Archiv des Autors: X-tof

Rainbow Falls Provincial Park – Neys Provincial Park

wir stehen auf und alles ist klatschnass. Es hat zwar nicht geregnet, aber der Tau und die Feuchtigkeit vom See sind genauso „schlimm“ wie Regen. Unser Zeltplatz ist dazu noch im Schatten und es wird noch ein oder zwei Stündchen dauern, bis die Sonne auf unsere Zelte scheinen wird. Die anderen beiden frühstücken schon mal ausgiebig, ich bin mit meiner Banane recht schnell fertig. Mehr habe ich nicht, ich hoffe, dass ich heute mal wieder etwas einkaufen kann; es sind zumindest zwei kleinere Städtchen auf dem Weg.
Die Sonne nimmt ihren täglichen Weg und kommt jetzt auch auf unseren Platz. Wir warten ein bisschen, allerdings wollen die beiden los. Ich würde mein Zelt gerne etwas trockener einpacken, aber ich bin überstimmt. Da die Strecke heute nicht so lang ist, kann ich damit noch leben.

Auf der Straße ist heute alles bestens (vielleicht mal abgesehen von dem viel zu schmalen Seitenstreifen, der es uns nicht ermöglicht, nebeneinander zu fahren). Hier und da machen wir es mal, kriegen dann aber oft ein „Ermahnungs-Hupen“ von den überholenden Autos und LKWs. Das ist alleine ganz anders, da hatte ich höchstens von entgegenkommenden Autos ein „Hallo-Hupen“ bekommen.

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Thunder Bay – Nipigon

im Hostel mache ich mich langsam fertig, die Gastgeber sind ausgeflogen und haben einen Zettel hinterlassen, dass sie diverse Sachen erledigen müssen. Dazu einen 50$ Schein, mit der Bitte an einen Curtis, den Erhalt zu quittieren. Ich schaue mich noch im Garten um und sehe diese alten Räder rumstehen.


Gefällt mir natürlich besser, als das Auto mit dem HOSTEL-Kennzeichen.


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Kakabeka Falls – Thunder Bay

der Regen kam, wie vorausgesagt. Allerdings nicht ganz so schlimm. Es hat nachts durchgehend geregnet, mein Zelt ist überwiegend trocken geblieben. Laut Vorhersage soll es aber den ganzen Tag (bis zum späten Nachmittag) weiter regnen. Da es keinen großen Sinn macht, bei dem Wetter hier auf diesem (sauteuren, nebenbei) Campingplatz zu bleiben, packe ich das klatschnasse Zelt ein. Wenn ich jemals so etwas wie ein „Pack-System“ hatte, ist das nun natürlich völlig durcheinander gekommen, da ich jetzt versuchen muss, nasse Sachen von trockenen zu trennen. Da ich meine Regenklamotten anziehe, habe ich wenigstens etwas mehr Platz in den Taschen.

Als ich fertig mit abbauen bin, regnet es kaum noch, aber halt immer noch. Ich wähle die Oliver Road und nicht den viel befahrenen Doppel-Highway #11 & #17.

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Upsala – Kakabeka Falls

der erste Weg geht heute mal in den kleinen Laden neben dem Zeltplatz. Eine ernüchternde Auswahl. Es gibt sechs Bananen dort und zusätzlich noch zwei fast vergammelte. Ich traue mich nicht, alle zu nehmen und nehme lediglich drei und die beiden „Kochbananen“ (die kriege ich dafür sogar geschenkt). Dazu eine 700g Packung dieses typischen nordamerikanischen Weißbrotes/Toasts, ein Glas Marmelade dafür und eine Packung O-Saft. Kurz drauf ist der Toast leer und ich frage mich noch, wie ich jetzt noch das halbe Glas Marmelade transportieren soll. Naja, ich stecke es halt irgendwie in die Taschen und hoffe, dass nichts passiert. Eine Banane habe ich auch gleich noch gegessen.

Dann mache ich noch den ziemlich mitgenommen „Making Peace“-Aufkleber vom hinteren Schutzblech ab

und es geht wieder auf die Straße. Heute ist der selbe Gegenwind wie gestern – nur noch stärker. Nach 15km habe ich schon die Schnauze voll, aber halt keine Wahl. Ich muss weiter und es gibt keine Möglichkeit, irgendwelche Motivation zu „tanken“.

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Ignace – Upsala

Frühstück? Ich habe noch ein Pfund Karotten gefunden, das ist aber alles. Vielleicht ernährungs-technisch gesehen nicht ganz optimal, aber mehr gibt es halt gerade nicht. Während ich noch am Smartphone rumtippe kommt ein Camper zu mir. Er ist aus den USA und interssiert sich für die Fahrrad-Tour. Ob ich denn alle 500km ein neues Rad besorge, etc. Es stellt sich heraus, dass er auch Trump gewählt hat, obwohl der ganze Rest, den er bisher so erzählt dazu weniger passt. Die Begründung: er hat halt keine Verknüpfungen zu den bisherigen Politiker-Kreisen und könnte daher mal ordentlich „aufräumen“. Dass das nicht so funktioniert hat, hat er jetzt auch inzwischen verstanden. Als er mit irgendwelchen angeblich christlichen Themen (Ehe für alle, Abtreibung, etc) anfängt und sich gleichzeitig über den Islam lächerlich macht, steige ich aus dem Gespräch aus. Das wird mir doch zu blöd; beide Religionen (wie alle anderen auch), sind sehr lächerliche Weltanschauungen, die wir seit der Aufklärung vor über 200 Jahren eigentlich hinter uns gelassen haben sollten. Wie das „Ortsschild“ von Ignace, das aus Granit besteht.

Der Plan für heute ist Upsala, etwa 100km südöstlich von hier. Wie es der Zufall will, ist heute auch noch Südost-Wind (also direkter Gegenwind – Mist!). Es ist nicht nur ein niedlicher Name, danach kommt auch für weitere mind. 80km nichts mehr, gar nix.

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Vermilion Bay – Ignace

ja, langsam wird es hier etwas schwieriger. Es ist nicht mehr so flach, wie in den „Prairies“, sondern ziemlich hügelig. Und es gibt überall Seen, auch hier am Zeltplatz.

Das ist aber nicht das Problem. Was mir eher Schwierigkeiten bereitet, ist die fast komplette Abwesenheit von Zivilisation. Zusätzlich heute: ohne Wasser den Zeltplatz verlassen müssen.

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