Archiv für den Monat: Mai 2014

Young River Festival

ganz neu im Esslinger Kulturzentrum Dieselstrasse: das Young River Festival!
Als gig-blog nehmen wir dafür doch mal den langen Weg bis Esslingen auf uns und statten der Dieselstrasse einen Besuch ab (nicht nur wir, auch die Stuttgarter Zeitung ist heute Abend vor Ort). Für mich etwas stressig, da es schon das dritte Konzert am dritten Tag ist, das ich fotografiere. Wenn morgen kein Feiertag wäre, könnte ich unseren gig-blog Anspruch „spätestens ein/zwei Tage nach dem Konzert kommt unser Bericht“ nicht erfüllen.
Rausgekommen ist bei uns mal wieder ein lesenswerter Bericht – und ich habe mich vom StZ Fotografen (hier privat) zu einer Konzert-Langzeitaufnahme inspirieren lassen.
1,6s Belichtungszeit bei Blende 13; freihand natürlich, weil ich noch nie ein Stativ bei Konzerten dabei hatte. Dann nur noch etwas am Ausschnitt feilen und die Farben so hindrehen, wie ich das gerne hätte – TADAAA – das ist das Ergebnis:

1,6sek Levin goes Lightly

1,6sek Levin goes Lightly

Um mit Holgers (der gig-blog-Schreiber) Worten zu sprechen: Die tiefen Teller habe ich damit sicherlich nicht erfunden, es gibt andere Fotografen, die schon viel besser versuchten, Bewegungen auf Fotos einzufangen, z.B. Deniz Saylan – hier der Link zu dessen Projekt.

Atom-Bunker

in Berlin hatte ich schon mal eine Bunker-Führung mitgemacht. Hier in Stuttgart gibt es auch jede Menge Bunker und einen Verein, der sich um einige davon kümmert. Außer einer kurzen Besichtigung des Bunkers unter dem Wilhelmsplatz hatte ich es aber noch nicht geschafft, mir die Stuttgarter Bunkerwelt anzusehen.
Heute war ein recht spezielles Konzert in einem davon: die irische Rock/Punk Band Moscow Metro spielt im Feuerbacher Tiefbunker!
Moscow Metro im Feuerbacher Tiefbunker
Die Stuttgarter Zeitung hat schon berichtet, unser gig-blog Bericht wird sicherlich in Kürze folgen (Update: inzwischen ist es soweit: click).
Vor dem Konzert wurde noch eine kurze Führung durch den ansprechend hergerichteten Bunker angeboten. Die habe ich mir auch nicht entgehen lassen und dabei gelernt, dass diese ganzen Schutzbauten eigentlich nur Augenwischerei waren. Wenn der kalte Krieg tatsächlich eskaliert wäre und „der Russe“ nach Deutschland einmarschiert wäre, gab es Pläne der Amerikaner (unserer angeblichen Freunde) komplett Deutschland mit etwa 80 Atombomben dem Erdboden gleichzumachen. Also eine ähnliche Kriegsstrategie, wie sie noch wenige Jahre davor von den vor „uns“ fliehenden Russen als „verbrannte Erde“ praktiziert wurde. Diese zwei Wochen Schutz in einem solchen Atombunker hätten in einem solchen Fall bestimmt nicht viel weitergeholfen (mal ganz abgesehen davon, was in einem solchen völlig überfüllten Bunker – es hätten bis zu 2000 Leute reingepasst – bei der äußeren Lage abgegangen wäre)….

keine freie Minute

manchmal kommen dann wieder so Tage, an denen ich einfach keine freie Minute habe – und das, obwohl ich schon vor sechs Uhr aufgestanden bin (normalerweise passiert das erst zwei bis drei Stunden später).
Diesmal fing es – nachdem ich mit den Öffentlichen dort hinfuhr – morgens beim Frühstücken im Robert-Bosch-Krankenhaus an.
Frühstück im RBK
Keine Sorge mir geht’s gut! So gut sogar, dass ich noch Thrombozyten spenden darf. Neben der finanziellen Aufwandsentschädigung von 50€ für den ca. 75min Aderlass gibt es eben noch eine reichhaltige Mahlzeit. Von dort aus ging es dann für gute 8h direkt ins Büro. Kaum habe ich dies verlassen führte mich mein Weg zum Pop-Büro, die mal wieder ihren Musiker-BBQ ausrichteten. Allerdings konnte ich dort auch nicht lange bleiben, weil ich mich schon länger mal eingetragen hatte, das Kreidler-Konzert im Schocken für den gig-blog zu fotografieren (ein Konzert-Rückblick, von meiner schreibenden Kollegin: click).
die Elektronik der Elektroniker von Kreidler
Tja – eigentlich wollte ich die gar nicht sehen (und da es nicht viel Licht gab, gab es auch nicht besonders viel zu sehen). Ich hatte einfach Kreidler mit Kreisky verwechselt; ganz schön dumm.
Von dort aus ging es auf dem Heimweg wieder am Musiker-BBQ vorbei bevor ich weit nach Mitternacht endlich nach Hause und direkt ins Bett konnte.

gewählt!

heute ist Wahl! Für den Stuttgarter Gemeinderat kann man bis zu 60 Stimmen für über 650 Alternativen vergeben. Mir haben zum Großteil die neu gegründeten „Die Stadtisten“ zugesagt. Nicht nur weil sie nicht mit nichtssagenden Köpfen, sondern mit solchen guten Plakaten geworben haben: Stuttgart ist supergeil - Die Stadtisten
Hier und da wählte ich noch jemanden aus anderen Listen, die ich mehr oder weniger persönlich kannte oder deren Standpunkte ich kenne und gut finde.

Bei der Europawahl gab es natürlich nur eine einzige Wahl: Die Partei!
die einzig sinnvolle Wahl für Europa!
Weiterlesen

wie Weihnachten

morgens schaue ich noch in meinen Briefkasten und finde neben der absolut unnötigen CDU-Wahlwerbung noch irgend so einen Kirchen-Flyer. Selbstverständlich ist alles ungelesen ins Altpapier geflogen.
Wahlwerbung und sonstige Lügen
Und als ich dann mal aus dem Haus trat, sind mir sofort die unglaublich vielen Parkplätze aufgefallen. Nicht mal an Weihnachten (wenn die ganzen Ludwigsburger und Exil-Berliner wieder in ihre Heimat zurückfahren) sind so viele Parkplätze frei!unglaublich viele Parkplätze /1 unglaublich viele Parkplätze /2
Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Dort ist das Olga-Hospital und dies ist an diesem Wochenende komplett in einen Neubau gezogen. Daher wurde alles für die Umzugswagen abgesperrt. Vermutlich sind auch ein paar Abschleppwagen zum Einsatz gekommen – anders kann ich mir das nicht erklären, dass sich die renitenten Stuttgarter Autofahrer (bzw. in dem Fall Parker) an solche Vorschriften halten.
Interessant wird’s vermutlich nur, wenn das doch recht große Krankenhaus abgerissen wird und neue Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten dort hin gebaut werden. Dann werden bestimmt viele, viele neue Autos dazu kommen und der gemeine Stuttgarter Autofahrer wird dann wieder wie selbstverständlich in zweiter Reihe, in Brandschutzzonen, auf Bürgersteigen, etc. parken (und gleichzeitig über die Kampfradler schimpfen, die bei völlig freien Straßen über rote Ampeln fahren).

Vernissage

unbewussst bin ich mal in diesen WKV (Württembergischen Kunstverein) hinein gerutscht. Jetzt bin ich inzwischen schon das dritte Jahr dort Mitglied, habe es aber noch nie geschafft auf eine Ausstellung oder gar Vernissage zu gehen. Just als ich mal wieder darüber sinnierte, kam eine Einladung ins Haus zur Eröffnung der Ausstellung „Geste,“.
Also habe ich diese Chance endlich mal genutzt und bin dort hin gegangen und habe auch einen Wein getrunken. Weißwein beim Württembergischen Kunstverein
Im Laufe des Abends wurde es an anderen Orten in der Stadt dann noch mehr Wein, bis ich auf diese Magnetbuchstaben getroffen bin. Ich muss selbstkritisch zugeben, dass meine nicht besonders kreativen Versuche mit diesen wenigen Buchstaben sicherlich nicht ausreichen, um hier einen künstlerischen Anspruch zu erkennen.eigene künstlerische VersucheArg viel mehr habe ich von der Ausstellung aber leider auch nicht mitnehmen können.

Rennrad!

wenn man den Australien-Urlaub, die ein oder andere Critical Mass und eine Handvoll ins-Büro-Fahrten mitzählt, habe ich dieses Jahr schon über 2000km mit dem Rad zurückgelegt. Das meiste davon mit meinem „neuen“ CycloCrosser, den ich in Australien gekauft habe.
Ich dachte bis eben noch, dass dies ja das perfekte Fahrrad ist.
ABER: Heute bin ich mal wieder auf’s richtige Rennrad gestiegen; das ist schon nochmal etwas anderes: Wooohooo! Wenn man nur Rumfahren will und kein Gepäck dabei hat, ist ein Rennrad unschlagbar. Vor lauter Begeisterung habe ich dieses Wochenende gleichmal ca. 150km abgespult. Eine Omma hätte mich mit ihrem Golf 2 beinahe beim Ausparken umgefahren (hat mich vermutlich nicht gesehen oder nicht richtig eingeschätzt) und an der nächsten roten Ampel, als sie hinter mir stand, hörte ich bei gelb schon ihren Motor aufheulen. Vermutlich wollte sie mich mit viel Gas überholen – erfolglos. Rennrad halt! ;~)
Im weiteren Verlauf hatte ein anderer Autofahrer auch keine Chance, mich in der Stadt abzuhängen (was er offenbar versuchte, ich allerdings nicht). Erst am Kreisverkehr am Stadtausgang konnte er mit quietschenden Reifen davonziehen. Ich frage mich immer: Was denken diese Leute bei solchen Aktionen? Etwa: „Wow, dem Radfahrer habe ich es mit meinem 180PS-Auto jetzt aber mal ordentlich gezeigt – der ist jetzt bestimmt voll beeindruckt von meinem Können und findet bestimmt, dass ich ein toller Hecht bin.“ Zur Info: Bestimmt nicht – ganz im Gegenteil!
Irgendwo zwischendurch ist mir auch mal ein Autotransporter entgegen gekommen, mit einem Auto drauf, bei dem die Alarmanlage störend piepste.
Und dann stand ich auch mal an einem Aussichtspunkt über einen Teil der schwäbischen Alb.
Aussicht über die schwäbische Alb

Rollerderby

das waren noch Zeiten, als die Stuttgarter Rollergirlz die Scharena mit über 1000 Zuschauern füllten. Aber das ist Geschichte – woran es liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht an den doch recht hohen Eintrittspreisen oder daran, dass sie kaum noch ein Spiel gewonnen haben, oder dass der Reiz des Neuen einfach weg ist? Wer weiß.
Auf jeden Fall spielen sie jetzt – für mich deutlich günstiger gelegen (4min Fußweg) – in einer ganz normalen Sporthalle mitten im Stuttgarter Westen.
Stuttgart Valley Rollergirlz
Die Eintrittspreise sind gleich hoch geblieben und leider haben die Stuttgarterinnen dieses Spiel auch wieder verloren. Mal sehen, wie das alles noch weitergeht….

in Stuttgart

wenn man mal ohne Auto in seiner Stadt unterwegs ist und die Wege nimmt, die man sonst nicht nimmt, lernt man seine Stadt immer wieder neu kennen.
Den Eugensplatz mit seinem Brunnen kenne ich zwar schon, habe ihn mir aber noch nie so genau angesehen:
Brunnen am Eugensplatz
Und nur ein paar Meter weiter kann man, wie überall am Kesselrand, einen guten Blick über die Stadt erhaschen:
Blick vom Schloss Reitzenstein über Stuttgart
Auf dieser „Aussichtsplattform“ sind ein paar findige Pfandsammler auf die Idee gekommen, dass dies Flaschen-einsammeln doch ziemlich aufwändig ist, und bitten darum, die Pfandflaschen doch gleich in ein vorbereitetes Netz zu bugsieren.Flaschenpfandsammelnetz

Flaschenpfandsammelnetz

Makro: Stichwunde

diese Thrombozyten darf man ja alle drei Wochen spenden. Und jedesmal nur ein Bild mit Nadel im Arm machen ist mit der Zeit dann schon etwas langweilig.
Also wieder mal das Makro-Objektiv ausgepackt. Das ist aber gar nicht so einfach, die riesen-Kamera am Auge zu halten und dann noch weit genug wegzukommen, um den Einstich im Arm zu fotografieren. Zuerst hatte ich noch Bilder mit dem Pflaster gemacht….

Pflaster über dem Einstich

Pflaster über dem Einstich

und später dies abgemacht und nur noch die nackte Haut fotografiert. Wenn ich mich noch richtig erinnere, ist der Einstich hier links oben. Sehr krass ist auch die extrem geringe Tiefenschärfe von wenigen Millimetern.

Makro-Aufnahme der Haut unter dem Pflaster

Makro-Aufnahme der Haut unter dem Pflaster

Mal sehen, was mir mit diesem Objektiv noch alles für Ideen in den Kopf kommen.

vom TV gelernt

dass in Castingshows niemand zum Star gemacht wird, wusste ich schon lange; ohne dass ich fern sehe oder in irgendwelchen Jurys sitze.
übers Fernsehen
Vermutlich war das einfach ein Interview ohne richtige Vorbereitung des Interviewers oder einfach nur falsch zitiert. Wer weiß, was wirklich hinter dieser „Nachricht“ steckt.