Archiv der Kategorie: Veränderungen

Demo für saubere Luft

ein Bündnis aus verschienenden Initiativen hat für den 30. März in Stuttgart zu einer großen Fußgänger- und Radler-„Demo für saubere Atemluft“ aufgerufen. Klar, dass ich da auch dabei bin. Und einfach nur mit einem Rad zu fahren ist mir ja zu langweilig, daher habe ich mal die halbfertige Konstruktion von der Stuttgarter Lastenrad-Initiative mitgenommen. So eine Kiste zieht durchaus einige Aufmerksamkeit auf sich, jede/r die/der vorbeigefahren ist, musste unbedingt mal reinschauen (und war etwas enttäuscht, dass nix drin war). Meine Musikananlage habe ich in der Früh auch vergessen, als ich das Haus verlassen habe. An 1000 Sachen zu denken ist ja eher nicht so mein Ding….

Das sah im Stand dann aber trotzdem noch in etwa so aus:

Und beim Fahren so; natürlich mit Feinstaub-Maske, schließlich fahren wir ja am Neckartor vorbei, der Messstelle in Deutschland mit der konstant dreckigsten Luft. Und Feinstaub-Alarm war auch, trotzdem wird ein Verkehrschaos befürchtet (zur Erinnerung: bei Feinstaub-Alarm wird an die Vernunft der Autofahrer appeliert, das Auto freiwillig stehen zu lassen. Was bisher jedoch noch nie merklich gemacht wurde.)

Bevor es losging bin ich am Start noch einer Moderatorin von Radio Energy (NRJ) über den Weg gelaufen, der ich ein Telefon-Interview geben sollte. Ich habe es zwar versucht, an jemand anderen abzudrücken, aber auf die Schnelle niemand gefunden. Falls mich also zufällig jemand gehört haben sollte, wäre ich interessiert daran, wie mein Gestammel denn rüberkam?
Ob mein T-Shirt („Niemand muss Auto fahren“, hinten drauf) oder das Gespann noch in anderen Nachrichten zu sehen war, kann ich nicht sagen. Ich habe es nicht so genau verfolgt, aber zumindest noch keine Rückmeldung bekommen, dass mich jemand gesehen hätte….

mein Feinstaub-Messgerät

vor ein paar Tagen war ich noch beim Stuttgarter Shackspace, wo die Initiative luftdaten.info alle vier Wochen ein „betreutes Basteln“ anbietet. Deren Idee finde ich sehr gut, dass sich die Bürger in der Stadt selbst Feinstaub-Sensoren aufhängen und damit eine aussagekräftigere Messung bekommen, als die wenigen offiziellen Messstellen der Stadt es vermögen.
Zufällig war bei dem Treffen auch ein Film-Team der Stuttgarter Zeitung vor Ort und wollte einen der knapp 30 Bastler und Interessierten filmen. Ich bin jetzt zwar bestimmt kein super-Schauspieler, aber für diese gute Sache habe ich es einfach mal probiert.
Das sah dann ungefähr so aus:

Eigentlich war meine Idee, diesen Sensor an der Fassade des Kulturzentrum Merlin aufzuhängen. Diverse Widerstände (z.B. ästhetischer Art „diese Abflussrohre sehen aber doof aus!“) und auch technische Probleme (kein Strom an der Fassade und zu schlechte WLAN-Anbindung) haben das verhindert. Also habe ich das Ding dort nicht aufgehängt, sondern bei mir im zweiten Stock an das Fallrohr der Regenrinne gebastelt. Irgendwann nach Weihnachten wird es einen zweiten Filmtermin geben, bei dem ich dieses Messgerät dann nochmal aufhängen werde.
Inzwischen sendet mein Messgerät und ist auch in der Karte als einer von dreien in dem Hexagon, auf das der blaue Pfeil zeigt sichtbar. Das (schlecht) gezeichnete Sechseck ohne Messwerte beinhaltet das Merlin. Wer weiß, vielleicht bekomme ich dort mal noch Strom an die Fassade organisiert, dann male ich die grauen Rohre noch bunt an und alles wird gut.

Ausschnitt aus der Feinstaub-Karte mit meinem Messgerät

Ausschnitt aus der Feinstaub-Karte mit meinem Messgerät

Critical Mass, Dezember

natürlich kann man auch im Dezember Rad fahren! Man muss nur genügend anziehen – und selbst das war (noch) nicht mal nötig, ich hatte für die knapp zweistündige Radfahrt durch die Stadt nicht mal Handschuhe an. Am Tag davor hatte ich noch diesen Hänger aus Feuerbach abgeholt und ihn im Feierabend-Verkehr auf der kompletten rechten Spur der B27 gezogen. Ganz schön nervig, wenn man in dem Auto-Stau steht und nicht zwischen den Autos nach vorne fahren kann. Manche Menschen machen das sogar jeden Tag freiwillig – unverständlich!

Diese Hänger sind selber zusammengebaut; die Vorlage kommt von CarlaCargo und wurde für jede/n zum freien Nachbauen ins Internet gestellt. Von diesem Workshop habe ich leider im Voraus nichts mitbekommen, als es dann soweit war, konnte ich es nur schlecht einrichten. Ein paar Stunden habe ich dennoch mitgemacht.

unterwegs mit Lastenrad und Anhänger

unterwegs mit Lastenrad und Anhänger

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kaputtes Lastenrad

manche wundern sich darüber, wie ich meine ganze Freizeit außerhalb meiner Vier-Tage-Arbeitswoche fülle. Allerdings kommt es mir gerade ein bisschen so vor, wie beim typischen „Rentner-Syndrom“. Je weniger ich arbeite, desto weniger Zeit habe ich.
Das ist natürlich Quatsch, weil jede/r Mensch die genau gleichen 24h hat.
Ich werde mich jetzt noch ein bisschen bei der Initiative „freie Lastenräder für Stuttgart“ engagieren. Da bin ich schon zu einem sog. „Radpaten“ auserkoren worden. Dummerweise von einem Rad, das jetzt kaputt gegangen ist. Da es irgendwas an der Elektrik/Elektronik ist, kann ich hier auch gar nix machen. Auf jeden Fall habe ich mal alles relevante abgeschraubt und ausgesteckt – aber das hilft leider auch nicht viel. Da muss ich wohl mal nach ein bisschen Unterstützung Ausschau halten. Wichtig wäre es  schon mal, bei dem kalten und dunklen Wetter wenigstens eine geheizte und beleuchtete „Garage“ (o.ä.) mit dem nötigen Werkzeug zu finden.
Bevor ich das angehe, bin ich mit dem Rad (ohne Motor, puh) noch ein bisschen durch die Stadt gefahren, habe vor dem Jazzclub Bix geparkt und mir das Konzert von BRTHR angeschaut.
BRTHR soll übrigens für Brother und nicht für Barthaar stehen.

mit dem Rapid am Bix

mit dem Rapid am Bix

globales Wetter

diese Tage bin ich auf einen Tweet gestoßen, der eine Grafik beinhaltete, die die Größe der Eisfläche/Eismasse an den beiden Polen aufzeigt. Die rote Kurve für dieses Jahr fällt erschreckend auf:


In den Kommentaren kann ich einen weiteren Link zu einem US-Wetterblog finden, der ebenfalls eine solche Grafik hat, außerdem noch ein paar weitere Grafiken und Zusammenhänge, leider alles auf englisch.
Die durchaus als seriös zu bezeichnende Washington Post hat ebenfalls einen Artikel zu diesem Phänomen erstellt, in dem diese Fakten zum Teil genannt werden. Ich denke, dass mit der dort vorherrschenden journalistischen Sorgfalt diese Grafiken durchaus als „real“ angesehen werden können und keine billigen Bildbearbeitungen oder sonstige „Fake News“ sind. Alleine die Zahl, dass am Nordpol aktuell 20°C mehr als der jahrelange Durchschnitt gemessen wird, ist bestimmt kein gutes Zeichen – auch wenn „wenige Kilometer weiter“ in Sibirien 20°C weniger gemessen werden. 🙁

Irgendwie wussten wir doch schon immer, dass unser globales Wetter kaputt ist. Diese Analysen lassen vermuten, dass wir inzwischen am „Point of no return“ vorbeigerauscht sind. Welche (negativen) Auswirkungen das alles haben wird, werden wir in den nächsten Jahren wohl am eigenen Körper miterleben müssen. Mit viel Glück wird es uns in Mitteleuropa erst mal nur wenig treffen; indirekte Auswirkungen, wie Bienensterben, (Klima-)Flüchtlinge, wochenlange Inversionswetterlagen, etc. haben wir jetzt schon.

Interview-Fotoanfrage und darktable

vor ein paar Tagen klingelte das Telefon, ein gig-blog-Kollege macht eine Radio-Sendung und hat die schweizer Band „Al Pride“ eingeladen, die danach noch ein Konzert im 1210 geben wird. Dieses Sendung möchte er gerne fotografiert und gefilmt haben, das kriegt er neben dem Moderieren nicht hin. Also gut, probiere ich das halt auch mal.
Raus gekommen sind die Bilder, die beim gig-blog zu sehen sind, ein LInk zu dem Video ist auch dabei. Dazu habe ich aber nur seine Kamera genommen und ein bisschen „draufgehalten“.
Was mich seit ein paar Wochen beim Fotografieren etwas stört: ich kann meinen „gewohnten“ Arbeitsablauf mit dem gekauften Programm Lightroom nicht mehr nutzen, weil mein Windows-Rechner kaputt ist. Der will nicht mehr booten und ich will ihn erstmal nicht komplett platt machen, weil ich gar nicht mehr so recht weiß, was ich davon noch sichern müsste/sollte. Mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln kriege ich ihn auf jeden Fall nicht mehr gestartet. Die Alternative ist Linux zu nutzen. Das geht halt immer, zumindest nach drei Versionsupdates (hab ich wohl schon ein Weilchen nicht mehr angefasst). Dort gibt es ein ähnliches Programm (darktable), was sogar OpenSource ist, aber dafür in manchen Details und Features (komplett) anders ist. Manche Dinge sind – soweit ich das nach einigen Galerien bisher sagen kann – besser, andere Sachen sind aber viel schlechter oder komplizierter oder einfach gar nicht umsetzbar.
Mal sehen, ob ich das alles noch gelernt kriege oder irgendwann der WIndows-Rechner auf wundersame Weise wieder geht….

Al Pride in der Sendung Satokii im Freien Radio Stuttgart

Al Pride in der Sendung Satokii im Freien Radio Stuttgart

Von dort geht’s dann gleich mit der Kamera weiter ins InDieWohnzimmer nach Feuerbach um die zweite Band an diesem Tag zu fotografieren. Auch davon gibt’s Bilder im Internet, natürlich ebenfalls beim gig-blog über The Soulboy Collective. Und gerade bei solchen Lichtverhältnissen tue ich mir mit dieser darktable-Software ziemlich schwer….

Critical Mass, (natürlich) mal wieder

am ersten Freitag im Monat ist – wie immer – die Critical Mass Raddemo hier in Stuttgart. Diesmal habe ich mal wieder ein neues Lastenrad ausgeliehen bekommen. Es handelte sich um das MK1-E von Butchers & Bicycles. Leider hat es nicht funktioniert, zwischen
* Büro verlassen
* auf dem Heimweg dieses Fahrrad abholen
* ein bisschen alleine Test-fahren (es hat schließlich eine gewöhnungsbedürftige Neigetechnik)
* die Musikanlage aus dem Hänger in diese Kiste einbauen
* zum Feuersee zu fahren
noch Bilder davon oder zumindest irgendwelche Selfies zu machen. Das Smartphone musste ja am Lenker montiert werden und hatte dann die Aufgabe, Musik abzuspielen. Auch hatte ich dieses Mal keine Zeit, mich auf die Strecke vorzubereiten. Beim letzten Mal habe ich mir eine strategische andere Strecke ausgedacht: ich habe einfach immer irgendwelche Abkürzungen gesucht und dann dort wieder auf die Masse der Fahrräder gewartet. Damit hatten nicht nur die 50 Leute um mich rum etwas von meiner Musik, sondern alle, die an mir an jedem Standort vorbeigefahren sind. Zusätzlich hat man auch einen tollen Überblick über alle Teilnehmer.
Trotz relativ kalter Witterung und ein paar Tröpfchen bei meiner Probefahrt waren etwa 450 Radfahrer bei der Party auf zwei Rädern dabei!
Vielen Dank an hyggelig für das Rad! 🙂
Es ist tatsächlich ein etwas anderes Gefühl mit so einem Rad zu fahren und man braucht anfangs und vor allem bei langsameren Fahrten/beim Anfahren etwas mehr Platz, jede/r die/der es sich auch mal überlegt und weniger Erfahrung mit Zwei-/Dreirädern hat, sollte sich besser überlegen, ob er/sie sich gleich nach ein paar Minuten damit in eine Masse von einigen hunderten Radlern stürzt. Aber man kann wenigstens nicht umfallen – zumindest nicht aus Versehen. ;~)

Offener Brief

von „offenen Briefen“ habe ich schon öfters mal etwas gelesen. Auf wikipedia gibt es dazu sogar einen ganzen Artikel. Da ich aktuell mein ÖPNV-Abo kündigen will, dachte ich, dass ich dies zum Anlass nehmen könnte, auch mal einen solchen „offenen Brief“ verfassen könnte, schließlich gibt es genügend Gründe, nicht mehr am Stuttgarter Nahverkehr teilzunehmen.
Diesen Brief habe ich über das Formular bei der SSB abgeschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich mein VVS Jahresticket+ zum Ende des nächsten Monats, sprich zum 30.11.2016.

Die Gründe werden sie wohl nicht interessieren, dennoch möchte ich Sie sowohl hier als auch in einem „offenen Brief“ darlegen.

Unzuverlässigkeit. Dass kaum noch eine Bahn (gerade im Berufsverkehr) pünktlich fährt ist kein Geheimnis. Diese Unzuverlässigkeit hat mich schon vor geraumer Zeit dazu animiert, an den allermeisten Tagen zum Fahrrad-Pendler zu werden. Mein VVS-Ticket habe ich dennoch behalten, da ich es bisher auch noch als eine Art „Solidaritätsbeitrag“ gesehen habe.

Umbau. Die Schließung der Haltestelle Staatsgalerie betrifft mich direkt.

Schlechte Anschlüsse. Eine Verbindung, die ich sehr schlecht geplant finde, ist der Anschluss vom 41er Bus zur S-Bahn Feuersee. Der Bus kommt oben an, während unten die Bahn weg fährt. Blöd, wenn man dann meist länger auf die nächste Bahn warten muss, als man damit fährt. Und dass das nächste Freibad aus dem Westen (Killesberg) überhaupt gar nicht an das ÖPNV Netz angeschlossen ist verwundert mich schon seit Jahren jeden Sommer aufs Neue. Diese beiden Beispiele sind definitiv nicht die einzigen Schwachstellen im Netz.

Preiserhöhung. In Verbindung mit der Unzuverlässigkeit und dem umbau-bedingten Wegfall einiger meiner Verbindungen empfinde ich es als eine ziemliche Frechheit, wie selbstverständlich mal wieder eine Preiserhöhung anzukündigen. Nebenbei: Ob Stuttgart über oder unter dem Durchschnitt der 73%-ÖPNV-Preissteigerung in Deutschland liegt, müsste ich mal recherchieren, wenn mir da niemand zuvorkommt.

Fehlende Flexibilität. Ich arbeite seit diesem Jahr nur noch in einer Vier-Tage-Woche. Trotz des neuen eTickets gibt es immer noch keine Möglichkeit eine gewisse Flexibilität zu haben (z.B. günstigerer Preis bei reduzierter Gültigkeit oder erweiterbare Plus-Funktionen am arbeitsfreien Tag).

Sonstige Vergünstigungen. Gerade vor Kurzem ist wieder ein Kundenmagazin ins Haus geflattert, welches ich nach kurzem Durchblättern so ins Altpapier schmeißen musste. Keine Infos und kein Mehrwert für mich als ÖPNV-Nutzer. Ähnlich ist es mit diversen Aktionen (z.B. reduzierte Preise auf dem Cannstatter Wasen), die vermutlich auch mit einem (Werbe-) Budget bezahlt werden. Ich will so etwas nicht. Ich will ein vernünftiges Netz und keine sonstigen, unsinnigen Ausgaben mitbezahlen müssen.

Polygo-Karte. Diese Karte bringt mir keinerlei Vorteil bei einigen Nachteilen. Z.B. kann ich mit dieser Karte keine Call-a-bike Fahrräder mehr ausleihen, was mir dem alten Mobilpass problemlos ging. Mehr habe ich dann auch nicht mehr probiert. Abgesehen davon bin ich mir sicher, dass dieses System bei Kontrollen nicht perfekt funktionieren wird und ich definitiv kein Interesse daran habe, bei einer solchen Massenkontrolle unter unverhältnismäßig großen Polizeischutz (teilweise mit schwerer Bewaffnung!) aufzufallen, weil das Auslesesystem fehlerhaft funktioniert.
So wie Sie sich in den letzten Jahren im öffentlichen Bild zeigten, wird Ihnen das auch völlig egal sein und ich werde in einem solchen Fall Strafzahlungen erwarten müssen und eine nervige und unsinnige Organisation, um ihren Fehler dann wieder zu korrigieren.

Nein, danke. Es reicht mir!
Gestalten Sie endlich einen attraktiven Nahverkehr zu vernünftigen Konditionen, dann nehme ich wieder teil. So nicht.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Hoyer

ex-WhatsApp

es ist ja schon ganz schön lange her, als diese bescheuerte Werbung „in“ war. Damals gab es noch nicht mal so richtiges Internet, man schaute damals „lustige Werbeclips“ im Fernsehen an. Es war aber damals auch schon so, dass die US-Werbe-Industrie beim jährlichen Superbowl-Finale möglichst herausragende Werbeclips vorzeigen mussten; wobei die dann nicht zwingend auch sehr gut sein mussten, wie das Beispiel von Budweiser zeigt:

Der Clou war einfach der, dass alle nur noch „Whassup?“ rumbrüllten, was sogar hier in Deutschland in der entsprechenden Generation ganz gut funktionierte. Ohne es jemals irgendwo gelesen zu haben, vermute ich, dass die Entwickler von WhatsApp sich diese Werbeclip-Reihe als Namensgeber ausgesucht haben.
Diese Firma wurden dann irgendwann mal von facebook gekauft und sind damit vermutlich ein bisschen reich geworden. Mir hätte das ja schon gereicht, ich wäre aus dem Business ausgestiegen – aber das nur nebenbei.
Aktuell macht dieses WhatsApp wieder Schlagzeilen, weil sie eine neue Stufe des Datenaustauschs einführen. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden nun alle Daten mit facebook ausgetauscht und dann auch für Werbezwecke verwendet/verkauft.
Da ich sowieso noch nie ein großer Freund von diesem WhatsApp/facebook-Datensammeln war, ist das der perfekte Zeitpunkt um auszusteigen. Heute ist die letzte Möglichkeit, hierzu Widerspruch einzulegen – ich habe mein Profil dort gleich komplett gelöscht. Zu erreichen bin ich jetzt eher über Threema oder Telegram. eMail oder Telefon geht natürlich auch noch.

Sarah Kuttner Lesung

so recht weiß ich auch nicht, was ich schreiben soll.
Früher war ich mal großer Fan von Sarah Kuttner, wegen ihr habe ich mir in Karlsruhe einen Fernseher und sogar einen HD-Recorder gekauft, das mit dem Internet-Streaming war damals einfach noch nicht so weit. Dafür gab es noch „Musik-Fernsehen“ und ihre Sendung musste ich einfach sehen. Das ging soweit, dass ich sogar für die allerletzte Sendung damals nach Berlin geflogen bin (was ganz schön teuer war, denn diese Sendung wurde recht spontan noch verschoben). Ihre erste Lese-Reise (mit den Kolumnen) habe ich dann noch recht ausgiebig verfolgt und auch eine Fan-Kopie dieses Projekts ins Netz gestellt (funktioniert aber gerade nicht). Danach habe ich sie allerdings aus den Augen verloren. Den Fernseher und HD-Recorder verscherbelt und bin auch nicht ins Streaming der irgendwann folgenden Sendungen eingestiegen. Nur auf facebook und twitter schaue ich bei ihr ab und zu noch vorbei; die von ihr früher so verhassten Social Media Kanäle (hieß das früher auch schon so?). Selbst ihre eigene Domain verweist inzwischen auf ihre facebook-Seite.
Die weiteren Lesereisen habe ich dann auch ausfallen lassen, wohl eher unbewusst. Bis auf heute, denn das („mein“) Merlin veranstaltet es dieses Mal, und ich gehe zusätzlich noch zum Fotografieren hin.
Mit der vorgelesenen Geschichte kann ich überhaupt nichts anfangen und die Anekdoten dazwischen kommen mir auch alle recht „bekannt“ vor. Nicht dass ich sie kennen würde, es ist eher die inhaltlicher Art und der Vortragsstil – das kenne ich doch schon seit über 10 Jahren. Und offenbar ist es bei mir inzwischen „abgenutzt“.
In den fünf erlaubten Foto-Minuten ist dann auch nicht besonders viel rausgekommen, wie denn auch, wenn einfach eine Person am Tisch sitzt und aus einem Buch vorliest? Mehr auf jeden Fall beim gig-blog.
Sarah Kuttner, Im Wizemann, Stuttgart
Und während ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, dass es für mich keinen Grund mehr gibt, ihr weiterhin zu „folgen“. Da half auch kein „Daumen hoch“ von ihr mehr, als sie das T-Shirt ihrer Show an mir gesehen hat; und das musste ich ziemlich lange suchen, es lag sogar schon auf dem Stapel der aussortierten Kleidung. Im echten Leben war ich schon schneller, als bei meinen digitalen Identitäten….

Feinstaub-Alarm

ach, das ging überraschend schnell. Zum Jahreswechsel hat die Stadt Stuttgart beschlossen, Feinstaub-Alarm auszulösen, wenn es nötig wird. Und gute zwei Wochen später ist es schon so weit. In den ersten zwei Jahren ist das noch alles freiwillig; mal sehen, wie viele Leute am Montag freiwillig auf das Auto verzichten werden.
Da mir sonst immer gerne mal Pessimismus vorgeworfen wird (den ich eher als Realismus auslege) hier einfach mal meine schnelle Einschätzung: Ich befürchte ja ganz optimistisch, dass bei den ersten paar Malen das noch ein bisschen befolgt wird, aber in kurzer Zeit wird sich niemand mehr daran halten. Mal sehen – und wer weiß, wie sich die Menschen verhalten würden, wenn man nicht vom halbwegs niedlichen Wort „Feinstaub“, sondern vom eher treffenden und genauso griffigen „Giftstaub“ redete….
Mehr Infos darüber auf der offiziellen Seite der Stadt.

neues zur Butter

immer mal was Neues – eigentlich habe ich damit ja auch kein Problem.
Die Butter ist, zumindest glaube ich das, teurer geworden. Meinetwegen, die Butterhersteller sollen ja auch leben können.
Aber warum haben die das Format der Butter geändert? Das passt jetzt zwar besser auf mein tolles Butter-Tablettchen, aber der Deckel geht nicht mehr zu. Jetzt müsste ich vom „Butterschneider“ zum „Butterschaber“ werden und die oberen zwei oder drei Millimeter von der Butter abschaben. In der Zeit kann ich die Butter dann nur ohne Deckel in den Kühlschrank stellen. S k a n d a l !!
neues zur Butter, in Preis und Format

Park(ing) Day 2015

nachdem ich letztes Jahr zum ersten Mal probierte, bei dem Park(ing) Day in Stuttgart mitzumachen (wasndas?), wurde ich dieses Jahr wieder von diesem regelmäßigen Termin am dritten Freitag im September überrascht. Also gut – dann halt schnell noch diese Kundgebung beim Amt für öffentliche Ordnung anmelden. Kurz drauf standen dann schon die Halteverbotsschilder und ein paar Absperrbaken an diesem tristen Parkplatz bereit.
Park(ing) Day Stuttgart 2015 - vorher
Auf dem Weg zu meinem Parkplatz bin ich in einen Regenguss gekommen, der – hoffentlich – nicht die Besucher abschrecken wird.
Der Parkplatz war wirklich frei – was mich in der Tat ein bisschen überrascht hat – also ging es mit dem Aufbau los. Alles, was ein bisschen Gemütlichkeit versprechen könnte, habe ich dort aus dem Merlin hingestellt, vorneweg natürlich die Hollywood-Schaukel. Am Ende sah es dort dann durchaus einladender aus, nämlich so:Park(ing) Day Stuttgart 2015 - aufgebaut
Zu Besuch kamen neben ganz „normalen“ Passanten auch die Polizei, die eine Liste mit allen Parks hatte und diese abfuhren; sie boten mir ihre Hilfe bei jeglichen potentiellen Streitigkeiten an (brauchte ich allerdings nicht) und auch ein Fotograf der Bild-Zeitung (das hat er aber erst gesagt, als er schon Fotos gemacht hatte). Zähneknirschend willigte ich in die Veröffentlichung ein, hier ging es ja um „die Sache“ – letztendlich ist mein Bild aber nicht in dieser „Zeitung“ erschienen.
Schön wäre es, wenn man viele der Parkplätze in der Stadt dauerhaft in kleine Parks oder Hollywood-Standplätze verwandeln könnte – das ist einfach so unglaublich sinnvoller, als dort ca. 24h pro Tag ein privates Auto hinzustellen.
Ich bin mal gespannt, wie die anderen 14 Stuttgarter Parks aussahen und hoffe, dass ich nächstes Mal ein bisschen früher daran denke und etwas mehr Vorbereitungszeit haben werde. Mitmachen werde ich auf jeden Fall wieder!