Archiv der Kategorie: Veränderungen

ex-WhatsApp

es ist ja schon ganz schön lange her, als diese bescheuerte Werbung „in“ war. Damals gab es noch nicht mal so richtiges Internet, man schaute damals „lustige Werbeclips“ im Fernsehen an. Es war aber damals auch schon so, dass die US-Werbe-Industrie beim jährlichen Superbowl-Finale möglichst herausragende Werbeclips vorzeigen mussten; wobei die dann nicht zwingend auch sehr gut sein mussten, wie das Beispiel von Budweiser zeigt:

Der Clou war einfach der, dass alle nur noch „Whassup?“ rumbrüllten, was sogar hier in Deutschland in der entsprechenden Generation ganz gut funktionierte. Ohne es jemals irgendwo gelesen zu haben, vermute ich, dass die Entwickler von WhatsApp sich diese Werbeclip-Reihe als Namensgeber ausgesucht haben.
Diese Firma wurden dann irgendwann mal von facebook gekauft und sind damit vermutlich ein bisschen reich geworden. Mir hätte das ja schon gereicht, ich wäre aus dem Business ausgestiegen – aber das nur nebenbei.
Aktuell macht dieses WhatsApp wieder Schlagzeilen, weil sie eine neue Stufe des Datenaustauschs einführen. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden nun alle Daten mit facebook ausgetauscht und dann auch für Werbezwecke verwendet/verkauft.
Da ich sowieso noch nie ein großer Freund von diesem WhatsApp/facebook-Datensammeln war, ist das der perfekte Zeitpunkt um auszusteigen. Heute ist die letzte Möglichkeit, hierzu Widerspruch einzulegen – ich habe mein Profil dort gleich komplett gelöscht. Zu erreichen bin ich jetzt eher über Threema oder Telegram. eMail oder Telefon geht natürlich auch noch.

Sarah Kuttner Lesung

so recht weiß ich auch nicht, was ich schreiben soll.
Früher war ich mal großer Fan von Sarah Kuttner, wegen ihr habe ich mir in Karlsruhe einen Fernseher und sogar einen HD-Recorder gekauft, das mit dem Internet-Streaming war damals einfach noch nicht so weit. Dafür gab es noch „Musik-Fernsehen“ und ihre Sendung musste ich einfach sehen. Das ging soweit, dass ich sogar für die allerletzte Sendung damals nach Berlin geflogen bin (was ganz schön teuer war, denn diese Sendung wurde recht spontan noch verschoben). Ihre erste Lese-Reise (mit den Kolumnen) habe ich dann noch recht ausgiebig verfolgt und auch eine Fan-Kopie dieses Projekts ins Netz gestellt (funktioniert aber gerade nicht). Danach habe ich sie allerdings aus den Augen verloren. Den Fernseher und HD-Recorder verscherbelt und bin auch nicht ins Streaming der irgendwann folgenden Sendungen eingestiegen. Nur auf facebook und twitter schaue ich bei ihr ab und zu noch vorbei; die von ihr früher so verhassten Social Media Kanäle (hieß das früher auch schon so?). Selbst ihre eigene Domain verweist inzwischen auf ihre facebook-Seite.
Die weiteren Lesereisen habe ich dann auch ausfallen lassen, wohl eher unbewusst. Bis auf heute, denn das („mein“) Merlin veranstaltet es dieses Mal, und ich gehe zusätzlich noch zum Fotografieren hin.
Mit der vorgelesenen Geschichte kann ich überhaupt nichts anfangen und die Anekdoten dazwischen kommen mir auch alle recht „bekannt“ vor. Nicht dass ich sie kennen würde, es ist eher die inhaltlicher Art und der Vortragsstil – das kenne ich doch schon seit über 10 Jahren. Und offenbar ist es bei mir inzwischen „abgenutzt“.
In den fünf erlaubten Foto-Minuten ist dann auch nicht besonders viel rausgekommen, wie denn auch, wenn einfach eine Person am Tisch sitzt und aus einem Buch vorliest? Mehr auf jeden Fall beim gig-blog.
Sarah Kuttner, Im Wizemann, Stuttgart
Und während ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, dass es für mich keinen Grund mehr gibt, ihr weiterhin zu „folgen“. Da half auch kein „Daumen hoch“ von ihr mehr, als sie das T-Shirt ihrer Show an mir gesehen hat; und das musste ich ziemlich lange suchen, es lag sogar schon auf dem Stapel der aussortierten Kleidung. Im echten Leben war ich schon schneller, als bei meinen digitalen Identitäten….

Feinstaub-Alarm

ach, das ging überraschend schnell. Zum Jahreswechsel hat die Stadt Stuttgart beschlossen, Feinstaub-Alarm auszulösen, wenn es nötig wird. Und gute zwei Wochen später ist es schon so weit. In den ersten zwei Jahren ist das noch alles freiwillig; mal sehen, wie viele Leute am Montag freiwillig auf das Auto verzichten werden.
Da mir sonst immer gerne mal Pessimismus vorgeworfen wird (den ich eher als Realismus auslege) hier einfach mal meine schnelle Einschätzung: Ich befürchte ja ganz optimistisch, dass bei den ersten paar Malen das noch ein bisschen befolgt wird, aber in kurzer Zeit wird sich niemand mehr daran halten. Mal sehen – und wer weiß, wie sich die Menschen verhalten würden, wenn man nicht vom halbwegs niedlichen Wort „Feinstaub“, sondern vom eher treffenden und genauso griffigen „Giftstaub“ redete….
Mehr Infos darüber auf der offiziellen Seite der Stadt.

neues zur Butter

immer mal was Neues – eigentlich habe ich damit ja auch kein Problem.
Die Butter ist, zumindest glaube ich das, teurer geworden. Meinetwegen, die Butterhersteller sollen ja auch leben können.
Aber warum haben die das Format der Butter geändert? Das passt jetzt zwar besser auf mein tolles Butter-Tablettchen, aber der Deckel geht nicht mehr zu. Jetzt müsste ich vom „Butterschneider“ zum „Butterschaber“ werden und die oberen zwei oder drei Millimeter von der Butter abschaben. In der Zeit kann ich die Butter dann nur ohne Deckel in den Kühlschrank stellen. S k a n d a l !!
neues zur Butter, in Preis und Format

Park(ing) Day 2015

nachdem ich letztes Jahr zum ersten Mal probierte, bei dem Park(ing) Day in Stuttgart mitzumachen (wasndas?), wurde ich dieses Jahr wieder von diesem regelmäßigen Termin am dritten Freitag im September überrascht. Also gut – dann halt schnell noch diese Kundgebung beim Amt für öffentliche Ordnung anmelden. Kurz drauf standen dann schon die Halteverbotsschilder und ein paar Absperrbaken an diesem tristen Parkplatz bereit.
Park(ing) Day Stuttgart 2015 - vorher
Auf dem Weg zu meinem Parkplatz bin ich in einen Regenguss gekommen, der – hoffentlich – nicht die Besucher abschrecken wird.
Der Parkplatz war wirklich frei – was mich in der Tat ein bisschen überrascht hat – also ging es mit dem Aufbau los. Alles, was ein bisschen Gemütlichkeit versprechen könnte, habe ich dort aus dem Merlin hingestellt, vorneweg natürlich die Hollywood-Schaukel. Am Ende sah es dort dann durchaus einladender aus, nämlich so:Park(ing) Day Stuttgart 2015 - aufgebaut
Zu Besuch kamen neben ganz „normalen“ Passanten auch die Polizei, die eine Liste mit allen Parks hatte und diese abfuhren; sie boten mir ihre Hilfe bei jeglichen potentiellen Streitigkeiten an (brauchte ich allerdings nicht) und auch ein Fotograf der Bild-Zeitung (das hat er aber erst gesagt, als er schon Fotos gemacht hatte). Zähneknirschend willigte ich in die Veröffentlichung ein, hier ging es ja um „die Sache“ – letztendlich ist mein Bild aber nicht in dieser „Zeitung“ erschienen.
Schön wäre es, wenn man viele der Parkplätze in der Stadt dauerhaft in kleine Parks oder Hollywood-Standplätze verwandeln könnte – das ist einfach so unglaublich sinnvoller, als dort ca. 24h pro Tag ein privates Auto hinzustellen.
Ich bin mal gespannt, wie die anderen 14 Stuttgarter Parks aussahen und hoffe, dass ich nächstes Mal ein bisschen früher daran denke und etwas mehr Vorbereitungszeit haben werde. Mitmachen werde ich auf jeden Fall wieder!

Stopp-Schild-Party

ja, ich habe es mal wieder in die Zeitung geschafft! Ob ich auch in der gedruckten Ausgabe bin, weiß ich gar nicht, aber in der Online-Ausgabe bin ich drin. Und zwar in einem Bericht zur ersten „Stopp-Schild-Party“ in Stuttgart.
Hier in Stuttgart hat die Stadtverwaltung ein (nebenbei ziemlich unnötiges) Stopp-Schild an der sogenannten „Hauptradroute 1“ aufgestellt. Zusammen mit der Aussage, dass sie den Radverkehr etwa verdreifachen will, macht das alles gar keinen Sinn. Also wurden flix ein paar Radfahrer mobilisiert, die mal darstellen sollten, wie unsinnig das Stoppen für Radfahrer im Allgemeinen – und an dieser Stelle im Speziellen – denn ist.
So, und hier ist der Link zu dem Artikel, ich bin der Typ ganz links, dessen Gesicht leider abgeschnitten ist.
Für mehr Hintergrund-Infos, inkl. einem kurzen Stopp-Video, sollte man hier klicken.

Critical Mass, Juni

natürlich ist auch am ersten Freitag im Juni wieder eine Critical Mass in Stuttgart, die große Fahrraddemo, bei der es soviele Gründe gibt, mitzufahren, wie es Teilnehmer sind (zumindest kann man das hier lesen).
Das Wetter ist super, aber leider ist auch Brückentag; einige potentielle Mitfahrer werden über das lange Wochenende wohl wieder zu ihren Eltern nach Berlin gereist sein. Trotzdem waren etwa 540 Mitradler unterwegs – und wenn man diese Masse hinter sich hat, kann man auch mal solche „Fahrräder verboten“-Schilder ignorieren.
Critical Mass, Juni, Stuttgart
Dummerweise musste ich auch dieses Mal wieder früher aussteigen, da ich – welch Überraschung – noch ein Konzert fotografieren „musste“, mehr dazu hier.

Cold Brew

beim Mokuska, dem Kaffee-Spezialgeschäft bei mir ums Eck gibt es gerade, passend zu den langsam steigenden Temperaturen, ein Cold Brew, laut Internet soll das wohl eine spezielle Art der Kaffee-Zubereitung sein. Für mich als eigentlichen „Nicht-Kaffee-Trinker“ aber vielseitig interessierten Menschen ist das auf jeden Fall mal einen Versuch wert.
Cold Brew Kaffee
Ich nenne es einfach mal Eiswürfel-Kaffee – und diese Eiswürfel haben es mir sogar mehr angetan, als der Kaffee. Nicht mal der Geschmack, die sind auch nur aus Wasser hergestellt, sondern eher ihre Form. Sie waren, im Gegensatz zu allen anderen Eiswürfeln, die ich bisher sah, überhaupt gar nicht abgerundet, sondern hatten überaus „harte“ Kanten, aber trotzdem die typische Würfel-Form. Keine Ahnung, wie diese entstanden sind.

Steckdosen

ja, man kann tatsächlich so langsam sagen, dass mir das Leben auf einer Baustelle etwas auf die Nerven geht. Aber ich finde trotzdem einfach nicht die richtige Motivation, um hier mal fertig zu werden.
Dieses Wochenende habe ich wenigstens mal die zehn neuen Steckdosen angeschlossen und in ihren Dosen versenkt – bisher sah es wochenlang so aus, dass einfach die Kabel aus der Wand hingen….
Steckdosen /1
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immer was Neues

hier in Stuttgart gibt es immer ein großes Gejammer, wenn irgendeine Bar/Club/Bühne schließt. Wenn keine äußeren Zwänge dafür verantwortlich sind (z.B. die Schließung der Röhre durch das schwachsinnige S21-Projekt) kann ich das nicht verstehen. Oft sind die Konzepte dahinter einfach überholt und die Jammerer (und -innen) hängen einfach nur ihren Gewohnheiten und Traditionen hinterher. Gleichzeitig macht ständig wieder etwas neues auf, was vom ersten Tag an auch oft gut besucht ist. Ein Geben und Nehmen, live and let die.
Heute ist das Flora & Fauna dran, eine Art Biergarten in recht guter Lage, zumindest bei schönem Wetter im Sommer. Ich habe mich jetzt bei der Eröffnung dort noch nicht so recht wohl gefühlt obwohl es sogar live (cover-) Musik gab. Aber was solls – irgendwann werde ich es einfach nochmal probieren und dann vielleicht sogar auch mal in dieser interessanten Dach-Konstruktion sitzen (diese ist, wenn ich es richtig weiß, ein Relikt der Bundesgartenschau 1977). Wenn es beim zweiten Mal auch nix ist, gehe ich halt woanders hin, das ist ja das gute an der Großstadt: es gibt mehr als genug Auswahl!
Neueröffnung: Flora & Fauna

genug vom Bart

im Movember habe ich noch den Schnurrbart gehabt, den allerdings Anfang Dezember wieder abrasiert. Seitdem habe ich mir mehr schlecht als recht überlegt, was wohl der neue Bart für mich werden könnte und solange einfach mal nix gemacht. Als Folge war der Bart dann eben ganz schön lang und vor allem auch nervig. Also muss er ab – auch wenn ich immer noch nicht weiß, was ich stattdessen machen könnte. Bis ich es endlich wissen werde, werde ich mit einer Art eines „Dreitagesbart“ rumlaufen.
Was ich jetzt allerdings weiß: Etwa fünf Monate Bart haben ein Gewicht von ziemlich genau fünf Gramm – das habe ich extra gewogen!
fünf Monate Bart wiegen etwa fünf Gramm

Steckdosen

da ich bei den vorherigen Klein-Renovierungen öfters mal gesehen habe, dass meine Elektro-Installation nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Zeit ist, dachte ich mir, dass ich in dem gerade „entkernten“ Zimmer auch noch ein paar neue Steckdosen einbaue. Ob und wie ich die dann auch anschließe, steht erst mal noch in den Sternen.
Aber ich habe auf jeden Fall schon mal ein paar Löcher gebohrt und soweit angepasst, dass ich dort bald mal diese Steckdosen-Dosen reingipsen kann. Und dabei fallen solche Bohrkerne an.
Steckdosen-Bohrkern
Übrig bleiben dann zwei Löcher – in einem Fall sogar drei….
Renovierungen, immer noch mittendrin
Kleiner Tipp: Ein normaler Schlagborer ist mit solchen Bohrkronen ziemlich überfordert. In mehreren Minuten habe ich damit nicht so viel geschafft, wie mit einem vernünftigen Bohrhammer in wenigen Sekunden. Yeah – vernünftiges Werkzeug ist immer noch das beste!

Altglas und alter Boden

an einem schönen Samstag Vormittag im Januar, kurz nach Silvester, durch die Stadt laufen und dann bei einem größeren Getränke-Markt vorbeikommen. Zufällig steht dort auch noch ein Altglas-Sammelcontainer – der die Flut von leeren Sektflaschen nicht mehr aufnehmen konnte.
die Reste von Silvester

Inzwischen tut sich auch wieder etwas auf der Baustelle. Der komplette Sperrholzboden ist jetzt draußen
Renovierungen, mittendrin
und ich habe den drunter liegenden Bretterboden freigelegt. Sieht das gut aus? Ich kann sowas ja nicht beurteilen. Auf jeden Fall wird jetzt jeder Schritt und Tritt den ich in dem Raum mache von lautem Knarzen begleitet. Das will ich nicht, also muss wohl wieder ein neuer Holzboden reingelegt werden, bevor ich (Klick-)Parkett verlegen kann.
alter Holzbretter-Boden