Schlagwort-Archive: Erfahrungen

Stuttgarter Mordstreifen - in Aktion!

Dooring im Mordstreifen

2018 wurde in Belgien das Wort Mordstreifen zum Unwort des Jahres gewählt. Wer mit dem belgischen Artikel nicht viel anfangen kann, hier steht etwas in Deutsch dazu. In Deutschland werden diese übrigens euphemistisch „Schutzstreifen“ genannt.
Die Tage ist nun das dritte Video durch meine Twitter-Timeline gekommen, auf dem ein:e Radfahrer:in von einer geöffneten Autotüre genau auf solchen Mordstreifen erwischt wurden. Die Videos sind immer hinter dem pic.twitter-Link und sollten nur angeklickt werden, wenn man starke Nerven hat oder aufgrund irgendeiner psychischen Störung Menschen hasst.

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Verkehrssicherheit

gestern, am 19. Oktober 2020, hat die Stadt Stuttgart ihren Bericht über die Unfälle mit Radbeteiligung veröffentlicht; dazu noch ein kurzes Video mit Frau Scherz, der Leiterin sowohl der Abteilung Straßenverkehr als auch der lokalen Verkehrsbehörde.
Der Bericht mit den zugehörigen Anlagen findet sich auf der Seite der Stadt Stuttgart, das Video – natürlich – auf youtube.

Frau Scherz über die Fahrrad-Unfalllage in Stuttgart

Screenshot von YouTube: Frau Scherz über die Fahrrad-Unfalllage in Stuttgart

Als ich mir das alles durchgelesen und angesehen habe, ist mir der große Unterschied zwischen der deutschen Verkehrs- und somit auch Stadtplanung im Vergleich zum niederländischen Ansatz aufgefallen. Frau Scherz wird damit zitiert:

Wir kommen von dieser Unfalllage dann runter, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr konzentrieren, im hier und jetzt unterwegs sind, alle Sinne benutzen und sich konzentrieren.

Ähnlich sagt es der Baubürgermeister Herr Pätzold.

Radfahrende schützen sich und andere durch rücksichtsvolles und regelkonformes Verhalten.

Und auch OB Kuhn spricht davon, dass man sich halt nur richtig verhalten müsse.

Es ist wichtig, das eigene Verhalten im Verkehr zu hinterfragen.

Diese Zitate sind nicht von irgendeiner Zeitung evtl. falsch verstanden oder (un)absichtlich verdreht worden, sie sind genau so von der Stadt selbst veröffentlicht worden.
Ganz anders sehen es dagegen unsere niederländischen Nachbarn. Im „Sustainable Safety“ Codex steht gleich in der Präambel der englische Kurzversion drin:

Aus der Präambel des Sustainable Safety Codex aus den Niederlanden

Aus der Präambel des Sustainable Safety Codex aus den Niederlanden

„Jede:r kann einen Unfall haben. Alle machen ab und zu mal Fehler, davon gibt es mehr als genug Beispiele. Menschen machen nunmal Fehler und das Risiko für schwerwiegende Fehler steigt, wenn sich Menschen gegen die Verkehrsregeln verhalten. Daher ist es nötig, dass solche schweren Fehler von Vorneherein ausgeschlossen werden.“ (und damit sind nicht zusätzliche Schilder oder Rücksicht gemeint)

Kurz gesagt: während man generell hier in Deutschland – und eben auch in Stuttgart – mit erhobenem Zeigefinger das vorwurfsvolle „Pass doch auf!“ sagt, wird in den Niederlanden das deutlich angenehmere „Ich pass auf dich auf!“ zu den Verkehrsteilnehmer:innen gesagt.
Das merkt man auch sofort, wenn man dort unterwegs ist. Während hier z.B. Ampeln so geschaltet werden, dass Radfahrer:innen ausgebremst werden, nur damit der „richtige“ Auto-Verkehr minimal besser fließt, kann man das eben auch anders machen. Radfahrer:innen brauchen grundsätzlich gar keine Ampeln, es gibt z.B. solche Kreuzungen mit „Rundum-Grün“ in Groningen (während es Kreuzungen in Stuttgart gibt, an denen man als Radfahrer:in ganze siebenmal rot hat). Und wenn man eben merkt, dass mal als Radfahrer:in ernst genommen wird (wie in den Niederlanden) und nicht ständig sinnlos schikaniert wird, wie beispielsweise an irgendwelchen roten Ampeln an leeren Straßen zu warten, hält man sich automatisch an die Regeln. Das ist alles von Anfang an in die Infrastruktur extra so eingeplant und macht einen großen Unterschied in der Benutzung. Wie viele der 818 Ampeln in Stuttgart so offensichtlich nur für den Autoverkehr ausgelegt sind, die man als Radfahrer:in problemlos passieren könnte, müsste man mal zählen. Grundsätzlich wäre ich deutlich schneller – und dabei genauso sicher – in dieser Stadt unterwegs, wenn ich nach Vernunft und nicht nach roten Auto-Ampeln führe; als einer der bekanntesten Radfahrer hier will ich den ganzen Leuten deren Hirn bei diesem Themenkomplex völlig abschaltet und nur noch „ABER DIE RADFAHRER!!!11!!elf“ geifern können, nicht noch weiteres Futter für ihre Hetze geben.

P.S. Das ist übrigens der Tweet der Stadt Stuttgart zum Thema. Wieso dem Stadtsprecher, der sich selbst gerne als „Mann des Wortes“ bezeichnet, gerade dieser Tippfehler im Namen von Susanne Scherz passiert und nicht korrigiert wird?

Screenshot des Tweets der Stadt Stuttgart

Screenshot des Tweets der Stadt Stuttgart: Susannes Scherz

Blick in die Elisabethenstraße

öffentlicher Raum

eine Frage, die in Städten immer wieder angekratzt wird, aber nie so richtig beantwortet wird:

Wie wollen wir als Gesellschaft mit dem begrenzten öffentlichen Raum umgehen?

Als Beispiel nehme ich hier mal das kurze Stück der Elisabethenstraße zwischen der Gutbrodstraße und dem Bismarkplatz im Stuttgarter Westen (Karte). Das sind etwa 120m und auf jeder Seite parken je ca. 15-20 Autos. Gleichzeitig sind dort 15 Häuser, die durchgängig sechsstöckig sind. Ohne auf die genaue Wohnsituationen in den einzelnen Häusern einzugehen, sind dort also 90 Wohnungen. Nach den Statistiken der Stadt Stuttgart wohnen im Westen etwa 50% Singles, der Rest sind dann vermutlich Paare oder gar Familien. Eine Schätzung über die tatsächliche Anzahl von Bewohner:innen in dieser kurzen Straße ist für mich als jemand, der dort nicht wohnt, also zum Scheitern verurteilt. Aber ich kann wohl guten Gewissens behaupten, dass es bestimmt mehr als 100 Menschen sind.
Blick in die Elisabethenstraße
Und in dieser Straße steht aktuell die Wanderbaumallee Stuttgart. Diese Wanderbaumallee ist ein Projekt von Stuttgarter:innen, bei dem es um die Diskussion über die Aufteilung des öffentlichen Raums geht. Und natürlich nebenbei auch darum, dass die Beton-, Asphalt- und Steinwüsten in den Städten ansprechender gestaltet werden sollen.
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Screenshot aus den Tagesthemen vom 25. Juni 2020

Tagesthemen

letzte Woche hatte ich einen Anruf bekommen, dass die ARD Tagesthemen einen Bericht über den allgemeinen Fahrradboom machen wollten. Die neuen „PopUp-BikeLanes“, also diese temporären Radspuren als Konfliktpotential in der sog. Autostadt Stuttgart, sollten der Aufhänger dafür sein. Ob ich denn Zeit hätte?
Natürlich mache ich da mit, denn gerade über diese neuen Radspuren – und das Thema Mobilität in Stuttgart – habe ich ja auch eine Meinung. Also überlege ich mir, was ich denn anziehen könnte und habe mich für das neue „OpenBikeSensor“ T-Shirt entschieden. Dann bin dann erstmal seit Monaten wieder zum Friseur gegangen, um die Corona-Matte los zu werden.

Beim Dreh wieder die übliche Warterei und langes miteinander Reden. Natürlich probierte ich, das Redaktionsteam so gut wie möglich zu verstehen, zu informieren und von meiner Sicht auf die Dinge zu überzeugen. Letztendlich sind nach über drei Stunden am Ende gerade mal zwei Sätze rausgekommen. Das, was der Verkehrsexperte aus Karlsruhe sagte, habe ich natürlich auch alles genannt, vielleicht nicht so kompakt und eloquent, wie er es gemacht hat. Vermutlich muss ich da einfach noch ein bisschen mehr üben. Wäre ich in einer Situation, in der ich öfters als alle paar Monate mal mit Presse/TV zu tun hätte, würde ich das ja auch machen. Aber da es immer sehr zufällig ist, vertraue ich da einfach drauf, dass ich mit meinen bisherigen Erfahrungen und das angesammelte Wissen zum Thema durch diese Situationen schon ganz gut durchkomme.
Mit den Sätzen ist das ganze Gespräch auch ziemlich gut zusammengenfasst:

„Es gibt keine Radinfrastruktur, das kann man völlig vergessen. Stuttgart hat Radwege nur alibimäßig, da gibt es kaum was. Man kommt nicht sicher von A nach B! Ich hoffe, sie [d.h. die Stadtverwaltung und die Politik] lernen etwas daraus.“

Screenshot aus den Tagesthemen vom 25. Juni 2020

Screenshot aus den Tagesthemen vom 25. Juni 2020

Der ganze Bericht hat sich nach den völlig unsinnigen Krawallen in der Stuttgarter Innenstadt dann um ein paar Tage verschoben. Nun wurde er jedoch gesendet und ist für ein paar Tage noch in der ARD-Mediathek zu sehen. Als kleine Anekdote dazu: ich hatte in den 90er Jahren tatsächlich mal einen Button, auf dem ein Elefant und der Spruch „Keep Kohl!“ drauf war. Natürlich nicht aus Überzeugung, sondern eher „ironisch“. So schließt sich der Kreis – wenn ich das damals schon gewusst hätte. ;~)

"Schutz" der Radfahrer:innen durch die Stadt

temporäre Radspuren

Berlin hat es vorgemacht: während der Corona-Zeit haben sie alle Pläne zu zukünftigen Radspuren aus den Schubladen gekramt und innerhalb kürzester Zeit umgesetzt. Klar, nur „temporär“, die Abtrennung zum parallel verlaufenden Autoverkehr ist nur schnell mit Baken umgesetzt (hier gibts Bilder dazu). Aber ein guter erster Schritt zur dringenden Neuverteilung des öffentlichen Raums.

Stuttgart hat hingegen wochenlang nichts dergleichen gemacht, obwohl es auch hier schon länger Pläne für eine geschützte Radspur gibt. Zuerst hat der Radentscheid/Zweirat eine dieser neudeutsch „PopUp Bikelanes“ genannten temporären Radspur als Demo angemeldet, hier mehr dazu. Dann hat Greenpeace Stuttgart auch noch eine solche temporäre Radspur als Demo angemeldet, hier mehr dazu. Inzwischen ist Felix Weisbrich, der das Projekt in Berlin verantworet, zu einem regelrechten „Star“ der Verkehrswende geworden, es gibt sogar ein Handbuch für alle deutschen Kommunen, wie man innerhalb von 10 Tagen solche Radwege einrichten kann. Und auch wenn „der deutsche Autofahrer“ sich das nicht vorstellen kann: das ist tatsächlich völlig legal und mit allen Gesetzen vereinbar!
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Geisterradler

nach längerer Home-Office Zeit bin ich heute mal wieder mit dem Rad ins Büro gefahren. Natürlich regnet es seit längerem mal wieder und da ich einen Termin habe, konnte ich nicht das Regenradar auf mögliche Regenlücken beobachten.
An der Stuttgarter Stresemannstraße neben dem Killesbergpark wird gerade „irgendwas für Radfahrende“ gemacht. In dem Fall wird eine farbige Radspur auf den Boden gemalt, eher direkt in die sog. Dooring-Zone (also den Bereich, der wegen aufgehender Auto-Türen nicht mit dem Rad befahren werden sollte).
Die abschüssige Strecke wird aktuell offenbar gerade fertiggestellt und ist voll gesperrt, weder Fußgänger:innen noch Radfahrer:innen dürfen hier weiter.
Baustelle an der Stresemannstraße
Über die ausgeschilderte Umleitung wundere ich mich noch ein bisschen. Wo soll es denn auf der linken Seite weiter gehen?
Dort, auf der anderen Seite der Straße steht tatsächlich ein Schild, das mich auf der Gegenseite weiter führen will.
Baustelle an der Stresemannstraße
Und wenige Meter später ist dann die Überraschung perfekt. Ich soll jetzt offenbar auf diesem schmalen Radstreifen als „Geisterradler“, zwischen links geparkten Autos und dem rechts von mir fahrenden Gegenverkehr hier fahren?
Baustelle an der Stresemannstraße
Dass die Stadt Stuttgart den Radverkehr bis jetzt noch nicht durchdenken kann, hat sie ja schon oft gezeigt. Aber eine solche kapitale Fehlplanung kann doch nicht wirklich ihr ernst sein?
Kann mir bitte jemand sagen, dass ich da irgendwas falsch verstanden oder etwas übersehen habe?

Update: ich habe am nächsten Tag probiert, die Situation nochmal zu analysieren, die Sperrung ist jetzt aber bereits aufgehoben. Das Umleitungsschild auf der gegenüberliegenden Seite stand noch, über den Park habe ich keine Umleitung gesehen.
Allerdings habe ich das Überholverbotsschild mitgenommen und mir gedacht, dass das ja die perfekte Gelegenheit dafür gewesen wäre, natürlich richtig aufgehängt und nicht nur so an der Baustellen-Bake. Die Strecke dort ist leicht abschüssig (laut Strava mit 3%). In Kombination mit Tempo 30 wäre das also überhaupt kein Problem gewesen und eine vernünftige, allererste Nutzung dieses neuen Verkehrsschildes.

Überholverbot einspuriger Fahrzeuge an der Stresemannstraße

Überholverbot einspuriger Fahrzeuge an der Stresemannstraße

Baustellen auf dem Radweg Pragstraße

Radweg an der Pragstraße

als Stuttgarter, der sich 2018 noch für den Radentscheid engagiert hat, hat man noch die vollmundigen Versprechen des Baubürgermeisters Pätzold im Ohr. Ganz 20 Fahrradstraßen wollte er 2019 noch erstellen (keine einzige ist es dann geworden), auch OB Kuhn hat kurz darauf die „echte Fahrradstadt“ ausgerufen. Und selbst der offensichtlich vollkommen überforderte Chef des Stadtplanungsamtes, Oehler, der erst mit Helm und neongelber Jacke im Hundeklo stehend verkündete, dass erguten Gewissens“ in Stuttgart radfahren könne, hat Ende letzten Jahres noch versprochen, dass jetzt „die Projekte purzeln„. Auf all das wartend, bin ich am Wochenende mal die Pragstraße runter gefahren. Dort sind auf 400m jetzt vier Baustellen.
Man steht an der Kreuzung Löwentor und sieht, dass der Radweg nun vorbei ist. Das Schild wird dafür natürlich nicht entfernt oder überklebt, die Radler sind ja schlau genug, dass sie das auch so verstehen.Baustellen auf dem Radweg Pragstraße
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Messung der Straßen-Oberflächen

beim ständigen Rumsurfen kommt man ja an so einigem vorbei. Vor längerer Zeit mal diese App „Cyface“ von der gleichnamigen Firma Cyface gefunden. Diese liest einfach die ganzen Beschleunigungs- und sonstigen Sensoren im Smartphone aus, kartiert sie über GPS und mit den ganzen Erschütterungen kann sie dann die gefahrenen Wege qualitativ kategorisieren.
Hörte sich interessant an, aber lange hatte ich kein Smartphone, welches das konnte. Und als ich ein anderes hatte, hat die App nicht mitgespielt.
Cyface wird blockiert
Das habe ich den Entwicklern mitgeteilt und irgendwann kam tatsächlich eine neue Version, die man problemlos installieren konnte.
Also habe ich mal überlegt, mit welchem Fahrrad ich am Besten solche Messungen durchführen könnte und habe mich für das Reiserad entschieden.
Das Smartphone habe ich mit einer solchen Silikon-Halterung am Front-Gepäckträger befestigt. Diese Halterung gibt es hier, das „Original“. Meine ist tatsächlich auch von dort, jedoch kriegt man solche Halterungen auch für den Bruchteil des Preises.
meine Handy-Halterung mit GetFinn am Front-Gepäckträger
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Update zu Bike Citizens

vor ein paar Tagen habe ich bereits geschrieben, dass die Stadt Stuttgart jetzt offenbar irgendeine Kooperation mit der Firma Bike Citizens eingegangen ist. Da wusste ich noch nicht viel mehr darüber.
Inzwischen habe ich noch aus Versehen ein paar weitere „Accomplishments“ freigeradelt. Eine „aufblasbare Insel“ und ein „Yellow Submarine“ ist dazu gekommen; mit der Begründung „Unter Wasser zu radeln hilft dir cool zu bleiben“. Schlauer bin ich dadurch aber nicht geworden, was es mit diesen Auszeichnungen auf sich hat.Bike Citizens Submarine Accomplishment
Um mal einen relevanteren Punkt auszuprobieren, habe ich spaßeshalber mal einen Navigationsvorschlag generieren lassen. Mal sehen, wie mich diese App zum Fuße der Staibhöhe navigiert? Dort musste/wollte ich hin, denn das ist eines der Segmente der aktuell laufenden „schwäbischen Bergzeitfahrmeisterschaften“ von Kesseln.CC.
Als Randbedingungen habe ich den Radtyp Rennrad angegeben und dass ich „schnell“ unterwegs bin.
Es wird mir eine 6,4km lange Strecke angeboten, was grundsätzlich nicht verkehrt ist. Aber in den Details sind teils katastrophale Fehler drin!
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Rennrad-Trainingslager, Tag 2

heute hat mir mein Garmin Navigationsgerät mal wieder eindrucksvoll gezeigt, wie miserabel seine Navigationsleistung ist. Die Einstellungen habe ich so vorgenommen, dass der Routing-Modus auf „Rennradfahren“ steht und bei den zu vermeidenden Strecken habe ich „unbefestigte Wege“ und „schmale Wege eingestellt. Das hatte zur Folge, dass ich auf einen solchen Weg geführt wurde:
Beispiel für die miserable Garmin Navigationsleistung
Als ich an Ostern mal wieder von dem mistigen Garmin Edge 1000 im Stich gelassen wurde, habe ich mal diese Seite mit meinen Erfahrungen zusammen geschrieben; ich denke, da wird in nächster Zeit noch einiges hinzu kommen.

Interessanter fand ich dagegen noch dieses „Denkmal“ für das Auto an sich und die zugehörige Infrastruktur, welches auf einem Kreisverkehr in Torreblanca steht.
ein Denkmal für den Gott der heutigen Zeit

Ansonsten bin ich heute mal durch Malaga gefahren (das Hotel ist doch einige Kilometer davon entfernt). Die meisten Rennradler sind ja nicht besonders begeistert, wenn es durch Städte geht – mir macht das gar nicht so viel aus. Mit dem ausgeliehenen Carbon-Rad kann ich problemlos mit dem langsameren Autoverkehr hier mithalten, vor den roten Ampeln immer schön nach vorne fahren und dann die Autos beim Start hinter mir lassen. Nur sind die Ampelschaltungen hier ziemlich bescheuert; ständig steht man und das recht lange.
An der Küste bin ich dann etwas in Richtung Marbella gefahren, bis ich eben auf die oben gezeigte Strecke geführt wurde. Dann hatte ich die Schnauze voll und bin wieder weg von dieser Touri-Falle. Auf der Strand-Promenade wurde extra ein recht enger Radweg mit einem ziemlich rutschigen Belag angelegt. In einigen Kurven habe ich deutlich gemerkt, dass mein Rad wegrutscht und als in einer sogar noch eine Pfütze war, hätte es mich beinahe hingelegt. Passiert ist aber bisher zum Glück noch nix! ;~)
irgendeine Sandskulptur bei Malaga