Archiv des Autors: X-tof

Mangaweka – Palmerston North

endlich, das wird wohl meine letzte Etappe mit diesem roten Rockhopper, meinem Energie-Vernichter. Ich habe mit Specialized ausgemacht, dass ich dieses Mountain-Bike in Palmerston North mit einem vernünftigen Tourenrad austausche. Jetzt stehen nur noch 115 (vermutlich harte) Kilometer vor mir.
Der Zeltplatz ist von einer Seite mit diesen Papa-Felsen umgeben (keine Ahnung, wie das auf deutsch heißt). In der Nacht bin ich einmal kurz aufgewacht, als es dort einen Abrutsch gab und ich dieses laute Geräusch im Schlaf nicht deuten konnte. Passiert ist natürlich nix, zwischen dem Zeltplatz und diesen Felsen ist noch ein Fluss.

Aber ich bin dann heute schon etwas respektvoller an diesen Felsen entlang gefahren. Erst recht, da man überall links und rechts der Straße diese Brocken in allen Größen liegen sieht.

Eine der vier Bananen hatte ich gestern zum Abendessen, eine zum Frühstück. Die anderen beiden müssen mir für die nächsten 95km ausreichen.

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Whanganui – Mangaweka

irgendwie habe ich gestern viel zu viel zum Essen eingekauft, leider auch so unpraktisches Zeug wie frische Früchte (Pflaumen und Tangelos) und Eis, was man nicht so recht auf dem Rad mitnehmen kann. Also bleibe ich einfach bisschen länger und esse es nach und nach auf. Das Eis ist ja auch super, volle fünf Sterne auf dem „Health Star Rating“! Da ich heute lediglich 60km radeln will, kann ich mir ja Zeit lassen, selbst auf diesem Energie-vernichtenden Mountain-Bike brauche ich nicht mehr als 4h dafür.
Ich schaue mich noch etwas um und entdecke fasziniert diese Solar-Dusche, die in ihrer zweiten Funktion sogar noch als Kissen dienen kann. Ein Meisterwerk der Produkt-Fotografie!

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Hawera – Whanganui

bevor mein Wecker klingelt werde ich noch von einem mir nur zu gut bekannten Zeltstangen-Geklapper geweckt. Das muss wohl Jeff sein, der sein Zelt gerade abbaut. Die Chance für dieses gewünschte Foto ist somit vertan und ich denke mir wieder: „verschiebe nie die Chance, ein Foto zu machen, sie kommt nicht wieder!“ und bis ich mich wenige Minuten später aus dem Zelt geschält habe, ist er tatsächlich schon weggefahren. Ich gehe das alles etwas gemütlicher an und fahre erst so in der prallen Mittagssonne los.
Ich habe hier bisher deutlich mehr Kühe (und auch Schafe) gesehen, als Menschen. Es ist klar, dass diesem Tier dann auch ein „Denkmal“ gebaut wird.

Sonst geht es über weitgehend flaches Gelände weiter. So sehr ich die steilen Anstiege sonst auch verflucht habe, so waren die Ausblicke von dort doch meist interessant, wenn nicht sogar imposant. Heute habe ich dagegen überwiegend so etwas gesehen. Nicht sehr spannend, aber ich bin mir sicher, dass es nicht allzu lange so weitergehen wird, es ist ja nicht Kanada.

Irgendwo auf der Strecke war dann dieses Pferd, vom Aussehen her völlig anders, als die anderen Pferde und als ich vorbeifuhr, hatte es seinen Dödel noch runterhängen gehabt. Bis ich umgedreht habe, um das zu fotografieren, war es schon wieder zu spät.
Ich habe es trotzdem mal „Berlin“ getauft.

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New Plymouth – Hawera

tolle Sammlung meiner bisher abgebrochenen Schrauben. Schmeiße ich aber lieber weg, ich kann mir gerade keine sinnvolle Nutzung davon vorstellen. Die anderen Teile sind sowieso schon weggeschmissen oder stecken halt noch im Rad.
Mit neuem Gepäckträger werde ich also probieren die nächsten vier Tage ohne Probleme zu überstehen, bis ich das Rad austauschen kann.

Was ich beim „Aufräumen“ auch noch gefunden habe: zwei Beutel dieses Tees, den ich mir in Quebec gekauft habe, um meine Erkältung zu kurieren. Da ich bei dem Wetter hier – und vor allem wieder radfahrend – kaum mit einer kommenden Erkältung rechnen muss, trinke ich den noch, bevor ich heute losfahre.

Dann geht’s los. Ich entscheide mich für die etwas längere Route um den Vulkan Mount Taranaki herum, auf dem „Surf Highway“ SH45 immer an der Küste entlang. Das hört sich aber spannender an, als es dann tatsächlich ist. Vom Meer sehe ich kaum etwas, die Straße geht recht weit von der Küste weg, schade.
Vom Vulkan ist auch nix zu sehen, außer Wolken.

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in New Plymouth

inzwischen habe ich auch mitbekommen, wieso die Hostels hier so ausgebucht sind: es ist ein Wettkampf der ganzen Surf Live Saving Clubs hier am Strand. Während ich darauf wartete, dass der Radladen mir einen neuen Gepäckträger montiert (was ich sie hauptsächlich wegen der beiden abgebrochen Schrauben im Rahmen machen ließ), habe ich mal ein paar Rennen in der brütenden Hitze angeschaut.

In einer Bäckerei habe ich mir noch eine Art Kuchen besorgt und mir dann überlegt, dass ich noch einen zweiten für die Leute im Radgeschäft besorgen könnte. Das hat sich dann irgendwie auch ausgezahlt und ich musste nur den Gepäckträger und nicht ihre Arbeitszeit bezahlen (obwohl das gar nicht meine Intention war). In Deutschland wäre das alles ganz anders gelaufen, da hätte ich erst mal einen Kostenvoranschlag und eine Erklärung unterschreiben müssen, dass niemand vom Radgeschäft schuld ist, wenn das mit den abgebrochenen Schrauben nix wird.

Eine der Schrauben haben sie raus gekriegt, die andere nicht, weil sie ihre Bohrer abgebrochen haben und die Schraube wohl durch das ganze Gerüttel ziemlich hart geworden ist. Da es Samstag ist, kriegt man in dem Städtchen hier auch keine neuen Bohrer. Mit einer Klemme haben sie es dann provisorisch repariert und das sollte für die nächsten paar Tage reichen.
Dann habe ich das Rad noch ohne Gepäck genommen und bin ein bisschen rumgefahren. Im Hintergrund, hinter den Wolken, ist der Vulkan Taranaki, 2500m hoch.

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Whangamomona – Rad kaputt

Forgotten World Highway, Teil 2.
Bis ich aufstehe, hat Bruce seinen Biwak schon eingepackt und ist losgefahren. Er will heute 150km zurück nach Hause fahren. Gut, jeder wie er will, ich verspeise mein Bananen-Brot und schaue mir skeptisch das „Fitness-Center“ des Zeltplatzes an.

Gemütlich packe ich dann mein Luxus-Zelt zusammen und fahre langsam los.
Hier wird offensichtlich im großen Stil aufgeforstet. Vielleicht wäre es ja einfacher gewesen, die ganzen Bäume nicht zuerst komplett zu roden, aber was weiß ich schon….

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Taumarunui – Whangamomona

da ich die Tour Aotearoa nicht mehr weiterfahren wollte/konnte, muss ich mich jetzt eben selbst entscheiden, wo lang ich fahren will. Heute ist das nicht sehr schwierig, es gibt einen „Forgotten World“ Highway.

Der ist so forgotten, dass es dort nicht mal eine Tankstelle für die nächsten 150km gibt. Das ist mir zwar egal, da ich mit diesem Mountain-Bike jedoch keine 150km am Tag schaffe (erst recht nicht, nachdem ich heute mal wieder erst nach Mittag losgefahren bin), muss ich wohl noch an etwas zum Essen für heute Abend und morgen denken.

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