Archiv für den Monat: März 2015

Trainingslager /3

heute bin ich in die zweitschnellste Gruppe gewechselt: 24-26km/h im Schnitt – aber genauso bergig wie sonst auch. Das geht schon auch, ist aber halt etwas anstrengender und die kurzen Wartepausen zum Umschauen und Fotografieren fallen dann halt weg. Womit ich beim Rennrad-Gruppenfahren noch immer nicht so recht klar komme, ist das Windschatten-Fahren. Jaklar, es stimmt, dass man dadurch unglaublich schnell wird ohne größere körperliche Anstrengung. ABER: ich finde es unglaublich anstrengend, bei einer üblichen Trainings-Geschwindigkeit von 35-40km/h nur wenige Zentimeter hinter dem Vordermann zu fahren. Mal die Landschaft anschauen fällt dabei natürlich komplett aus, das einzige was man sieht ist das Hinterrad – und man weiß, dass hinter einem auch jemand so verrückt fährt. Mal eben bremsen oder ausscheren ist nicht möglich.
Da fahre ich echt lieber in der langsamereren Gruppe ganz vorne.
Aber dafür gibt es hier wenigstens jeden Abend interessante Sonnenuntergänge.noch ein SonnenuntergangSonnenuntergang in Cambrils

Trainingslager /2

nachdem mir gestern gezeigt wurde, dass es tatsächlich Leute gibt, die noch schneller als ich Rennrad fahren (und ich nicht mal mit der Carbon-Ausrüstung punkten konnte), habe ich mich heute für die langsamerere Gruppe im Schnitt von 22-24km/h eingereiht. Das ist mir zwar zu langsam, es macht aber viel mehr Spaß, vorne weg zu fahren, als immer nur hinterher zu strampeln. Und nach den ca. 100km von gestern wollte ich bei den heutigen 120km bei 1800 Höhenmetern lieber nicht überfordert werden. Dazu kommt auch, dass mich das Hotel mit seinem Büffet nicht unbedingt vom Hocker haut.
Nach der Tour ging es zuerst mal wieder in ein Cafe um ein „Champu“ zu trinken, das ist deren Radler hier, nur eben nicht mit Zitronen- sondern Orangenlimonade. Auch gut.
Und dann geht’s in den/das Spa nebenan. Trotz deutlich mehr Haaren im Gesicht als auf dem Kopf ist das Tragen einer Bademütze dort „obligatorisch“. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine Hippie-Batik-Badekappe mitgebracht. Jetzt ist es halt eine normale Schwarze für 2€.
Bart und Badekappe

Trainingslager /1

tja, angekommen. Aber was macht man so im Trainingslager?
Ich habe mir nach der Busfahrt zuerst mal das Carbon-Leihrad geschnappt und bin mit den nagelneuen Fahrrad-Navi knapp 30km rumgefahren – bei bestem Wetter, abgesehen von dem nervigen Gegenwind. Danach habe ich gemerkt, dass ich diesen Computer allerdings noch nicht so richtig bedienen kann und die Strecke gar nicht aufgezeichnet habe.
Das Hotel ist am Strand von Cambrils und kurz dahinter fangen schon die Berge an. Nachmittags geht die erste geführte Tour los, die schnellste Gruppe fährt einen Schnitt von 25km/h. Das ist doch machbar, denke ich – muss allerdings feststellen, dass die anderen aus der Gruppe doch deutlich trainierter und schneller sind. Zumindest wenn es Bergauf geht. Abwärts hole ich sie immer wieder ein. Die Straßen sind hier besser als zuhause, und die Landschaft auch, sogar die Wolken schmeißen sich ins Zeug.
erste Impressionen aus Cambrils

Trainingslager, Anreise

mir kam das beim Buchen schon etwas komisch vor, aber ich habe einfach mal mit gemacht. Die Anreise zum Rennrad-Trainingslager wird per Bus sein – und der startet irgendwo in der Schweiz. Also müssen wir alle erst noch per Auto dorthin fahren.
An der Grenze ist ein kleiner Stau, aber nur für die Leute, die eine Plakette kaufen wollen/müssen. Mich wundert in der Zeit, dass nur die deutsche Flagge auf Halbmast hängt.
Halbmast an der Schweizer Grenze
Aber was solls, das ist ja eigentlich auch egal, bzw. betrifft es mich nicht (sonst hätte ich schon etwas davon mitbekommen).
Danach kommt die 15h (!) Busfahrt über Nacht. Zum Glück ist der Bus nicht ganz ausgebucht, so dass ich mir wenigstens einen Doppelsitz schnappen kann. Trotzdem will das mit dem Schlafen nicht so richtig klappen. Rauskucken ist auch keine Alternative, obwohl ich im Doppelstockbus ganz vorne sitze. Nachts sieht man halt einfach nicht viel. Zum Glück ist diese Tortour dann aber auch mal irgendwann vorbei und – siehe da – im Hotel haben sie sogar Herz-Luftballons aufgehängt (deren Fotos ich vermutlich auf keiner amerikanischen Seite veröffentlichen dürfte, ohne gegen deren zweifelhafte Moralvorstellungen zu verstoßen).
sonderbare Herz-Luftballons

Bilderbuch

von Bilderbuch habe ich ab und zu mal einen Song im WebRadio gehört. Das war recht ansprechend, also gehe ich auch auf’s Konzert – schließlich kommen sie auch in Stuttgart vorbei.
Der Abend geht aber erst mal mit einer Mischung aus Elektronik/HipHop los, Adi Ulmansky steht auf der Bühne.
Damit kann ich nicht viel anfangen, aber zum „warmfotografieren“ ist es ganz recht.
Adi Ulmansky als Vorband für Bilderbuch in den Wagenhallen

Und dann – Schick Schock – kommt Bilderbuch auf die Bühne und die Halle ist begeistert. Ich denke mir zwar auch kurz, dass das durchaus gut ist. Aber die Begeisterung flacht im Laufe des Abends bei mir deutlich ab. Und irgendwie sind – trotz warmfotografieren – keine besonders umwerfenden Bilder rausgekommen. Beim gig-blog kann man sich auch eine etwas andere Meinung durchlesen und meine restlichen Bilder anschauen.
Bilderbuch in den Wagenhallen, Stuttgart

Musikmarathon Ulm

von der ein oder anderen Stuttgarter Band habe ich mitbekommen, dass sie beim Musikmarathon im Ulmer Roxy spielt. Jede Band hat dort 15min Zeit, bevor sie die Bühne für die nächste Band wieder räumen müssen. Das sind so drei bis vier (kurze) Songs und ziemlich viele Umbau-Pausen. Dafür werden die kompletten Einnahmen „guten Zwecken“ gespendet.
Impression vom Musikmarathon in Ulm
Hm, ob ich nächstes Jahr nochmal hingehe, muss ich mir gut überlegen.
Und das hat nichts damit zu tun, dass ich im Zug auf der Hinfahrt dem schlimmen Stammtisch-Geschwätz zweier Rentner-Pärchen ausgesetzt war. Sie waren auf der Demo der Bildungsplan-Gegner und haben alles aus der untersten Schublade der Idiotie ausgepackt. Dazu passte ganz gut, dass sie nicht mal in der Lage waren, „homosexuell“ fehlerfrei auszusprechen. Natürlich kam auch das Thema „Lügenpresse“ auf den Tisch, sinngemäß erzählten sie, dass die Presse viel weniger Menschen auf der Demo zählte/berichtete, als „wirklich“ vor Ort gewesen sein sollen. Ihre „Textaufgabe“ habe ich nicht mehr verstanden – auch nicht, was hierbei ein Dreisatz sein soll:
Fritz und Franz heiraten. Berechne mit einem Dreisatz, wieviel Kuchen sie brauchen!
Da war es dann höchste Zeit, mir Ohrstöpsel einzustecken und mich von Musik berieseln zu lassen.
Auf der Rückfahrt hat mich natürlich wieder der Fahrkarten-Automat verarscht. Und da es der letzte Zug war, den ich kriegen musste, konnte ich die Bahn-Mitarbeiter nicht mal zur Rede stellen. So ein Mist-Laden!
der berüchtigte Ticketautomat am Ulmer Hbf

Sonnenfinsternis, teilweise

Sonnenfinsternis – und ich bin überhaupt nicht vorbereitet. Ich habe mir nicht frei genommen und natürlich erst recht keine dieser Brillen besorgt. Aber gut – so ein Ereignis kenne ich ja schon, das habe ich im letzten Jahrtausend schon mal besser erlebt. Eine vernünftige Kamera habe ich auch nicht zur Hand, also versuchte ich, mit dem SmartPhone irgendwas zusammenzuknipsen. Hat natürlich auch mehr schlecht als recht funktioniert.
Nur wenn man genau hinschaut, sieht man am unteren Rand des Bildes eine Sonnen-Spiegelung, bei der die Sichelform gut zu sehen ist.
partielle Sonnenfinsternis 2015

Call-a-Bike Unfall

vor ein paar Tagen hatte ich noch einen kleineren Fahrrad-Unfall mit einem Call-a-Bike. Was genau passiert ist, kann ich gar nicht mehr sagen, diese ein/zwei Sekunden fehlen mir. Allerdings scheine ich auf eine Poller gefahren zu sein. Das ist mir unerklärlich, da ich sowohl diesen Weg als auch diese Fahrräder kenne, schließlich fahre ich teilweise mehrmals täglich damit; und nüchtern war ich auch. Ich weiß noch, dass mir kurz vorher etwas komisch vorkam und ich dachte, dass da evtl. ein Plattfuss ist – war es aber nicht.
Passiert ist mir nicht viel, vermutlich eine Rippenprellung und eine leichte Gehirnerschütterung – und wie ich mir den großen Zeh verletzt habe, ist mir noch ein Rätsel.
so sieht ein Zeh nach einem Radunfall aus
Das Rad war aber kaputt, auf dem restlichen Heimweg habe ich dann gemerkt, dass die Gabel überhaupt nicht mehr funktionierte – ich vermute, dass die schon davor kaputt war und das der Grund für mein (vermutlich) misslungenes Lenkmanöver war.
Am Tag drauf hat noch ein Call-a-Bike Mitarbeiter angerufen, sich nach meinem Befinden erkundigt und wollte mich dazu überreden, doch weiterhin Fahrrad zu fahren. Das war aber gar nicht nötig. ;~)

Lunch-Konzert

Lunchkonzert in der Stuttgarter Opernach dem Mittagspausen-Konzert in der letzten Woche, habe ich für heute gleich wieder eine Beschäftigung für die Mittagspause gefunden. Diesmal nicht in einem Plattenladen, sondern im Foyer des großen Hauses der Stuttgarter Oper. Überraschend für mich war, dass es bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Mit dieser Musik konnte ich nicht so viel anfangen. Aber da es nur eine halbe Stunde geht, kann man sich schon mal auf „etwas neues“ einlassen. Vermutlich werde ich diese Konzertreihe im Hinterkopf behalten und bei den nächsten Veranstaltungen wieder versuchen, teilzunehmen.
Lunchkonzert in der Stuttgarter Oper

„und morgen mittag bin ich tot“

wie könnte es aussehen, wenn ein totkranker Mensch sich dazu entschließt, zu sterben? Und zwar noch solange er es kann und nicht nur noch bewegungslos in irgendwelchen Betten liegt und am „Dahinvegetieren“ ist? Als Steigerung dieses Szenarios kann man sich ein 20-jähriges, eigentlich lebensfrohes Mädel in dieser Rolle vorstellen. Genau darum geht dieser Film.
Kino im Merlin
Im Anbetracht der Thematik des Filmes hört es sich ziemlich daneben an, aber diese Stühle im Merlin sind echt nicht dafür gemacht, um einen ganzen Kinofilm lang darauf zu sitzen.

Kabarett-Festival

ich bin ja nicht so der Kabarett-Fan – und in der Thematik kenne ich mich auch nicht so richtig aus. Da ich seit ein paar Jahren auch zu den Politik-Verdrossenen gehöre, verstehe ich auch vieles einfach nicht mehr. Durch ein paar Zufälle bin ich dann aber doch zu einer Karte zur Eröffnungsgala im Theaterhaus gekommen – erste Reihe, Mitte. Und dabei war mein Credo bisher immer: niemals erste Reihe.
Und es sollte sich heute mal wieder bewahrheiten! Angespuckt wurde ich nicht, durfte/musste allerdings beim Theatre du Pain mitmachen. Meinen Namen nennen (mir fiel spontan nichts besseres als „Peter“ ein) und dann als Opfer für irgendetwas, was ich schon wieder vergessen habe, 30 Sekunden die Luft anhalten. Die Frage, ob ich mich darauf freue, so von 1 bis 10, konnte ich dann wieder halbwegs gut ironisch mit 11 beantworten. Nagut – dann haben also etwa 1000 Menschen bis 30 gezählt und mein Einsatz war damit beendet.
Kabarett-Fan bin ich dadurch immer noch nicht geworden.
das Theatre du Pain bei der Eröffnungsgala

Moulettes

es gäbe ein Mittagspausen-Konzert im Ratzer Records, ob ich nicht Lust zum Fotografieren hätte. Die Band soll spannend sein und außerdem am nächsten Tag sowieso auch nochmal im Keller Klub spielen. Nagut – auf die Kantine kann ich an einem Tag der Woche durchaus mal verzichten also geht’s in die Stadt. Und das hört sich tatsächlich gut an, was die Moulettes da bieten.die Moulettes im Ratzer Records
Die Spannung steigt – wie wird sich diese Band wohl mit vollem Instrumentarium und dazu noch verstärkt anhören? Das will ich jetzt tatsächlich wissen und mache mich am nächsten Tag auf den Weg in den Keller Klub, obwohl ich dort öfters ziemlich miserable Foto-Gegebenheiten vorgefunden habe. Auch diesmal ist es bei weitem nicht perfekt, aber halbwegs erträglich. Sowas kam dann z.B. dabei heraus.Moulettes im Keller Klub
Und wie das ja oft so ist, gibt es noch einen gig-blog Artikel, wo auch noch weitere Bilder dabei sind.

Unerhört. Ungeklärt. Ungesühnt.

bei einer Crowdfunding-Aktion konnte man sich an der Erstellung eines Buches über den Stuttgarter Wasserwerferprozess beteiligen. Es wird den Titel „Unerhört. Ungeklärt. Ungesühnt.“ bekommen. Das habe ich gerne gemacht, auch wenn ich dieses Buch vermutlich niemals lesen werde – ich glaube, ich komme mit Büchern einfach nicht mehr klar. Aber das Thema verdient es unbedingt, dass hier weiter recherchiert wird. Die Instanzen, die sich eigentlich darum kümmern sollten, sind (nicht nur meiner Meinung nach) offensichtlich nicht unbedingt darauf erpicht, hier Licht ins Dunkle zu bringen und alles aufzuklären.
Zur Aktion gehörte dann auch die Einladung zur Buchpräsentation.
Buchpräsentation im WKV
Also, falls sich jemand für das Thema interessiert, könnte ich gerne das Buch mal verleihen.