Archiv der Kategorie: Imagine!

mein Feinstaub-Messgerät

vor ein paar Tagen war ich noch beim Stuttgarter Shackspace, wo die Initiative luftdaten.info alle vier Wochen ein „betreutes Basteln“ anbietet. Deren Idee finde ich sehr gut, dass sich die Bürger in der Stadt selbst Feinstaub-Sensoren aufhängen und damit eine aussagekräftigere Messung bekommen, als die wenigen offiziellen Messstellen der Stadt es vermögen.
Zufällig war bei dem Treffen auch ein Film-Team der Stuttgarter Zeitung vor Ort und wollte einen der knapp 30 Bastler und Interessierten filmen. Ich bin jetzt zwar bestimmt kein super-Schauspieler, aber für diese gute Sache habe ich es einfach mal probiert.
Das sah dann ungefähr so aus:

Eigentlich war meine Idee, diesen Sensor an der Fassade des Kulturzentrum Merlin aufzuhängen. Diverse Widerstände (z.B. ästhetischer Art „diese Abflussrohre sehen aber doof aus!“) und auch technische Probleme (kein Strom an der Fassade und zu schlechte WLAN-Anbindung) haben das verhindert. Also habe ich das Ding dort nicht aufgehängt, sondern bei mir im zweiten Stock an das Fallrohr der Regenrinne gebastelt. Irgendwann nach Weihnachten wird es einen zweiten Filmtermin geben, bei dem ich dieses Messgerät dann nochmal aufhängen werde.
Inzwischen sendet mein Messgerät und ist auch in der Karte als einer von dreien in dem Hexagon, auf das der blaue Pfeil zeigt sichtbar. Das (schlecht) gezeichnete Sechseck ohne Messwerte beinhaltet das Merlin. Wer weiß, vielleicht bekomme ich dort mal noch Strom an die Fassade organisiert, dann male ich die grauen Rohre noch bunt an und alles wird gut.

Ausschnitt aus der Feinstaub-Karte mit meinem Messgerät

Ausschnitt aus der Feinstaub-Karte mit meinem Messgerät

Lebensqualität mit Lastenrad

im Laufe der Zeit hat sich in meinem Haushalt einiges an Elektronik-Schrott angesammelt. Aus der irrigen Annahme heraus, dass das noch irgendjemand brauchen könnte, habe ich das Zeug nie weggeschmissen. Manches davon ist sogar schon ein paarmal mit mir umgezogen.
Da ich diesbezüglich nun schlauer bin, meine Wohnung im Sommer „leer“ haben will und gesehen habe, dass die Elektroschrott-Annahmestelle in Stuttgart sogar täglich bis 20:00 geöffnet hat, habe ich mir mal wieder so ein Lastenrad ausgeliehen, eine Kiste mit alten Computern, Einzelteilen, ISDN-Modems, etc voll gemacht und bin dahin gefahren.
Der Angestellte der Stadt war dort auch ganz interessiert an diesem Rad, hat jede Menge Fragen gestellt und ist es bei sich im Hof gleich mal probe-gefahren. Wenn es ums Thema Lastenrad oder auch „Fahrrad allgemein“ geht, bin ich sofort dabei, jede/n zu überzeugen!

Lastenrad mit Elektroschrott

Lastenrad, beladen mit Elektroschrott

Da ich damit in keinem Stau stehe, an den Ampeln immer bis nach vorne fahren kann und auch die ein oder andere Abkürzung nehmen kann, bin ich damit sicherlich auch schneller als mit einem Auto gewesen; umweltfreundlicher (nebenbei auch billiger) sowieso.
Ich glaube, es wird höchste Zeit, dass ich endlich mein eigenes Rad bekomme! ;~)

mit Geld hat man politischen Einfluss

unsere Regierung lässt jedes Jahr einen „Armuts- und Reichtumsbericht“ von einem neutralen Forscherteam erstellen. Diese Studie wird wohl erst im Frühjahr 2017 erscheinen, die Organisation LobbyControl wurde offenbar dazu eingeladen, im Beraterkreis an dieser Studie mitzuarbeiten und hatte somit Einblick in die Original-Ausgabe des Forscherteams. Diese konnten sie dann mit der zu veröffentlichenden Version vergleichen, die von mehreren Ministerien „Korrektur gelesen“ wurde. Dabei sind einige brisante Ergebnisse einfach raus gestrichen worden. In dem Artikel wird von „Streichwünschen“ und „Zensur“ gesprochen. Das Fazit lautet:
„sucht man vergeblich nach den Begriffen Lobbyismus, Einflussnahme, Machtungleichgewichte oder Stiftungen. Die entsprechenden Passagen wurden in der Abstimmung zwischen den Ministerien komplett gelöscht. In einem anderem Kontext nennt man so ein Verhalten: Realitätsverweigerung.“
oder – mit einem Satz:
„Reiche finden in der Politik mehr Gehör.“
(Quelle)

Dazu fällt mir das Ungleichgewicht ein, von dem ich vor kurzem gelesen habe: Als „armer“, bzw. bedürftiger Mensch ist man vor dem Staat quasi gläsern. In allen möglichen Behörden muss man in den nötigen Anträgen so viel von sich preisgeben, dass selbst der letzte Cent öffentlich gemacht wird. Im Gegensatz dazu haben „reiche“ Menschen ziemlich viele Freiheiten und können selbst Steuergesetze so auslegen, wie sie (oder ihre Steuerberater) es für richtig halten um möglichst keine Steuern zu zahlen. Nur alle paar Jahre müssen sie mal kurz Angst haben, wenn mal wieder eine sog. Steuer-CD auftaucht und ein paar von ihnen auffliegen.
Einen Reim kann ich mir darauf noch nicht machen, vermutlich muss ich erst mal die Seite der „Reichen“ kennen lernen.
Und jeden Tag frage ich mich wieder: Wieso können nicht alle Mensch friedlich zusammen leben? Nicht immer nur die anderen über den Tisch ziehen, egoistisch und stur nur nach dem eigenen Wohle streben, sondern auch mal ein bisschen altruistisch denken und handeln?

was ist „Big Data“?

so genau kann es vermutlich niemand sagen, was sich hinter dem Begriff „Big Data“ verbirgt. Eine genaue Definition gibt es aktuell noch gar nicht, verschiedene Firmen gehen dieses Thema noch unterschiedlich an. Man kann aber raushören, dass „Daten“, vor allem wenn sie in Massen auftreten, das „neue Gold“ sein sollen. Jegliche IT-Firmen versuchen, so viele Daten wie möglich zu generieren und daraus irgendwie Profit zu schlagen. Ganz vorne dabei sind, meiner Einschätzung nach, Google, Apple und facebook. Die Daten-Erbringer kriegen davon natürlich aktuell nichts; weder in den eigenen Geldbeutel und in vielen Fällen vermutlich sogar nicht mal etwas davon mit. Der typische Deutsche (wenn man das überhaupt so sagen kann) lässt zwar sein Haus bei Google Streetview verpixeln und meldet sich unter falschem Namen bei facebook an, beklagt sich aber dann just dort über fehlenden Datenschutz. Eine seltsame Kombination, die gerne noch von WhatsApp, google-Accounts und sonstigen Datensammel-Tools und Apps vervollständigt wird.
Zum Thema „Big Data“ und „Steuerung von Menschen“ ist dieser Artikel im „Das Magazin“ sehr lesenswert. Er zeigt, dass man nicht mal besonders viel (big) Daten braucht, damit eine Maschine (bzw. das darauf laufende Programm) den Benutzer davor sehr gut einschätzen kann. Als Beispiel wurde genannt, dass man mit nur 300 Likes auf Facebook von einem Programm besser eingeschätzt werden kann, als von der/dem eigenen PartnerIn. Und wenn man so gut durchschaubar ist, dann kann man eben auch sehr gut beeinflusst werden.

–> https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

Im Artikel wird auch die Firma Cambridge Analytica genannt, die offenbar sowohl für den Brexit als auch für den Trump-Wahlsieg verantwortlich sein soll; um es genauer zu sagen: für eine solche Beeinflussung der Menschen, damit sie sich so verhalten, damit das gewünschte (bezahlte) Wahlergebnis zustande kommt.

Ganz raus kommen wir aus der Datensammelei vermutlich nicht mehr. Jede/r muss seinen Weg finden, wie er/sie damit umgeht. Auf jeden Fall wäre es aber wichtig, dass jede/r grundsätzlich weiß, wie Daten gesammelt werden und dann selbst entscheiden kann, ob er/sie mitmacht oder nicht.
Was in jedem Fall hilft: Jegliche Apps vom Smartphone runter schmeißen, die von diesen großen Datensammlern oder unseriösen Quellen kommen. WhatsApp ist bequem, das stimmt. Andere Instant Messenger, wie z.B. Telegram, sind genauso „gut“ und da es Open Source ist, bin ich recht zuversichtlich, dass mit meinen Daten auch kein „Schindluder“ getrieben wird. Wenn es schon facebook sein muss, dann wenigstens nicht per App – so eine App kann ALLES auf dem Smartphone machen, heimlich die Kamera oder das Mikrofon einschalten, Geodaten sammeln (dafür braucht man nicht mal GPS, dazu ein anderes mal mehr), etc. & was mit all diesen Daten passiert, weiß niemand und sagt uns auch kein facebook/google/Apple. Daher: auch alle Google-Apps runterschmeißen, hier ist das selbe Thema, ein google/Microsoft eMail-Konto ist diesbezüglich natürlich auch nicht sehr gut. Und dass quasi jede Internet-Suche heutzutage über google läuft, generiert unglaublich viele mehr oder weniger personifizierte Daten bei google. Damit können sie bestenfalls so Sachen wie eine Grippewelle voraussagen (und sei es nur dafür da, der Pharma-Industrie die beste Zeit für Grippe-Medikamenten-Werbung teuer zu verkaufen) – aber was noch alles? Daher: deaktiviert google bei den Standard-Suchmaschinen, nehmt eine, die zumindest behauptet, keine Daten zu sammeln (und hofft, dass es stimmt). Bei mir läuft z.B. alles über duckduckgo, sowohl am Desktop, als auch auf dem Smartphone.
(zu dem ganzen facebook-Thema gibt es noch diese Link-Liste, die ich nochmal durcharbeiten will: https://ello.co/todd/post/urm_b_dha6vqc42tpfyufa, es ist vermutlich auf viele andere „Datensammler“ ebenfalls anwendbar)

Parken: geduldet und #rotzfrech

auf Twitter gibt es eine kleine Diskussion zwischen der Stadt Stuttgart und einigen Bewohnern. Der Auslöser war die Behauptung des (eines?) Pressesprechers, dass illegal parkende Autos nicht geduldet werden. Jede/r die/der in Stuttgart wohnt, weiß, dass es leider anders ist. In Stuttgart wird überall geparkt, auf Rad- und Gehwegen, in Brandschutzzonen, auf Fußgänger-Übergängen, natürlich auch im Park- und Halteverbot. Die Stadt ist machtlos dagegen und bezeichnet das evtl. hilfreiche Abschleppen als „Ultima Ratio“, was nur in seltenen Fällen von „rotzfrechem“ (sic!) Fehlverhalten durchgeführt wird – als ob es zwischen einer Duldung und dem Abschleppen keine weiteren Maßnahmen gäbe. Abgeschleppt wird vom Ordnungsamt etwa 1300x pro Jahr (Quelle).
Seitdem findet man auf twitter immer wieder mal Bilder von Autos, die #rotzfrech parken.

Und just heute habe ich es wieder selbst erlebt, wie in Stuttgart Falschparker geduldet werden. Auf diesem Panorama-Bild sieht man links eine Polizeistreife, die mit irgendetwas gerade nicht besonders beschäftigt ist, rechts ein Auto im absoluten Halteverbot, das zusätzlich noch als Brandschutzzone ausgeschrieben ist; gegenüber ist nämlich die Feuerwehr-Ausfahrt.

geduldeter Falschparker, ganz normal in Stuttgart

geduldeter Falschparker, ganz normal in Stuttgart

Mein Vorschlag zur Lösung dieses Problems ist, die Strafen für solche Vergehen drastisch anzuheben. Dazu gibt es auch eine Petition in diesem Internet. Im Gegensatz zu anderen Zwangsabgaben (wie z.B. der Rundfunkgebühr), die man einfach so zahlen muss, ist so ein Verkehrsverstoß eine bewusste Entscheidung – und werden bei sog. Strafen, die gerade mal bei 5€ anfangen, vermutlich gerne in Kauf genommen.
Ich würde solche Strafen auch nicht vom Einkommen abhängig machen, wie es ab und zu mal diskutiert wird. Eine Gerechtigkeit würde ich das System dennoch einbauen – und zwar nach dem Listenpreis des falsch parkenden Autos. Diese Daten werden bei Firmenwagen sowieso schon irgendwie erhoben; technisch ist es überhaupt kein Problem, diesen Listenpreis des Autos z.B. beim ersten Anmelden in die Datenbank neben den anderen Daten, wie dem Namen, etc., mit aufzunehmen und die Berechnung der Strafe dann davon abhängig zu machen. Dann würde es für einen 120.000€ Mercedes eben 20x mehr kosten, wenn er irgendwo falsch parkt, als für einen 6.000€ Dacia. Hört sich für mich fair an.

meine Fahrrad-Heatmap

hier und da habe ich schon mal sog. Heatmaps gesehen. Als ich gerade überlegte, wie ich „Heatmap“ geschickt beschreibe, bin ich ganz schön ins Stocken gekommen. Ich weiß zwar, was es ist, kann es aber nicht besonders gut beschreiben – für solche Fälle gibt es dann die Wikipedia, die natürlich auch einen Artikel über Heatmaps hat.
Auf solche Bewegungs-Visualisierungen war ich immer ein bisschen neidisch, weil es z.B. bei Strava (die Kurzbeschreibung hierzu: Sportler-Facebook) kostenpflichtig ist oder einfach sehr generell für alle Benutzer kompletter Städte ist. Aber so eine Karte sieht halt schon toll aus. Bei der BikeCitizens App habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, meine eigene Heatmap zu erstellen, so sah z.B. mein November aus:

Meine Fahrrad-Heatmap im November

Meine Fahrrad-Heatmap im November

Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, sollten diese Daten auch frei zur Verfügung stehen, damit z.B. Städte (wie die Autostadt Stuttgart, haha) darauf zugreifen und eine vernünftige Infrastruktur bereitstellen oder den Radverkehr entsprechend steuern könnten. Obwohl ich sogar eine Freigabe für dieses „Bike Data Project“ zu allen meinen Strava-Aufzeichnungen gegeben habe, ist dort nichts in/von/über Stuttgart zu sehen. Schade, entweder ist da ein technisches Problem oder das Projekt ist schon wieder eingeschlafen.
Vielleicht besorge ich mir die zugehörige „Bike vs Cars“ App auch mal und schaue dann, ob damit mehr ankommt.

Offener Brief

von „offenen Briefen“ habe ich schon öfters mal etwas gelesen. Auf wikipedia gibt es dazu sogar einen ganzen Artikel. Da ich aktuell mein ÖPNV-Abo kündigen will, dachte ich, dass ich dies zum Anlass nehmen könnte, auch mal einen solchen „offenen Brief“ verfassen könnte, schließlich gibt es genügend Gründe, nicht mehr am Stuttgarter Nahverkehr teilzunehmen.
Diesen Brief habe ich über das Formular bei der SSB abgeschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich mein VVS Jahresticket+ zum Ende des nächsten Monats, sprich zum 30.11.2016.

Die Gründe werden sie wohl nicht interessieren, dennoch möchte ich Sie sowohl hier als auch in einem „offenen Brief“ darlegen.

Unzuverlässigkeit. Dass kaum noch eine Bahn (gerade im Berufsverkehr) pünktlich fährt ist kein Geheimnis. Diese Unzuverlässigkeit hat mich schon vor geraumer Zeit dazu animiert, an den allermeisten Tagen zum Fahrrad-Pendler zu werden. Mein VVS-Ticket habe ich dennoch behalten, da ich es bisher auch noch als eine Art „Solidaritätsbeitrag“ gesehen habe.

Umbau. Die Schließung der Haltestelle Staatsgalerie betrifft mich direkt.

Schlechte Anschlüsse. Eine Verbindung, die ich sehr schlecht geplant finde, ist der Anschluss vom 41er Bus zur S-Bahn Feuersee. Der Bus kommt oben an, während unten die Bahn weg fährt. Blöd, wenn man dann meist länger auf die nächste Bahn warten muss, als man damit fährt. Und dass das nächste Freibad aus dem Westen (Killesberg) überhaupt gar nicht an das ÖPNV Netz angeschlossen ist verwundert mich schon seit Jahren jeden Sommer aufs Neue. Diese beiden Beispiele sind definitiv nicht die einzigen Schwachstellen im Netz.

Preiserhöhung. In Verbindung mit der Unzuverlässigkeit und dem umbau-bedingten Wegfall einiger meiner Verbindungen empfinde ich es als eine ziemliche Frechheit, wie selbstverständlich mal wieder eine Preiserhöhung anzukündigen. Nebenbei: Ob Stuttgart über oder unter dem Durchschnitt der 73%-ÖPNV-Preissteigerung in Deutschland liegt, müsste ich mal recherchieren, wenn mir da niemand zuvorkommt.

Fehlende Flexibilität. Ich arbeite seit diesem Jahr nur noch in einer Vier-Tage-Woche. Trotz des neuen eTickets gibt es immer noch keine Möglichkeit eine gewisse Flexibilität zu haben (z.B. günstigerer Preis bei reduzierter Gültigkeit oder erweiterbare Plus-Funktionen am arbeitsfreien Tag).

Sonstige Vergünstigungen. Gerade vor Kurzem ist wieder ein Kundenmagazin ins Haus geflattert, welches ich nach kurzem Durchblättern so ins Altpapier schmeißen musste. Keine Infos und kein Mehrwert für mich als ÖPNV-Nutzer. Ähnlich ist es mit diversen Aktionen (z.B. reduzierte Preise auf dem Cannstatter Wasen), die vermutlich auch mit einem (Werbe-) Budget bezahlt werden. Ich will so etwas nicht. Ich will ein vernünftiges Netz und keine sonstigen, unsinnigen Ausgaben mitbezahlen müssen.

Polygo-Karte. Diese Karte bringt mir keinerlei Vorteil bei einigen Nachteilen. Z.B. kann ich mit dieser Karte keine Call-a-bike Fahrräder mehr ausleihen, was mir dem alten Mobilpass problemlos ging. Mehr habe ich dann auch nicht mehr probiert. Abgesehen davon bin ich mir sicher, dass dieses System bei Kontrollen nicht perfekt funktionieren wird und ich definitiv kein Interesse daran habe, bei einer solchen Massenkontrolle unter unverhältnismäßig großen Polizeischutz (teilweise mit schwerer Bewaffnung!) aufzufallen, weil das Auslesesystem fehlerhaft funktioniert.
So wie Sie sich in den letzten Jahren im öffentlichen Bild zeigten, wird Ihnen das auch völlig egal sein und ich werde in einem solchen Fall Strafzahlungen erwarten müssen und eine nervige und unsinnige Organisation, um ihren Fehler dann wieder zu korrigieren.

Nein, danke. Es reicht mir!
Gestalten Sie endlich einen attraktiven Nahverkehr zu vernünftigen Konditionen, dann nehme ich wieder teil. So nicht.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Hoyer

Vorstellung vs Realität

aus irgend einer Idee heraus habe ich beschlossen, auf meinen Fensterbänken bunte Blumen wachsen zu lassen. Im meiner Vorstellung hätte das dann so toll aussehen sollen (hab ich heute auf einer kleinen Montags-Radtour so gesehen).
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Meine Blumen scheinen aber ziemliche Diven zu sein, die schon nach einem einzigen Tag ohne Wasser ihre Köpfe und den ganzen Text hängen lassen und dann so aussehen.
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Mal sehen, ob ich es diesem Sommer durchhalte, dass diese Blumen nicht vertrocknen.
Und nächstes Jahr überlege ich mir das bestimmt nochmal etwas genauer….  ;~)
Ansonsten habe ich auf der Tour auch noch das „Tor ins Remstal“ entdeckt – und das obwohl ich eigentlich gar keine Berge fahren wollte.
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Montags!

bestimmt wird der Montag mein neuer Lieblings-Tag. Seit diesem Juli habe ich nämlich nur noch eine Vier-Tage-Woche, Dienstag bis Freitag.
Dieser Montag zählt noch nicht ganz dazu, weil ich sowieso noch Urlaub habe. Aber trotzdem habe ich mir heute mal ein gemütliches Frühstück beim kleinen Kiosk um die Ecke gegönnt.
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Sternfahrt

letzte Woche hat Berlin Aufsehen erregt – bis zu 140.000 Fahrrad-Fahrer haben sich bei der dortigen Sternfahrt beteiligt. In Stuttgart hätte es dieses Jahr eigentlich keine geben sollen, weil der ADFC sich aus der Organisation zurückgezogen hat (so habe ich gehört). Also haben die Organisatoren der verschiedenen Critical Mass-Fahrten im Stuttgarter Großraum eine organisiert. Das Wetter hat auch für diesen Tag keine Ausnahme gemacht und sich von seiner besten „deutscher Sommer“-Seite gezeigt: Regen, Regen, Regen; schon seit Tagen und die Vorhersage für heute eben auch: Regen. Was soll’s – es geht ja um eine gute Sache, also rein in die S-Bahn und raus aus der Stadt zu meinem ausgesuchten Treffpunkt fahren. Während ich dort warte, bis ich abgeholt werde, stelle ich noch fest, dass meine Anlage irgendwie kaputt zu sein scheint, ich habe in der Konfiguration nur rechts Musik, links ist tot. Also nochmal alles schnell umstecken und auf das Mikrofon verzichten. Ist vielleicht besser so, wo soll das im Regen auch hin?

Stuttgarter Rad-Sternfahrt
Letztendlich waren es dann 600-800 Fahrrad-Fahrer, die trotz Regens (der eine Schauer hatte uns innerhalb von wenigen Minuten komplett durchnässt!) teilgenommen haben. Wer seine Strecke aufgezeichnet und bei Stava hochgeladen hat, der erscheint auch in dieser „Flyby“-Karte. Und hier noch die offizielle Homepage dieser Veranstaltung: http://critical-mass-sternfahrt.de

Die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten haben auch schon berichtet und über die Teilnahme eines C/D/E-Promis geschrieben – in dem Foto-Klickstream von 10 Bildern bin hingegen ich (solo) auf zwei Bildern drauf und auf einem dritten noch in der Menge zu erkennen.

neue Spülmaschine

irgendwie hat die alte Spülmaschine den Geist aufgegeben. Sie pumpt einfach so lange Wasser rein, bis es vorne wieder rausläuft; und das dann stundenlang. Mit irgendeinem Programm fängt sie nicht an, es wird nur (wenig) Wasser reingepumpt. Meine Laien-Diagnose ist, dass da irgendein Schwimmer evtl. kaputt ist und eben kein Signal gibt, dass es mal langsam reicht. Da ich aber weder fundierteres Wissen dazu habe und auch echt keine Lust dazu habe, dieses alte Ding noch irgendwie zu reparieren, besorge ich mir einfach eine neue.
Nächstes Problem: Wie kriege ich die nach Hause? Für 10€ könnte man die sich zwar liefern lassen – aber wieso soll ein LKW durch die Stadt fahren, nur um meine Spülmaschine zu mir zu bringen? Ich erzähle ständig, dass man kein Auto (und erst recht keine LKWs) für den privaten Gebrauch benötigt – da muss ich dann auch mit gutem Beispiel voran gehen!
Ich habe mir ein Pedelec inkl. Anhänger beim freien Lastenrad-Verleih hier in Stuttgart ausgeliehen! Eigentlich wollte ich das Rapid-Rad, aber das war gerade nicht verfügbar, daher eben diese Anhänger-Lösung. Mit der aufgeladenen Spülmaschine und einem Sackkarren sah das dann so aus:
Spülmaschinentransport per Fahrrad
Dabei musste ich auch über den Killesberg, das sind etwa 100 Höhenmeter – ist mit der elektronischen Unterstützung allerdings überhaupt kein Problem! Wird echt Zeit, dass ich auch mal mein eigenes Lastenrad kriege! ;~)
Auf der Fahrt wurde ich einmal von einem Auto (aus Reutlingen, RT) angehupt – Volldepp. Dabei dachte ich mir: Jedes Mal, wenn ich angehupt werde, fahre ich einmal völlig sinnlos mit so einem Gefährt langsam durch die Stadt. Bis es auch der letzte Autofahrer gelernt hat.
Zuhause musste ich meine Aussage „ist doch nur eine Spülmaschine, die wiegt doch nix“ revidieren. Wenn man sie mit dem Sackkarren in den zweiten Stock hochziehen darf/muss, wird sie von Stufe zu Stufe schwerer. Aber sie ist jetzt da – irgendwann muss ich das Spielchen wohl andersrum machen, die alte muss ja schließlich auch mal weg. Braucht sie jemand? Wird verschenkt!

Übermorgen-Markt

in Stuttgart haben ein paar Jungs das Übermorgen Magazin gegründet, welches sich mit allem befasst, was sich unter dem Themenkomplex „Nachhaltigkeit“ eingliedern lässt. Da sind ganz „normale“ Themen dabei, wie Ernährung und Kleidung, aber auch andere, die man zuerst mal nicht unbedingt dort erwarten würde, wie z.B. nachhaltige Clubkultur oder Filmfestivals zu dem Thema. Da Magazine nicht genug sind, um die Menschen anzusprechen und die Welt zu verbessern, haben sie einen Markt auf dem Stuttgarter Marienplatz veranstaltet. Dort durften sich dann all diese Läden, Genossenschaften und Initiativen der Öffentlichkeit vorstellen.
Einmal habe ich kurz ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut, als ich bei einem Stand „arisch und vegan“ gesehen habe – es kam aber nur auf den Standpunkt an, das „veget“ war einfach verdeckt.

(veget) arisch und vegan

(veget) arisch und vegan

Und auf dem Heimweg dann das genaue Gegenteil davon gesehen: ein ‚getunter‘ Polo, der natürlich mit laut aufheulendem Motor an mir auf dem Rad vorbei gefahren ist, aber an jeder der nächsten Ampeln wieder hinter mir war. Der super-bescheuerte Aufkleber (irgendwie fehlen mir immer noch die Worte dazu) und das von den Stuttgartern als so lächerlich angesehene „Doppelbuchstaben-Kennzeichen“ haben das Bild des Dorf-Trottels voll bestätigt.
das Gegenteil: getunter Polo

Critical Mass Stuttgart, Mai 2016

kurz vor der Mai Critical Mass in Stuttgart habe ich mitbekommen, dass beim Lastenrad-Verkauf Hyggelig ganz neu ein Urban Arrow Lastenrad bereit steht. Da dies einen Bosch-Motor hat, steht es für mich in der engeren Auswahl. Auf die Nachfrage, ob ich es zufällig bei der nächsten Critical Mass danach mal Probe fahren könnte, wurde mir sogar geantwortet, dass ich es die ganze Tour haben könnte. YEAH!
Also habe ich das Rad abgeholt und zuhause schnell mal auf meinem Parkplatz probe-geparkt. Dann noch die mobile „Anlage“ vorne rein und ab damit! 🙂
CriticalMass Stuttgart Mai /2
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