Archiv für den Monat: Juli 2016

Statistik der Stuttgarter Fahrrad-Polizei

heute steht in den Stuttgarter Nachrichten ein kurzer Bericht darüber, dass die Stuttgarter Polizei inzwischen seit einem Jahr eine Fahrrad-Staffel unterhält. Das wird zwar als Erfolg verkauft, für mich sind das jedoch niederschmetternde Zahlen:

16 Leute fahren mit acht Rädern und haben es in einem ganzen Jahr gerade mal geschafft 5700km zu fahren. Ganz nebenbei habe ich seit dem 1.1.2016 bis heute 5631km aufgezeichnet (dabei fehlen noch jede Menge Kilometer, da ich gerade in der Stadt beim Einkaufen oder zu Konzerten keinen Tracker einschalte); so ganz nebenbei, neben meinem 40h Job und neben meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Aber zurück zur Polizei: Das heißt also, dass jedes Fahrrad etwa 700km bewegt wurde – in einem ganzen Jahr, von zwei Leuten! Also etwa 350km pro Polizist pro Jahr. Das ist weniger als ein Kilometer pro Tag (>1km/Tag!). Und dafür haben sie 800h gebraucht, bei 16 Personen also 50h pro Person pro Jahr, weniger als eine Stunde in der Woche, also etwa 8min pro Tag.
Aber der viel größere Witz ist ja die nächste Zahl:
51 Straftaten und 81 Ordnungswidrigkeiten
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 16 Polizisten schaffen es gerade mal, weniger als eine Straftat pro Woche und etwa sechs Ordnungswidrigkeiten pro Monat (s e c h s  pro M o n a t!) zu bearbeiten.
Jeden Tag, wenn ich ins Büro fahre, höre ich nach auf zu zählen, nachdem ich das dritten Auto im Parkverbot, auf dem Radweg parkend, über eine rote Ampel fahrend, die Vorfahrt missachtend, etc. sehe. Und das alles passiert innerhalb weniger Minuten. Diese Zahlen sollte nicht mal ein Social-Media-Praktikant mit minimalstem Verstand als Erfolg verkaufen wollen. Das ist in meinen Augen sicherlich keine positive Bilanz, das fällt für mich eher in die Kategorie „Arbeitsverweigerung“.

Geburtstags-Musik

auf Facebook werden an Geburtstagen gerne lieblose Glückwünsche gegenseitig auf die Profile geklatscht. Dabei habe ich noch nie so richtig mitgemacht (getreu dem Prinzip: Ganz oder gar nicht), stattdessen habe ich mir vor ein paar Jahren einfach mal Lieder gewünscht.
Das hat von Anfang an immer recht gut geklappt daher habe ich es auch dies Jahr wieder so gemacht.
Die meisten der diesjährigen Lieder habe ich auch auf Deezer gefunden und diese Playlist zusammengestellt:
–> http://www.deezer.com/playlist/1994579602

Vorstellung vs Realität

aus irgend einer Idee heraus habe ich beschlossen, auf meinen Fensterbänken bunte Blumen wachsen zu lassen. Im meiner Vorstellung hätte das dann so toll aussehen sollen (hab ich heute auf einer kleinen Montags-Radtour so gesehen).
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Meine Blumen scheinen aber ziemliche Diven zu sein, die schon nach einem einzigen Tag ohne Wasser ihre Köpfe und den ganzen Text hängen lassen und dann so aussehen.
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Mal sehen, ob ich es diesem Sommer durchhalte, dass diese Blumen nicht vertrocknen.
Und nächstes Jahr überlege ich mir das bestimmt nochmal etwas genauer….  ;~)
Ansonsten habe ich auf der Tour auch noch das „Tor ins Remstal“ entdeckt – und das obwohl ich eigentlich gar keine Berge fahren wollte.
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Sonnendeck-Festival

vermutlich gibt es in jeder kleineren Stadt ein Musik-Festival; so auch in Schwaikheim. Wo das genau ist, weiß ich gar nicht, aber mein Navi sagt, dass man recht gemütlich sogar mit dem Rad hinfahren kann. Als Alternative gäbe es auch die S-Bahn, aber bei dem Wetter nehme ich natürlich lieber das Rad. Nebenan ist die Radsport-Halle – die kenne ich bereits, von hier aus bin ich schon mehrmals zu einer RTF-Radtour gestartet.
imageEs ist auf jeden Fall ein gemütliches kleines Festival, das mit Adée sogar eine internationale (schwedische) Künstlerin dabei hat. Ich sollte mal probieren, mir das für’s (über-)nächste Jahr zu merken, damit ich davon nicht wieder so überrascht werde.

Und auf dem Rückweg fuhr ich dann in diesen Sonnenuntergang.
ein nur Sonnenuntergang

Putte & Edgar

auf facebook etwas von einem recht spontan angesetzten Putte & Edgar Konzert gelesen, das irgendwo in der Stadt sein soll. Also schnell den Kalender überprüft und nichts wichtigeres gefunden.
Das Konzert war im Rahmen einer Sommerfeier einer Agentur im Keller der selben. Der Sound war dort natürlich nicht allzu gut und offenbar waren die Leute nicht allzu sehr interessiert daran, diese Band zu sehen. Anfangs tanzten die Leute noch mit, gegen Ende hin war der Raum dann relativ leer. Das ist wohl das schwere Los jeder Band, die einfach nur „im Hintergrund“ ein bisschen Musik spielen soll, wie es auf Weihnachtsfeiern oder Stadtfesten auch meist der Fall ist. Ich fand es trotzdem besser, als alles andere, was ich heute noch in der Stadt hätte machen können.
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Und das waren die Lichteffekte (was man halt alles mal ausprobieren muss, wenn man ein neues Smartphone hat).
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Im Gang zum Konzert-Raum hing dieses Triptychon, vermutlich mit dem Titel Democracy:
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Knie, aktueller Status

inzwischen bin ich wieder zuhause angekommen und habe auch meinen provisorischen Pflasterverband vom Knie entfernt.
Super sieht es nicht aus, ich dachte (bzw. hoffte), dass es ein bisschen besser zusammen heilt. Und mit der Entzündung drunter habe ich auch nicht gerechnet. Naja, amputieren wird man es nicht müssen und es ist nicht meine erste und wird bestimmt auch nicht die letzte Narbe bleiben.
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Montags!

bestimmt wird der Montag mein neuer Lieblings-Tag. Seit diesem Juli habe ich nämlich nur noch eine Vier-Tage-Woche, Dienstag bis Freitag.
Dieser Montag zählt noch nicht ganz dazu, weil ich sowieso noch Urlaub habe. Aber trotzdem habe ich mir heute mal ein gemütliches Frühstück beim kleinen Kiosk um die Ecke gegönnt.
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Heimweg

ein Zugticket habe ich schon gekauft, so dass ich noch pünktlich vor der Critical Mass in Stuttgart sein werde. Ich muss also nur noch pünktlich aufstehen, gemütlich frühstücken und es bis 9:40 zum Bahnhof schaffen, dann fahre ich direkt bis Stuttgart durch. Gestern beim Zubettgehen musste ich noch aufpassen, dass ich mir nicht den Kopf anschlage, das lädierte Knie reicht mir gerade völlig aus. Mehr als im Bett sitzen geht hier nicht.
mein Bett in der Jugendherberge
Ich habe es auch, trotz einem kleinen Umweg (hab es mal ohne Navi versucht) rechtzeitig zum Zug geschafft. Dort hänge ich also mein Rad hin und suche erfolglos einen Sitzplatz. Der Zug ist aber für die nächsten zwei Stunden ziemlich voll und ich stehe halt irgendwo im Gang. Bin ja genug gesessen in letzter Zeit.
da hängt mein Rad für die nächsten 7h
Dann wurde es aber besser und ich bekam einen Sitzplatz und ich kann halbwegs bequem diese Zeilen hier tippen. Trotzdem habe ich immer so ein Gefühl von „Abenteuer“, wenn ich mich auf die Bahn verlassen muss. Selbst nachdem ich schon pünktlich abgefahren bin. Ich hoffe, dass noch alles klappt.
Kabelage im IC - nur für die Technik....

Zusammenfassung: Ich war jetzt 16 Tage unterwegs, davon waren zwei An- und Abreise. Und dann hatte ich noch zwei Pausen-Tage, also 12 Tage radelnd; in der Zeit bin ich etwa 1660km gefahren.