Archiv für den Monat: April 2018

Morriset – Newcastle

laut meinen Strava-Aufzeichnungen war das gestern doch tatsächlich die 1000. Radfahrt, die ich seit 2011 aufgezeichnet habe. Die erste war die Schwarzwald-Überquerung mit dem bei eBay erstanden Rennrad irgendwo auf dem Weg nach Freiburg. Alles davor hatte ich aufgrund fehlender Technik nicht aufgezeichnet.
1000 Fahrten, dabei zeichne ich alles auf, was vermutlich länger als 10km wird und jede Pendelstrecke, auch wenn das auf dem kürzesten Weg nur ca. 6.5km sind; abends wird daraus aber öfters eine längere Runde. In Summe knapp 45.000km, fast 2200h (das ist etwa ein Jahr Arbeitszeit bei 40h/Woche), fast 450.000 Höhenmeter (das ist ca 50x von NN bis zum Gipfel des Mount Everest).

Aber gut, das sind alles nur Zahlen und jede/r der/die Radfahren ernsthaft betreibt, macht sowas vermutlich innerhalb einer oder vielleicht zwei Saisons. Ich mache mich aber auf, um diese Zahlen weiter zu vergrößern. Bevor ich losfahre, stelle ich mein Rad noch kurz hier ab und beim Zurückkommen frage ich mich, ob die Delle im Stahlträger wirklich von meinem Rad ist. Es fühlt sich zwar immer sehr schwer an, vor allem, wenn es bergauf geht, aber so schwer sollte es dann doch nicht sein.

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Putty Beach – Morriset Showground

ich stehe tatsächlich schon um sieben Uhr auf, mein Zelt steht allerdings im Schatten und ist sowohl von außen als auch von innen ziemlich nass. Von außen kann ich, so direkt am Wasser, ja noch verstehen. Aber wo die ganze Feuchtigkeit auf der Innenseite immer herkommt, wundert mich schon etwas. Um mich herum lauter Kinder, die natürlich schon länger wach sind. Kurz habe ich den Hit „Kinder an die Macht“ im Ohr: Gebt den Kindern das Kommando!
Ich denke mir nur, dass wir das gerne machen können, aber vielleicht solange warten sollten, bis sie das Konzept „Ausschlafen“ verinnerlicht haben. Ich packe mein Zelt so nass ein und will mich dann aus dem Staub machen. An den Grills ist jedoch eine Parkmitarbeiterin, die nach dem Putzen die Gebühr von mir verlangen will. Offenbar hat das Putzen sie doch umgestimmt und sie meinte nur, dass sie heute nix verlangt, aber ich in Zukunft bei Nationalparks immer vorbuchen müsste. Ich bedanke mich dafür und sichere ihr zu, dass ich das jetzt bestimmt immer machen werde – denke mir aber: wie soll denn das gehen? Ich kenne mich weder mit Nationalparks aus, noch weiß ich, wo ich mich da melden soll, etc.

Dann geht’s wieder auf die Straße.

Welch Wunder, natürlich wieder mit Bergen.

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Sydney – Putty Beach

heute verlasse ich Sydney zum allerletzten Mal. Da es in Richtung Norden geht, natürlich über die Harbour Bridge. Eine Seite der Brücke ist für Fußgänger, die andere für Radfahrer. So schön, wie es hier am Anfang der Brücke geregelt ist, ist es am Ende aber nicht. Dort sind Stufen! Zwar mit einer Rampe in der Mitte, aber dennoch ist das keine allzu gute Rad-Infrastruktur. Hätte ich das gewusst, als ich vor zwei Wochen schon mal hier war, wäre ich wohl drüber gefahren. Allerdings hatte ich mit Stufen überhaupt nicht gerechnet und vermutet, dass die Auffahrt auf die Brücke ganz wo anders ist und habe mich daher für die Bahn entschieden.

Von oben sieht das dann in etwa so aus:

Und das ist der Blick in Richtung Nord-Sydney.

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in Sydney, schon wieder

dafür, dass ich am Anfang meiner Reise überhaupt gar nicht an Sydney gedacht habe, bin ich ganz schön oft und lange hier. Jetzt schon wieder.
Zuerst schaue ich mal bei einem Radladen hier vorbei. Dummerweise macht der heute erst um 12:00 auf, den Rest der Woche bereits um Neue. Also erledige ich noch ein paar andere Dinge und fahre dann da hin. Einen Service kann ich frühestens in einer Woche kriegen und das Hinterrad kann er, selbst als Specialized-Händler, natürlich auch nicht einfach so austauschen. Daher macht er Bilder vom Hinterrad (und von den Bremsen, die er noch nie gesehen hat) und will sich darum kümmern. Das kommt mir alles etwas komisch vor, ich fahre per Zug nach Sydney rein und fahre zu einem anderen Specialized Geschäft. Dort treffe ich auf Geoff, der mir beim letzten Australien-Urlaub im Giant-Laden mein damaliges Rad verkauft hat. Er kann sich aber nicht mehr an mich erinnern. ;~)
Hier habe ich eher das Gefühl, dass sie sich um das kaputte Hinterrad kümmern wollen. Er ruft direkt bei Specialized in Melbourne an und klärt ab, dass ich ein neues Hinterrad geschickt bekomme. Allerdings nicht hierher, sondern nach Newcastle, was auf meiner Strecke liegt. Ich will ja nicht noch länger in Sydney warten. Dann mache ich noch einen Termin für einen Service am nächsten Tag aus und gehe in ein Hostel. Von dort melde ich mich kurz vor Feierabend beim ersten Radladen und als er sich entschuldigt, dass er noch überhaupt nicht dazu gekommen ist, sich um mein Hinterrad zu kümmern (dachte ich mir doch!), sage ich ihm, dass er das jetzt auch sein lassen kann.

Am nächsten Tag habe ich also Zeit und schaue mir mal die Art Gallery of NSW an. Dort thront z.B. eine Edelstahl-Figur von Cook, die nachdenklich den Blick aus dem Fenster (und über die Kriegsschiffe im Militärhafen) schweifen lässt. Die beiden im Schatten des Baumes machten wohl gerade irgend eine private Fitness-Stunde, das sah auch lustig aus.

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Wollongong – Cronulla

bevor ich mich wieder auf den Weg mache, gibt es noch ein paar Dinge zu tun. Dabei ist dieser Fahrrad-Highway doch grundsätzlich gar nicht so schlecht!

Punkt 1: Ich entdecke noch dieses rikscha-artige Lastenrad und der Besitzer meint, dass es aus dem Jahre 1971 sei. Warum es im Abstellschuppen steht und mit Müll zugestellt ist, erklärt das aber nicht.
Ich habe es mal fotografiert und auf das Cargobikes Worldwide twitter gepackt.

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