Archiv für den Monat: April 2014

Halbmarathon

auch mal wieder so ein Ding, das ich noch nie gemacht habe: ein Halbmarathon als Wettkampf rennen. Irgendwann im Februar mal angemeldet und jetzt gab’s natürlich keinen Weg zurück. Leider ist mir etwas zu spät eingefallen, dass ich davor auch ein bisschen trainieren sollte; und wenn ich mal dran dachte, fehlte meist die Motivation. Zur Demotivation trug dann heute auch das kalte und regnerische Wetter bei.
Außerdem hatte ich mal wieder etwas zu wenig Schlaf (etwa drei Stunden), ein bisschen zu viel Restalkohol und überhaupt kein Frühstück. Andere Sportler machen sich schon Wochen vorher Gedanken darüber, wie wohl die perfekte Ernährung für einen Wettkampf aussieht – und ich hätte mich schon riesig über irgendetwas zum Essen gefreut, als ich um kurzvoracht die Wohnung mit leerem Magen verließ.

Am Ende habe ich es dann für die ersten 8km geschafft, dem 1:45 Zugläufer zu folgen und die letzten 13km habe ich mich ziemlich in Richtung Ziel gequält (bin gespannt, ob wie ich auf den Bildern aussehe). So ca. bei Kilometer 16 hat auch schon der Muskelkater angefangen; nach 1:54:30 war es dann endlich vorbei.
Ich weiß nicht, ob ich nochmal einen Halbmarathon mitmache….

auf dem Weg

heute ist es soweit: Ich wollte mir „Denn sie wissen nicht, was wir tun“ anschauen!
Soweit der Plan – er wird nur von der Kartenverkäuferin durchkreuzt, die mir keine Eintrittskarte mehr verkaufen kann. Mist – also wieder zurück zum Literaturhaus. Dort spielt Hawelka bei der Vernissage eines Lochbild-Fotografen. Kurz vor Schluss nehme ich die Beine in die Hand und begebe mich wiederum zum Staatstheater um zwei weitere Bands zu sehen. Auf dem Weg dorthin komme ich am Stuttgarter „Eckensee“ vorbei. Das ist ein etwa knietiefes, künstliches Gewässer (vermutlich gut voll mit Entenkot). Darin tummeln sich etwa 25-30 komplett angezogene Männer und Frauen mit großen Rucksäcken auf ihren Rücken und Stirnlampe am Kopp. Einer steht draußen und brüllt immer wieder „Back“, „Belly“, „Feet“, „Pushup“ in verschiedenen Kombinationen. Und die Leute im See machen genau das: legen sich auf den Rücken oder Bauch, stellen sich hin oder machen eben Liegestütze – alles wie befohlen. Das geht ein paar Minuten so, bis ich eine der Umstehenden frage, was den hier wohl los ist.
Als Antwort bekomme ich die Erklärung, dass es eine „Charity-Aktion“ einer US Soldaten-Einheit ist. Die Teilnehmer machen 12h das, was der „Instructor“ befiehlt und bezahlen dafür sogar einen Batzen Geld (soviel zur Charity); sich selbst verkaufen sie das dann als „Teambuilding“. Nebeninfo: In den Rucksäcken soll hauptsächlich Bier sein. Ich zweifle noch etwas am Verstand der komplett nassen Planscher dort im Seechen und will nur noch wissen, ob die 12h wenigstens gleich rum sind. Fehlanzeige! Sie haben erst um Neun angefangen, müssen also noch knapp 10h so komplett nass durch die Nacht ziehen.
Selbst mit kostenloser Eintrittskarte hätte ich dort nicht teilgenommen!

im Staatstheater

Schorsch Kamerun, der Sänger der angeblich legendären Goldenen Zitronen, inszeniert zur Zeit ein Fluxus-Stück am Stuttgarter Staatstheater: Denn sie wissen nicht, was wir tun.
Ich möchte mir das auch noch anschauen, mal sehen, wann ich es mal unterbringen kann.
Viel interessanter ist aber vermutlich, dass das Team aus den Ex-Waggons nach jeder Aufführung des Stücks noch ein/zwei Bands dort auftreten lassen darf. Einmal war ich letzte Woche bereits dort, die letzten drei Abende will ich auf jeden Fall auch noch mitnehmen. Ich weiß gar nicht, wie ich es genau beschreiben soll; es gehören die interessanten Leute und so Dinge wie „Getränke kaufen musst Du hinter/unter diesem großen Gerüst – jaja, da zwischen den Planen reingehen, wo groß PRIVAT dransteht“ dazu. Man muss einfach dabei gewesen sein.

Staatstheater Stuttgart

Staatstheater Stuttgart

Auch großes Theater: auf dem Heimweg bin ich auf eine Rosen-Spur gestoßen. Mitten in der Stadt!
Das waren nicht nur ein paar Rosenblütenblätter, sondern es lagen komplette Blüten auf meinem Weg.
Irgendwie hatte ich aber nicht den Mumm dazu, der Spur zu folgen, sondern habe mir einfach nur ein paar eingesteckt und sie dann bei mir in der Küche in Wasserschalen gelegt.

Heimwegs-Rosen

Heimwegs-Rosen

Trickfilmfestival

Stuttgart ist mal wieder die Hauptstadt der animierten Filme, ITFS (internationales Trickfilm Festival Stuttgart). Durch meine facebook-Timeline ist ein paarmal die „Kultnacht: die besten animierten Musikvideos“ gespült worden. Unter der Woche – noch dazu am Tag des Bieres – fängt es um 22:00 an und dann werden vor einem sehr übersichtlichen Publikum über 2h lang 31 Musikvideos gezeigt. Bei vielen davon fragte ich mich: „und das sollen wirklich die Besten sein?“

ITFS: Kultnacht Musikvideos

ITFS: Kultnacht Musikvideos

Bei anderen bin ich mit der Auswahl ganz zufrieden gewesen.
Wer will, kann sich hier eine Liste von allen gezeigten Videos anschauen und sich dann die Mühe machen, sie mal „nachzuschauen“. Passt ja bei dem Mistwetter da draußen eigentlich ganz gut.
Das müsste ich auch machen, schließlich musste der Tag des Bieres auch noch gefeiert werden und dabei sind offensichtlich ein paar Erinnerungen im Nirwana versunken.

Vernissage

das Aufräumen/Putzen hat ziemlich gut geklappt – ich habe mich dazu entschlossen, dass ich Gäste empfangen konnte. ;~)
Neben den Bildern gab es noch eine Spezialität, die mir erst kurz vorher eingefallen ist: indische Snacks, inkl. eines „Ready to Eat Kit“s.
links unten: "Ready to Eat Kit"

links unten: „Ready to Eat Kit“

Gerade bei diesen Snacks waren wir doch etwas verwundert, dass die Farbe so überhaupt nicht mit dem Bild auf der Verpackung übereinstimmte. Und hier ist mir auch der Satz „kann Spuren von Nüssen enthalten“ in den Kopf gekommen. Bei genauerer Betrachtung der Zutatenliste gehörten die aber ganz offiziell da rein.

"kann Spuren von Nüssen enthalten"

„kann Spuren von Nüssen enthalten“

aufräumen /2

oh yeah! Eine Mischung aus „aufräumen am Karfreitag“ und „etwas vergessenes Geld finden“ lässt mich selbst in meinem „fast 3x Teenager“-Alter wieder an den Osterhasen glauben!
Oder – etwas realistischer: Altersdemenz.

Osterhase oder Altersdemenz

Osterhase oder Altersdemenz

Achja – wer mal wissen will, was wir Stuttgarter immer mit unserer „Feinstaub-Belastung“ oder „dreckigste Stadt Deutschlands“ haben, hier mal ein kurzer Blick in einen meinen Putzkübel (damit bin ich jetzt doch schon fast ein richtiger Kehrwochen-Stuttgarter, oder?)

Feinstaub vs. Frühjahrputz

Feinstaub vs. Frühjahrputz

aufräumen!

einmal alle zwei bis drei Jahre steht es auch bei mir mal auf der Tagesordnung: Aufräumen (ob es sein muss oder nicht)!
Weil ich dazu aber immer recht wenig Lust habe, lade ich mir Leute ein um etwas Druck auf mich selbst aufzubauen. Die Einladung ist für den Ostersamstag ausgesprochen, es soll eine Vernissage werden (schließlich hängen inzwischen schon über 100 Fotos in meinem Flur).
Heute, zweinhalb Tage vorher, ist der Stand so, dass die Vernissage wohl im Kühlschrank stattfinden muss. Das ist der zur Zeit der einzige aufgeräumte und geputzte Platz in meiner Wohnung….

Vernissage im Kühlschrank?!

Vernissage im Kühlschrank?!

Judith Holofernes

hm – der Tag heute fing schon ziemlich daneben an. Und es wurde nicht besser.
Nachdem sowieso schon alles egal war, dachte ich mir: Hej! Die Judith Holofernes spielt heute im Theaterhaus, lass doch wenigstens mal dort hin gehen; so heitere, beschwingte Pop-Musik von der Wir sind Helden-Frontfrau hilft vielleicht etwas weiter.
Aber auch der Plan ging nicht auf. Beim Konzerttagebuch habe ich etwas von albern gelesen – das triffts doch schon ganz gut. Zum Glück bin ich nicht der einzige, der es so empfand.
Aber zum Themenkomplex „albern“ habe ich auch noch einen kleinen Screenshot einzubringen. Ich notiere seit etwa zwei Jahren jedes Konzert. Und als ich gerade ihren Nachnamen eintippe, wird mir von der Autokorrektur „Nilpferd“ vorgeschlagen.

Judith "Nilpferd" Holofernes

Judith Nilpferd Holofernes

Sollte sie es je lesen, vielleicht freut sie sich über diese Nähe zu den „weniger beachteten Kreaturen aus dem Tierreich“, worüber sie auch gerne mal eine Zeile dichtet.

Mein allererstes Wir sind Helden-Konzert konnte ich nicht besuchen, da es spontan ausgefallen ist und ich beim Alternativtermin in Australien (?) war. Danach kam keines mehr des Weges. Und nun weiß ich auf jeden Fall, dass ich das Holofernes/Helden-Kapitel bedenkenlos schließen kann. Somit hatte der Mist-Tag letztendlich noch etwas Effektives.

Blood Red Shoes

nachmittags durch die Stadt schlendern und überlegen, was man abends noch machen könnte. Auswahl gibt’s ja – wie meistens – genug. Da meldet sich eine gig-blog Kollegin und fragt, ob ich nicht Zeit und Lust hätte, die Blood Red Shoes zu fotografieren. Jupp!
So schmeiße ich alle noch halbgaren Pläne über den Haufen und ziehe gen Stuttgarter Wagenhallen.

Blood Red Shoes

Blood Red Shoes

Es sind zwar „nur“ zwei Leute auf der Bühne, aber die machen mehr Radau als viele andere Bands mit doppelt so vielen Leuten. Während des Konzerts denke ich mir noch: Hm, da fehlt doch noch ein i-Tüpfelchen.
Danach war mir aber klar, dass ich dieses Jahr vermutlich nicht mehr viele Konzerte sehen werde, die mir besser gefallen haben werden!
Die Konzertbesprechung von jemandem, der schreiben kann, findet man natürlich wieder beim gig-blog (wo dann auch der Rest der Fotos gelandet ist).

mit Tagesehrenkarte

ganz außer der Reihe wurde spontan eine Critical Mass Ausfahrt zur i-Mobility Messe angesetzt. Treffpunkt am Marienplatz, von dort hoch nach Vaihingen und dann zur Messe.
Noch in der Stadt haben wir recht schnell gemerkt, dass die groß beworbene „Rad-Hauptroute“ mit uns ca. 20 Radfahrern schon überlastet war; erschwerend kam hinzu, dass auch ständig irgendwelche Autos auf dem zeitweise recht schmalen Radweg parkten und wir von machen Autofahrern beschimpft wurden, nur weil wir die Straße benutzten. Was geht nur in den Köpfen dieser Leute vor?!
Endlich an der Messe angekommen (ganz schön schwierig, denn Radwege gibt’s dort keine mehr, nur mehrspurige Straßen in Parkhäuser) dann das nächste Problem: Wo können wir (inzwischen waren wir 30 Radler) unsere Räder abstellen? Ganz frech haben wir es erstmal direkt neben den Eingang gestellt – bis die Sicherheitsleute kamen und intervenierten. Auf den Hinweis, dass die wenigen vorhandenen Radabstellplätze schon voll sind, waren sie nicht vorbereitet und entsprechend ratlos.
Man hat einfach gemerkt, dass die große, neue Landesmesse überhaupt nicht für Radfahrer ausgelegt ist.
Ein paar anderen Messen (Kreativ, FairTrade, SlowFood) habe ich mir kurz angeschaut, aber die Steine-Messe habe ich – trotz freiem Eintritt – links liegen gelassen.
Tagesehrenkarte

Promotional Copy

in Stuttgart gibt’s zweimal im Jahr einen „Reste-Verkauf“. Da werden vermutlich Containerweise Platten und CDs angeliefert und diese dann für max. 1€ unters Volk gebracht. Da habe ich schon so einige Alben gefunden, die ich mir sonst sicherlich nicht zugelegt hätte.
Und man findet auch manchmal diese Promotional Copies, die eigentlich nicht für den Verkauf gedacht sind. Keine Angst – diese CD habe selbst ich nicht gekauft! ;~)
Promotional Copy - not for Resale!