Archiv für den Monat: Oktober 2014

Fluggast-Rechte

ich hatte ja mal im März 2012 einen Flug nach Toronto gebucht, den ich aufgrund eines „Systemfehlers“ von KLM/Air France nicht antreten durfte (hier beschrieben). Alle entstandenen Kosten haben sie mir zwar erstattet, als ich mich per eMail bei denen meldete – aber die mir zustehenden 600€ Entschädigung habe ich nicht bekommen. Ihre windige Ausrede damals war, dass ich kein eTicket hatte.
Also ließ ich die Sache eine Weile liegen, bis meine Nachbarin ein ähnliches Problem hatte und mir von dem erfolgreichen Einschreiten von FlightRight berichtete.
Dadurch motiviert habe ich wieder angefangen, mich um diese Sache zu kümmern. Am 9.9.2013 schilderte ich ihnen meinen Fall und sie haben ihn übernommen. Dort dümpelte es offensichtlich auch etwas vor sich her, bis ich im August 2014 eine Aufforderung bekam, eine anwaltliche Vollmacht auszufüllen. Danach ging es recht schnell und inzwischen habe ich tatsächlich diese 600€ zugesprochen bekommen, sogar noch mit 23,31€ an Zinsen. Ich musste lediglich 25% (+19% Umsatzsteuer) an FlightRight abgeben.
Nach zwei’n’halb Jahren – puh – den langen Atem hätte ich nicht gehabt!

Lastenrad

ich muss gestehen, ich bin etwas neidisch auf jeden Lastenrad-Fahrer. Man sieht aber langsam immer mehr hier in Stuttgart – sogar, wenn man sich nicht unbedingt nur auf Fahrrad-Demos rumtreibt.
Das letzte Exemplar, das man mit einem zugedrückten Auge noch dazu zählen kann, sah ich zufällig auf der Königsstraße. Keine Sorge, ich war nicht shoppen (außer sonntags und spätnachts meide ich diese Gegend), sondern bin nur beim Heimschlendern dort vorbei gekommen.
Dieser Typ hat ein Klavier, das er mit seinem Fahrrad und einer Anhänger-Konstruktion durch die Stadt fährt.
Klavier-Lastenrad
Ich habe ihm gleich mal ein paar Euros in seinen Hut geschmissen und ein paar Lieder zugehört. Es hört sich wirklich nach Klavier an!
Und bald habe ich hoffentlich mal meinen Fahrrad-Container auf meinem Parkplatz stehen und dann kann ich mir auch mal ein Lastenrad kaufen.

Critical Mass Stuttgart 10/14

beim letzten Mal demonstrierten etwa 650 Radler bei der Critical Mass für eine lebenswertere Stadt mit mehr Fahrrädern und – im Umkehrschluss – viel weniger Autos. Die spannende Frage war, ob an diesem Feiertag, der das lange Wochenende einläutete auch so viele Radfahrer dabei sein würden. Nicht ganz – es waren „nur“ etwa 500 Fahrradfahrer, die – wie in Stuttgart schon üblich – unter Polizeischutz knappe zwei Stunden durch die Stadt fuhren.
Feiertag sei Dank hatte ich sogar daran denken können, meine Akkus für die Lichterkette am Fahrrad-Rahmen aufzuladen und fuhr so ein bisschen wie ein Christbaum rum. Bilder habe ich davon keine gefunden, aber hier sind auf jeden Fall ein paar andere zu finden:
–> http://criticalmassstuttgart.wordpress.com
und hier noch ein paar Panoramas:
–> http://www.lightsniper.de/critical-mass-stuttgart/#gallery
Bisher kannten wir ja schon die verschiedenen Lastenräder, die die ganze Veranstaltung musikalisch untermalen; diesmal war sogar eine live-Veranstaltung von dem „Stuttgarter Nordbahnhof-Urgestein“ Körpa Klauz von einer Rikscha dabei. Dieser HipHop ist nicht gerade meine Tasse Tee, daher hielt ich mich meist irgendwo beim Absperren auf (was den großen Vorteil hat, dass man die ganze Demo anschauen kann) oder fuhr eben immer wieder durch den langen Zug bis nach vorne um wieder den Absperr-Staffelstab von einem Polizisten abzunehmen….

Radtour /2

tatsächlich, die Motivation ist immer noch da!
Also wird wieder vom Büro heimgeradelt, eine ähnliche Strecke wie zwei Tage vorher, aber heute ist Streik der S-Bahnen. Das hat zur Auswirkung, dass in der ganzen Stadt kilometerlange Auto-Schlangen sind. Als Radfahrer kann man da locker dran vorbei fahren – und die Motivation steigt sogar mit jedem überholten Auto. 🙂
Von oben sieht das dann in etwa so aus:
neues Hobby: Stauvorbeifahrer
Ich könnte mit dem australischen CycloCross-Rad noch stundenlang so durch die Straßen und über die Waldwege fahren – aber auch hier macht mir die Kombination aus Dunkelheit und fehlendem Licht am Rad wieder einen Strich durch die Rechnung. Wenn das so weitergeht, brauche ich zumindest Licht am Rad und ein gescheites Winter-Outfit; wer weiß wie lange dieser goldene Oktober noch anhält….