Archiv der Kategorie: Links

Die Toten kommen!

vor einigen Wochen lag bereits eine Liste mit den damals bekannten 17000 an dem europäischen Grenzen umgekommen Flüchtlingen aus; und zwar so, dass alle Abgeordneten über diesen 100m langen Teppich gehen mussten. (hier ein Link zur Erinnerung)
Seitdem ist nicht viel passiert, jetzt holt das Zentrum für Politische Schönheit exemplarisch einige dieser Toten direkt nach Berlin und lässt sie dort – ziemlich öffentlichkeitswirksam – begraben. Ich befürchte allerdings, dass sich dadurch rein gar nichts ändert (und will gleichzeitig mit keinem Politiker mehr darüber diskutieren müssen, wieso ich von Politik einfach nix mehr halten kann!)
Bei dieser Recherche habe ich auch diesen sehr treffenden Satz gefunden: „Einstein hat Wahnsinn damit definiert, stets das Gleiche zu tun und ein anderes Resultat zu erwarten“.

Meeresbewohner-Überwachung

während sich die Menschheit noch darüber streitet, ob die lückenlose Überwachung ihrer eigenen Spezies gut oder schlecht ist (natürlich ist sie schlecht, da gibt es meiner Meinung nach nix zu diskutieren), überwacht sie auf dem ganzen Globus schon diverse Meeresbewohner.
Es gibt eine Organisation, die an verschiedenen Haien Ortungs-Geräten anbringt und damit den „Global Shark Tracker“ betreibt. Damit können diese – bzw. eher ihre Routen – sichtbar gemacht werden. Ganz schön imposant, wie weit so ein einzelner Hai in den letzten Tagen/Wochen/Monaten rumgekommen ist. Hier ist der Link:
–> http://www.ocearch.org/
Weiße Haie sind auch dabei, z.B. Lydia, die schon über 55000km rumgekommen ist.

das Alter

aktuell gibt es von Microsoft eine Seite im Internet, auf die man ein Bild von sich hochladen kann und dann wird dort „berechnet“ wie alt man auf eben diesem Foto aussieht. Bisher hatte ich immer die Rückmeldung bekommen, dass ich deutlich jünger aussehe – vielleicht lag’s auch einfach nur immer am Verhalten. Erst die Tage wieder hörte ich „ach, ich dachte, du studierst noch“….
Hier ist also der handfeste Beweis – mit diesem Vollbart bin ich angeblich 50!
angeblich sehe ich mit Vollbart wie 50 aus!
Wer es selbst mal probieren möchte, hier lang: http://how-old.net

Pop Freaks

letztes Jahr war ich dummerweise bei den meisten Pop Freaks Konzerten in Australien. Dieses Jahr werde ich das aber besser machen und zu allen Veranstaltungen (da sind auch ein paar Lesungen dabei) hingehen. Gerade im Januar ist das ganze kulturelle Leben in Stuttgart sowieso etwas am Boden, da muss man sich vermutlich auch selten gegen eine andere gute Veranstaltung entscheiden; zur Sicherheit schaue ich aber lieber trotzdem nicht. ;~)
Im ersten Schwung sind diese drei Veranstaltungen dabei gewesen:
– Der Nino aus Wien – hier der zugehörige gig-blog Bericht mit Bildern von mir
– Klaus Johann Grobe + JFR Moon – auch hierzu gibt es einen gig-blog Bericht mit Bildern von mir
– Lesung mit Gereon Klug, a.k.a. Hans E. Platte – und selbstverständlich gibt es einen gig-blog Bericht mit – dreimal dürft ihr raten, wer die Fotos gemacht hat….
Wenn die Veranstaltungen täglich reinflattern, ich nebenbei noch im Büro sitze und dazwischen auch noch die Fotos bearbeiten und abgeben muss, bleibt natürlich keine Zeit, sich irgendwie vorzubereiten. Das muss ja aber auch gar nicht sein, da sowieso schon alles gut sein wird. Und diese Gereon Klug Lesung hat mich echt überrascht – das war das erste Mal, dass ich eine Lesung wirklich witzig fand und der Typ ist sehr sympatisch (und ich hatte bisher noch nie was von ihm gehört, tststs).
Gereon Klug bei seiner (fast) ausverkauften Lesung

Park(ing) Day

es gibt eine weltweite Initiative, die sich „Park(ing) Day“ nennt. Deren Ziel ist es, vor allem in größeren Städten, mal aufzuzeigen, was in einer Stadt alles möglich wäre, wenn nicht so viele Autos im öffentlichen Raum stünden. Natürlich kann man das alles auch viel ausführlicher hier nachlesen, aber mir reicht diese kurze Beschreibung schon völlig aus. In Stuttgart gibt es ein paar Leute, die vor ein paar Jahren schon damit angefangen haben – bisher habe ich es aber nie geschafft, dort mal vorbei zu schauen.
Dieses Jahr sieht es aber anders aus! Ich werde dort zwar wieder nicht vorbei schauen – dafür mache ich einen eigenen Park! Damit alles korrekt abläuft muss es – besonders in Stuttgart – natürlich angemeldet sein. Das war mein erster Kontakt (zumindest der erste positive) mit dem Amt für Öffentliche Ordnung, von dem meine „Demonstration“ mit einer „förmlichen Zustellung“ genehmigt wurde.
Und dann wurde auf zwei Parkplätzen vor dem Kulturzentrum Merlin bei bestem Wetter ein kleiner Park mit Tischkicker, Sofas und Hollywood-Schaukel errichtet:

Park(ing) Day Stuttgart-West

Park(ing) Day Stuttgart-West

Im Verlaufe des Nachmittags kam dann noch ein Gespann aus zwei Lastenrädern vorbei, eins mit Musik-Anlage und das andere mit einem ausklappbaren Tresen. So müsste einfach jeder Parkplatz in der Stadt aussehen – und zwar immer!
Die anderen haben sogar ein bisschen ihre temporären Stadtparks gefilmt:
–> http://www.youtube.com/watch?v=8KUj4NQJncA
Nächstes Jahr werde ich das vermutlich wieder organisieren, ganz im Sinne einer Parole der S21-Gegner: „Wessen Stadt – unsere Stadt!“

Critical Mass

die Randbedingungen könnten nicht besser sein: perfektes Wetter, endlich Frühling und die Tage werden wieder länger. Da denke nicht ich nur an eine gemütlich Radtour durch meine Stadt. Bei der Critical Mass Raddemo waren diesmal über 200 Radfahrer dabei. Dabei ist auch ein Lastenrad mit mit einer Musikanlage und ein zweites Rad mit Musik-Anhänger. Und ansonsten auch alle Arten von Fahrrädern. Wenn das über den Sommer so weitergeht, sind wir im Herbst vielleicht schon bei 1000!
Mehr Infos zur weltweiten Critical Mass Bewegung gibt’s natürlich bei wikipedia und die Stuttgarter haben auch eine eigene Seite. Da gibt’s neben den Ankündigungen für die nächste Ausfahrt (jeden ersten Freitag im Monat) auch Bilder und Videos der bisherigen Touren.

Wahl

beim Wahl-O-Mat habe ich schon mitgemacht – und es kommen tatsächlich die Parteien raus, die ich wirklich wählen wollte/werde (mal abgesehen von der Tierschutzpartei).
Das scheint recht selten bei anderen Leuten der Fall zu sein. Viele sind überrascht, welche neutrale Wahl-Empfehlung ihnen nur aufgrund ihrer Aussagen/Meinungen gegeben wird. Warum sie dann nicht der Empfehlung folgen und somit dann Politiker bekämen, die ihre Meinungen und Einstellungen vertreten, wählen sie wieder den gleichen Mist wie immer und beklagen sich über die gemachte Politik.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen – über die allermeisten unsere Politiker kann man zurecht und auch nicht genug motzen. Aber dass sie von Leuten gewählt werden, die sie eigentlich gar nicht haben wollen, ist wahrlich nicht ihre Schuld.

gewählt, per Briefwahl. Ich bin durch!
Achja, mein Wahlzettel ist schon abgegeben. Ich bin durch damit. Bitte alle Wahlwerbung sofort einstellen!

Critical Mass

fahrradfahren in einer Stadt macht keinen großen Spaß. Die normale Stadt ist auf den Autoverkehr ausgelegt. Allerdings verträgt sich der immer stärker steigende Autoverkehr mit den wenigsten Städten. Hier in Stuttgart ist im täglichen Berufsverkehr kein normales Durchkommen mehr möglich, man steht einfach nur viel zu lang viel zu sinnlos in irgendwelchen Staus.
Die Lösung wäre, den Fahrrad-Verkehr deutlich attraktiver zu gestalten, damit weniger Autos in der Stadt unterwegs sind und alle diese Vorteile genießen können. Dummerweise haben die wenigsten Städte ein Radfahr-freundliches Konzept – und Stuttgart, als heimliche deutsche Autohauptstadt, schon gar nicht.
Daher muss man sich eben wieder dafür einsetzen, damit sich hier in Zukunft hoffentlich mal etwas ändert. Die Bewegung dahinter heißt „Critical Mass“ – es gibt sie weltweit und eben auch in Stuttgart. Man fährt dabei eine Runde durch die Stadt, u.a. auch auf den Straßen, die sonst für Radfahrer verboten sind oder gemieden werden, weil deren Benutzung einfach zu gefährlich/ungemütlich ist.
In Stuttgart ist es natürlich nicht so „anarchisch“ wie in anderen Städten – hier wird man von mehreren Polizei-Motorrädern mit Blaulicht begleitet.
Critical Mass Stuttgart, Juni 2013
In Stuttgart jeden ersten Freitag im Monat. Während es im Mai noch aus Kübeln schüttete, habe ich es jetzt doch mal geschafft, dort als einer von ca. 60 Teilnehmern, dabei zu sein.
Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei – wer kommt mit?

Schiffe

diese Überlebenden der Costa Concordia  werden bestimmt bis an ihr Lebensende vom „Unglück bringenden Freitag, dem 13.“ erzählen. Nagut, kann man in dem Fall auch irgendwie verstehen.
Was zur Zeit aber noch durch die Medien zieht und etwas vom skandalumwitterten „Bundespräsidenten“ verdrängt wird ist die Geschichte mit dem auseinander gebrochenen Containerschiff Rena vor der neuseeländischen Küste.
Oder: Wer kann sich denn noch an die TK Bremen erinnern, die am 16. Dezember 2011 im Sturm an der französischen Bretagne gestrandet ist? Auch hiervon gibt es natürlich Bilder; darauf kann man auch gut erkennen, dass ein solches 109m langes Containerschiff innerhalb von zwei Wochen mit 40 Arbeitern komplett zerlegt werden kann.
Und auch das „Greek Ship“ auf der iranischen Insel Kish ist nicht an einem Freitag und nicht an einem 13. verunglückt. Rostet aber, im Gegensatz zu der TK Bremen, schon seit über 40 Jahren vor sich hin. Auch hiervon gibt es jede Menge Bilder und es ist sogar über google maps zu sehen.

Größere Kartenansicht

Wo war mein Schein?

in diesem Internet gibt es eine Seite, auf der man seine Geldschein-Nummern eintragen kann. Und dann – wenn der Schein irgendwo gefunden wird – bekommt man eine Nachricht und man sieht, wo der Schein schon war und wie lange er für die Reise gebraucht hat. Mittlerweile habe ich schon gute 1.ooo Scheine eingetragen und ich hatte jetzt doch tatsächlich schon meinen vierten Treffer. Wenn viel mehr Leute mitmachen würden, dann hätte ich vermutlich auch mehr Treffer.
–> http://de.eurobilltracker.com

Randale am Bauzaun

im Zuge der Proteste gegen das sinnlose S21 Projekt ist jetzt leider das erste Mal der Weg des „friedlichen Protestes“ verlassen worden. Nach der Montagsdemo haben einige hundert Demonstranten den Bauzaun zerstört und dann die ganze Baustelle zerlegt.
Ich bin erst ziemlich spät dazugekommen, als die Baustellen-Party mit Musik schon im vollen Gange war.
Weiterlesen