Archiv für den Monat: März 2014

Thrombozyten-Spende

eigentlich war ich ja für ein halbes Jahr gesperrt; beim Thrombozyten-Spenden gelten die gleichen Sperrzeiten, wie beim „normalen“ Blutspenden. Durch meinen kurzen Zwischenstopp in China habe ich nun sechs Monate Ruhe vor Blut- und Thrombozyten-Spenden. Allerdings hat mich das Krankenhaus angerufen und gefragt, wann ich wieder vorbeikomme.
Auf meinen Einwand, dass ich ja gerne würde, aber nicht darf, wurde mir ganz kreativ geantwortet: „das sehen wir gerade nicht mehr so eng – aber sagen sie es besser nicht laut weiter!“
Das andere Krankenhaus (mit den Blutspenden) hat sich per Brief gemeldet, auf telefonische Rückfrage bin ich dort schon noch bis Juli gesperrt.
Thrombozyten-Spende

Mountainbike Festival

dieses Wochenende ist das Mountainbike-Festival in der Stuttgarter Schleyerhalle. Das hört sich ein bisschen interessant an; aber nicht interessant genug, dass ich mir eines dieser teuren Tickets kaufen will. Es gibt allerdings die Möglichkeit bei einer mehrstündigen Sternfahrt zur Halle mitzumachen – und dafür gibt es ein Gratisticket. Yeah! Ich habe zwar kein vernünftiges Mountainbike, denke aber, dass ich mit meinem Mist-Stadtrad durchaus mithalten kann.
Also geht’s am Sonntag Morgen um 7:45 mit der S-Bahn raus aus Stuttgart zum Treffpunkt nach Leonberg. Das Wetter ist – ganz im Gegensatz zu meinem „Fahrrad“ – super.
Mountainbike-Festival Sternfahrt: Pause auf dem Birkenkopf
Die Tour ist absolut nicht herausfordernd, weder technisch anspruchsvoll noch besonders schnell oder steil. Für die 35km werden dreinhalb Stunden einkalkuliert, pah – da hätte ich auch mein australisches Rad nehmen können, das wäre wenigstens bequem gewesen.
An der Schleyerhalle angekommen, findet dort gerade ein „Dirt Jump“ Wettbewerb statt.
Mountainbike Festival: Dirt Jump
Die Teilnehmer fuhren ganz links von der Rampe unter der Decke los und machten dort gleich mal irgendwelche Saltos und sonstige Tricks (im Bild nur ein sehr verschwommener Fleck vor dem Scheinwerfer), landeten auf der Abfahrt, gaben wieder Gas und sprangen dann auf der nächsten Schanze wieder hoch in die Luft um wiederum wildeste Tricks um ihr Rad herum und mit dem Rad zu veranstalten. Die zweite Landung haben nicht mehr alle hinbekommen, aber allen Stürzenden ist nichts passiert und sie konnten alleine von der Bahn gehen.
Selbst mit einem Sturz sind diese Sprünge extrem beeindruckend – diejenigen, die an allen vier Schanzen ihre Tricks zeigen konnten, bewundere ich schon ein bisschen!

Rollerderby

endlich schaffe ich es mal wieder zum Rollerderby!
Auf dem Weg dorthin begegnen mir jede Menge rot/weiss und noch mehr schwarz/gelb Gekleidete.

Und ich habe auch ein entwertetes VIP-Ticket für das Spiel VfB-BVB gefunden. Das trifft sich gut, denn damit brauche ich nur den halben Eintritt zahlen.
Recht pünktlich zu Spielbeginn komme ich in de Halle an und es dröhnt AC/DC’s „I’ve got big balls“ aus den Boxen – beim „all female full contact sport“.
Stuttgart hat sich eine Best-of Auswahl europäischer Spielerinnen eingeladen; obwohl sie in der letzten Saison nur wenig gewonnen haben.
Das heutige Spiel war trotzdem ziemlich ausgeglichen, spannend und hat sich erst in den letzten Minuten entschieden. Leider mit 160:180 gegen die Stuttgarterinnen. Damit höre die Gemeinsamkeiten mit dem VfB – zum Glück – allerdings schon auf….

Jan Plewka in Stuttgart

letztes (oder schon vorletztes) Jahr war ich in Hamburg und habe zufällig das Stück „Jan Plewka singt Rio Reisser“ gesehen. Ich war recht beeindruckt vom Publikum und hatte auch eine Vermutung darüber angestellt, wie dies Stück wohl in Stuttgart ankäme.
Und ich muss mich bei meinen Mit-Stuttgartern entschuldigen! Es wurde als Parallel-Veranstaltung zur Eröffnung des Kabarettfestivals im Theaterhaus aufgeführt. Die letzten 20min hatte ich noch die Chance, dabei zu sein. Als ich in den halbvollen Saal kam, standen tatsächlich alle Zuschauer und direkt vor der Bühne wurde ausgelassen getanzt und mitgeklatscht.
Und (nicht nur) die allerletzte Zugabe „Keine Macht für Niemand“ wurde laut mitgesungen.
Stuttgart überrascht mich immer wieder – und meistens positiv!

Cafe Galao

in Stuttgart ereignet sich gerade ein kleines modernes Märchen.
Das Cafe Galao soll verkauft werden. Das Cafe Galao ist in den wenigen Jahren, die es schon besteht, zu einer „Institution“ im Stuttgarter Süden geworden. Jeden Mittwoch und Samstag spielen dort international bekannte Musiker und es ist rappelvoll. Und auch sonst ist es meist gut gefüllt. Reiner, der Besitzer, hat nun ein Vorkaufsrecht vom Eigentümer bekommen. Allerdings hat er nicht genügend Geld, um das zu finanzieren – also fragt er einfach mal seine Gäste, Freund, Künstler. Er braucht neben seinem Eigenkapital und dem bewilligten Bankkredit noch 125.000 Euro und das alles innerhalb von vier Wochen. Hui.
Es sieht allerdings so aus, als ob er es wirklich schafft. Es sind viele Spenden dabei, einfache Geldspenden, Sachspenden, gespendete Getränke einer Brauerei. Der überwiegende Teil sind aber private, 10-jährige Kleinkredite zwischen 1.000€ und 12.000€. Und: Ja, ich bin auch dabei! Ich suchte ja schon länger mal nach einem sinnvollen Einsatz für mein Geld – ich bin sicher, dass ich es hier gefunden habe!
Auf mindestens zehn weitere Jahre Cafe Galao und  Konzerte ebendort, am Marienplatz und überall in der Stadt, wie es seine Reihe Freikonzerte gerade umsetzt.