken und es bis 9:40 zum Bahnhof schaffen, dann fahre ich direkt bis Stuttgart durch. Gestern beim Zubettgehen musste ich noch aufpassen, dass ich mir nicht den Kopf anschlage, das lädierte Knie reicht mir gerade völlig aus. Mehr als im Bett sitzen geht hier nicht.
mein Bett in der Jugendherberge
Ich habe es auch, trotz einem kleinen Umweg (hab es mal ohne Navi versucht) rechtzeitig zum Zug geschafft. Dort hänge ich also mein Rad hin und suche erfolglos einen Sitzplatz. Der Zug ist aber für die nächsten zwei Stunden ziemlich voll und ich stehe halt irgendwo im Gang. Bin ja genug gesessen in letzter Zeit.
da hängt mein Rad für die nächsten 7h
Dann wurde es aber besser und ich bekam einen Sitzplatz und ich kann halbwegs bequem diese Zeilen hier tippen. Trotzdem habe ich immer so ein Gefühl von „Abenteuer“, wenn ich mich auf die Bahn verlassen muss. Selbst nachdem ich schon pünktlich abgefahren bin. Ich hoffe, dass noch alles klappt.
Kabelage im IC - nur für die Technik....

Zusammenfassung: Ich war jetzt 16 Tage unterwegs, davon waren zwei An- und Abreise. Und dann hatte ich noch zwei Pausen-Tage, also 12 Tage radelnd; in der Zeit bin ich etwa 1660km gefahren.

die letzte Etappe, nach Bremen

der Krankenstand sagt: halb so wild. Das offene Knie macht keine Probleme, das angeschwollene sieht heute sehr viel besser aus. Also ab aufs Rad und die letzte Etappe in Angriff nehmen. Das Wetter soll zwar nicht so gut werden, aber inzwischen ist es mir auch egal. Die Luft ist sowieso schon raus, das habe ich in Australien auch so erlebt. Woher soll man die Motivation für die letzte Etappe (und dann noch mit Gegenwind und potentiellem Regen) nehmen?
Hamburg hat auf jeden Fall nicht weitergeholfen. Nach der Durchquerung des alten Elbtunnels ging es lange durch den Hafen und die angrenzenden (und wahrlich nicht schönen) Industriegebiete.
durch den alten Elbtunnel
Dann war ich raus aus der Großstadt und kam kurz drauf in Buxtehude vorbei. Das gibt’s ja wirklich! ;~)
durch Buxtehude
Bei meiner Mittagspause hatte ich aus Versehen mal hinter mich geschaut und dieses Schlechtwetter-Gebiet bemerkt. Eigentlich habe ich es ja schon die ganze Zeit vor mir gesehen und war recht froh, dass es nur hier und da mal ein bisschen getröpfelt hat.hinter mir: Regen
Vor mir hingegen sah es jetzt langsam deutlich besser aus.
vor mir: gutes Wetter (zumindest aktuell)vor mir: gutes Wetter (zumindest aktuell)
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gemütlich nach Hamburg fahren

eigentlich habe ich noch fast eine Woche Urlaub, das könnte reichen, um von Lübeck bis zurück nach Stuttgart zu fahren. Allerdings ziehe ich es vor, bis Freitag Abend zur Critical Mass wieder in Stuttgart und am Samstag/Sonntag mich mit „alten Freunden“ zu treffen. Die letzten drei Urlaubs-Tage werde ich dann bestimmt auch noch irgendwie in Stuttgart gefüllt kriegen.
Heute werde ich also nur noch von Lübeck nach Hamburg fahren, das sind etwa 70km, lohnt sich also fast gar nicht, überhaupt auf’s Rad zu steigen. Gestern war ich schon recht begeistert von der Infrastruktur hier in Lübeck. Im Gegensatz zu Kopenhagen sind hier tatsächlich Haltegriffe an den Ampeln und es gibt auch sehr viele Radwege – daher auch viele Radfahrer. Zumindest auf dem Weg, den mich mein Navi mitten in die Stadt geführt hat.
Heute früh dachte ich mir, dass es noch eine gute Idee wäre, einmal durch die Lübecker Altstadt zu fahren, bevor ich nach Hamburg aufbreche. Das war aber vielleicht eine der blödsten Ideen, die ich im ganzen Urlaub hatte. In der ganzen Altstadt ist ganz fieses Kopfsteinpflaster gelegt. Das mag mit einem Mountain-Bike oder City-Rad noch halbwegs fahrbar sein, mit meinem CycloCross (32mm Reifen mit 6,x Bar und Gepäcktaschen) war es eine Qual dort zu fahren.
Als ich an einer Stelle wieder aufsteigen musste, war mein ganzer Körper (inkl. Hirn) so durchgeschüttelt, dass ich beim Einklicken des linken Pedals abgerutscht bin und auf mein Rad draufgefallen. Wie ich es geschafft habe, das linke Knie, links vom Rad liegend, an die Zähne der Tretkurbel (rechts) zu kommen, ist mir noch ein Rätsel – ist aber doch irgendwie passiert.
mit dem Knie in die Zahnkranz gekommen
Nagut, steige ich nochmal auf – diesmal besser „richtig“ und fahre weiter. Die Passanten, die es gesehen haben, hatten – typisch norddeutsch – natürlich keine Hektik, mir zu helfen, sondern fragten, als ich dann an ihnen vorbeifuhr, ob alles in Ordnung wäre.
Von Lübeck aus geht es teilweise über solche geheimen Radwege in Richtung Hamburg. Nach dem Regen der letzten Nacht war mein Schutzblech wohl eine sehr gute Investition. Es war oft nicht möglich (nicht nur auf der heutigen Strecke), so zu fahren, dass ich keine der massenhaften Nacktschnecken überfuhr – und solche zerfetzten Schnecken an Rücken und im Gesicht wären bestimmt keine tolle Sache gewesen.
kleine, heimliche Wege in Richtung Hamburg
Diese kleinen Radwege waren teilweise ebenso schlecht, wie das Kopfsteinpflaster in Lübeck, ab und zu natürlich auch mit größeren Schlaglöchern oder solchen Baumwurzel-Erhebungen. Manchmal habe ich sie ganz rebellisch verlassen und bin lieber auf der Straße gefahren.
An den Windrädern kann man sehen, dass der Wind – natürlich – mir wieder direkt entgegen gekommen ist.
das Wetter scheint mitzuspielen
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zurück nach Deutschland

im Bed&Breakfast bin ich alleine. Es ist kein weiterer Gast hier gewesen und die HausbesitzerIn sind beide beim Arbeiten. Da es kein Frühstück und auch sonst kein Grund gibt zu bleiben, mache ich mich schon um neue Uhr auf den Weg. Bis zur Fähre nach Fehmarn sind es etwa 85km. Der Wind ist zwar etwas weniger aber immer noch von vorne. Dazu kommt noch ein kurzer Regenschauer, den ich nur mit Poncho überstehe. Ja, jetzt ist es endgültig: Auf Nimmerwiedersehen, Dänemark!
Aussicht in Dänemark, immer noch
Heute war der „Tag der Brücken“ – wenn ich es noch richtig weiß, bin ich über drei Stück gefahren, die alle ziemlich groß waren. Auf dieser kam mal wieder mein moralisches Gewissen ins Spiel. Warum Leute mitten auf der Brücke eine Prinzenrolle-Plastik-Verpackung hinschmeißen, frag ich mich wirklich. Idioten! Allen Müll kann ich natürlich nicht aufsammeln, aber wenn er hier auf der Brücke liegt und dann definitiv ins Meer fliegen wird, dann drehe ich doch nochmal um und sammle das ein. Danach war noch eine Haribo-Verpackung, bei der ich alle Gedanken schon durchgedacht hatte. Hier brauchte ich also nur eine Vollbremsung machen. Nach der Brücke lag dann noch eine Einkaufstüte neben dem Weg, die ich noch einsammeln wollte (wenn ich sowieso schon dabei bin). Allerdings war dort noch eine Tüte mit einem (Hunde-) Scheißhaufen drin. Hab ich dann liegen gelassen und hat mich wieder darin bestätigt, dass ich zum „Team Katze“ gehöre.
Tag der Brücken /1
Ja, diese Wolken haben noch über mir abgeregnet. Auf diesem Bild wollte ich eine Windhose fotografieren, wenn ich es richtig weiß, war es die erste, die ich gesehen habe. Bis ich allerdings soweit war, war sie schon fast wieder weg. Ein bisschen rechts vom Schiff kann man sie noch leicht erkennen.
eine Windhose
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Kopenhagen, das Radler-Paradies?

bevor ich losgefahren bin, hatte ich keine Ahnung, dass ich sogar noch in Kopenhagen vorbeikommen würde. Als „Rad-Aktivist“ (wie ich mich selbst gerne übertrieben bezeichnen würde), soll diese Stadt ja das Paradies sein. Höchste Zeit also, dies mal live anzuschauen.
Davor muss ich aber erstmal noch übersetzen (alternativ könnte ich noch weiter südlich nach Malmö fahren und dann über die Autobahnbrücke – falls ich die mit dem Rad überhaupt fahren darf). Zur Fähre geht es über eine spiralförmige Radbrücke, was sogar per Verkehrsschild-Mast angezeigt wird.
ein Verkehrsschild mit spiralförmigem Mast
Die Fähre kostet keine vier Euro und ich habe sowieso noch schwedische Kronen, die ich noch loswerden könnte; nicht dass es wieder so geht, dass ich stapelweise Scheine zuhause habe, die schon ein Jahr nach dem Urlaub ungültig werden. Auf der Fähre habe ich Zeit, als mache ich endlich mal „Wartung“, allerdings nur Luft aufpumpen (zum ersten Mal auf der Tour). Ich bin gerade noch bei 4bar, die Reifen können 6,5bar. Kein Wunder, dass es immer so anstrengend zu fahren war. ;~)
Fahrrad-Wartung
Da habe ich ein super Foto von meiner Luftpumpe gemacht, oder?
Danach hatte ich dann Zeit, die Aussicht zu genießen – so sieht also Dänemark vom Schiff aus aus.
Aussicht nach Dänemark
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