Archiv für den Monat: Juni 2015

Stockholm, planlos

es ist ja immer noch so, dass ich ziemlich plan- und orientierungslos hier in Stockholm bin. Alle Mechanismen, die ich bisher in anderen Städten genutzt habe, scheinen hier nicht zu funktionieren. Ich bekomme einfach nichts von der „Nicht-Touri-Stadt“ mit – und die Touri-Stadt interessiert mich eigentlich nicht besonders. Trotzdem mache ich mal eine „untypische“ Tour mit um wenigstens ein paar Infos über die Stadt zu bekommen – der Tourguide konnte mir allerdings auch nichts über Konzerte oder Subkultur erzählen. Dafür gabs solche Bilder.Stadt Stockholm, Touri-mäßig
Und hier sieht man ganz gut, dass wirklich ständig die Sonne brannte – ich hatte geschickterweise keine kurzen Hosen dabei. Aber es war immer noch auszuhalten. Die Einheimischen lagen allerdings in Bikini oder Badehose überall rum, gerne auch mal auf den Friedhöfen mitten in der Stadt. Angeblich soll das was mit der recht nicht-christlichen Einstellung der allermeisten Schweden zu tun haben – ist aber für uns erstmal etwas ungewohnt. Weiterlesen

Stockholm

auf die Schnelle habe ich mir noch einen Flug nach Stockholm gebucht, ohne irgend etwas über diese Stadt zu wissen.
Was mir hier super gefällt: Dass man hier überall mit Hej begrüßt wird – von dem, was danach kommt, verstehe ich zwar kein Wort mehr, aber dieses Hej schleppe ich schon seit vielen Jahren mit mir rum. Naja – so recht weiß ich nicht, was ich hier machen soll, mein Hostel habe ich auf jeden Fall schon mal gefunden, das ist direkt im „International IT College of Sweden“.Stockholm: mein Hostel im IT College
Eine Wochenkarte für die U-Bahn (oder auch Tunnelbana genannt, das verstehe ich auch gerade noch) habe ich natürlich auch gleich besorgt. Damit war mein Bargeld vom Flughafen-Automaten auch schon fast wieder weg. Mehr als 2000 Kronen gibt’s nicht auf einmal.
Stockholm: U-Bahnen (Tunnelbana)

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Schmutzki

im letzten Jahr noch ein paar wilde Partys™ mit den Jungs von Schmutzki erlebt. Für die Album (genannt BÄM) Release-Party im Schocken konnte ich leider niemanden meiner gig-blog Kollegen begeistern. Aber dort habe ich wenigstens die Lokal-Prominenz vom Kessel.TV getroffen, die mich schon mal zur Kessel.TV-Radioshow eingeladen haben. Die haben auf jeden Fall die Lunte gerochen, und wollten noch schnell eine Sendung mit Schmutzki machen, bevor sie endgültig durch die Decke gehen; zufällig nur wenige Tage nach diesem Konzert. Und bei so einer besonderen Veranstaltung habe ich dann auch endlich einen gig-blog Autoren gefunden, der dieses Wohnzimmer-Konzert mal zusammengeschrieben hat; natürlich kann man beim Kessel.TV auch etwas darüber lesen.

Schmutzki im Kessel.TV Wohnzimmer

Schmutzki im Kessel.TV Wohnzimmer

Wobei es im Schocken auch interessant war. Das hat ja schon mal mit einem Mini-„Unplugged“-Konzert draußen angefangen, um den Schmutzki-Mob dazu zu überreden, sich auch die Vorband anzuschauen. Beim nächsten Konzert in Stuttgart im November werde ich auf jeden Fall wieder dabei sein!
Schmutzki im Schocken

 

rechtes Auge blind

ehrlich gesagt, hatte ich bisher immer gedacht, dass diese Aussage, unsere Polizei wäre „auf dem rechten Auge blind“ ziemlich aus der Luft gegriffen ist. Die ganzen letzten Ermittlungen bzgl. der NSU-Terrorzelle und den Verstrickungen der BW-Polizei in den KuKluxKlan ließen mich etwas aufhorchen. Aber wie es halt so ist, solange man nicht direkt betroffen ist, kann man das wunderbar ignorieren (das geht ja an Discounter- oder Bekleidungsgeschäften auch super).
Heute ist also wieder eine Bildungsplan-Gegner-Demo in Stuttgart, diese Leute muss man durchaus als mindestens erz-konservativ bezeichnen, mit weiten Ausläufern in den ganz tiefen braunen Sumpf. Natürlich lässt ich unsere Polizei dabei auch mit einigen Hundertschaften und zig Polizei-Autos und sogar Pferden blicken.
Polizeimassen, Autos
Ich gehöre ja noch zu den „unbescholtenen“ Bürgern – aber wenn man so einer Wand von vollgepanzerten Polizisten gegenübersteht (die vermutlich locker einige Krisengebiete dieser Welt befrieden könnten), dann wird einem schon etwas anders.
Polizeimassen, Leute
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irgendein Tag

heute habe ich mal festgestellt, dass diese Laufhose etwas kürzer als meine Radhosen ist – und ich fahre offensichtlich viel mehr Rad, als ich laufe.

deutliche Streifen vom Sport

deutliche Streifen vom Sport

Und abends dann in eine Fahrkarten-Kontrolle in der Stuttgarter U-Bahn gekommen. Das kenne ich schon von dem ein oder anderen Freitag Abend – aber bisher war es immer stadteinwärts. Diese Kontrolle war sonderbarer Weise in die Gegenrichtung. Auf jeden Fall wird da nicht lange gefackelt, wer keine Fahrkarte hat, wird von den Kontroll-Teams aus der Bahn gezogen und bei den kleinsten Widerworten gleich der Polizei übergeben.

Kontrolle in der Stuttgarter U-Bahn

Kontrolle in der Stuttgarter U-Bahn

Die Toten kommen!

vor einigen Wochen lag bereits eine Liste mit den damals bekannten 17000 an dem europäischen Grenzen umgekommen Flüchtlingen aus; und zwar so, dass alle Abgeordneten über diesen 100m langen Teppich gehen mussten. (hier ein Link zur Erinnerung)
Seitdem ist nicht viel passiert, jetzt holt das Zentrum für Politische Schönheit exemplarisch einige dieser Toten direkt nach Berlin und lässt sie dort – ziemlich öffentlichkeitswirksam – begraben. Ich befürchte allerdings, dass sich dadurch rein gar nichts ändert (und will gleichzeitig mit keinem Politiker mehr darüber diskutieren müssen, wieso ich von Politik einfach nix mehr halten kann!)
Bei dieser Recherche habe ich auch diesen sehr treffenden Satz gefunden: „Einstein hat Wahnsinn damit definiert, stets das Gleiche zu tun und ein anderes Resultat zu erwarten“.

Stopp-Schild-Party

ja, ich habe es mal wieder in die Zeitung geschafft! Ob ich auch in der gedruckten Ausgabe bin, weiß ich gar nicht, aber in der Online-Ausgabe bin ich drin. Und zwar in einem Bericht zur ersten „Stopp-Schild-Party“ in Stuttgart.
Hier in Stuttgart hat die Stadtverwaltung ein (nebenbei ziemlich unnötiges) Stopp-Schild an der sogenannten „Hauptradroute 1“ aufgestellt. Zusammen mit der Aussage, dass sie den Radverkehr etwa verdreifachen will, macht das alles gar keinen Sinn. Also wurden flix ein paar Radfahrer mobilisiert, die mal darstellen sollten, wie unsinnig das Stoppen für Radfahrer im Allgemeinen – und an dieser Stelle im Speziellen – denn ist.
So, und hier ist der Link zu dem Artikel, ich bin der Typ ganz links, dessen Gesicht leider abgeschnitten ist.
Für mehr Hintergrund-Infos, inkl. einem kurzen Stopp-Video, sollte man hier klicken.

Opernsängerin

das interessante an diesem gig-blog ist ja, dass man hierbei öfters mal auf Konzerte geht, die sonst nicht auf dem Plan ständen. Als Fotograf ist mir das ja auch ziemlich egal, wen ich fotografiere – da spielt das ganze Umfeld (Lichtsituation oder Bühne) eine größere Rolle, als die Künstler. Zusätzlich kann ich danach dann über das Konzert auch noch einen lesenswerten Bericht lesen und, wenn nötig, beim jeweiligen Autoren noch Hintergrundinformationen erfragen (oder auch manchmal einbringen).
Also geht es diesmal zu einer Zusammenarbeit von Angelika Kirchschlager mit Rufus Wainwright. Von ersterer habe ich noch nie irgendetwas gehört, schließlich weiß ich von dieser sogenannten „E-Musik“ auch nur, wie man sie buchstabiert; Herrn Wainwright kenne ich zwar vom Namen aber sein Werk auch nicht. Aber gut – ab nach Ludwigsburg ins Forum (auch so ein Ort, an dem ich noch nie war) und rein ins gig-blog-Abenteuer!
Allerdings bin ich nicht in der Lage, eine vernünftige Konzertbeschreibung zu verfassen, daher hier nur der Link zum Text von meinem Kollegen.

SNAG

SNAG? Wasndas? Auf der Homepage kann man lesen: „SNAG ist ein Festival der Künste“. Nagut – überzeugt. Das schaue ich mir doch mal an. Besser als das FURT Konzert wird es schon sein.
Und hier darf ich auch wieder so fotografieren, wie ich will; bzw. hier unterliege ich nur meinen eigenen Zwängen. D.h. keine blöden Bilder von den Musikern und weder die Musiker noch das Publikum stören. Mit den erschwerten Randbedingungen, dass hier halt keine schön ausgeleuchtete Bühne oder gar ein Fotograben vorhanden ist. Irgendwas ist halt immer….
Raus gekommen sind dennoch halbwegs interessante Bilder, bei denen ich diesmal sogar zum ersten Mal die Live-View Technik mit manueller Fokussierung probieren musste, da der Autofocus bei der geringen Lichtmenge / Gegenlicht nicht mehr mitspielte.

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass es auf dem gig-blog einen ausführlicheren Bericht darüber gibt, aber dennoch hier der Link zu genau diesem Artikel – das ist mal ein Service, nicht wahr?!

All diese Gewalt bei SNAG 2015

All diese Gewalt bei SNAG 2015

 

Farin Urlaub Racing Team

ja, beim Farin Urlaub Racing Team Konzert war ich auch. Ich glaube, das ist zwar der kommerziell erfolgreichste der ehemaligen Ärzte, allerdings steht er auch irgendwie immer nur auf dem „dritter Sieger“ Treppchen, wenn man ihn mit der aktuellen Restbesetzung vergleicht. Aber nicht falsch verstehen, das ist natürlich immer noch ganz schön weit oben – und dabei brauche ich nicht mal die Scorpions oder Pur als Vergleich bemühen.
Neben der üblichen Ansage, dass ich nur die ersten drei Lieder fotografieren darf (und beim ersten recht lang noch die ganze Bühne hinter einem Vorhang versteckt war), gab es noch einen Fotovertrag. Dieser war natürlich nur „zu meiner eigenen Sicherheit“ damit mit den Bildern kein „Schindluder“ (Zitat aus dem Vertrag!) getrieben wird. 10 Bilder waren erlaubt und auch nur für das angefragte online-Medium. In meinem Fall also gig-blog, keine Veröffentlichung auf anderen Seiten oder „Portalen wie facebook oder twitter“. Nagut, der Mann ist 53 und kennt sich in der Thematik vielleicht nicht so aus. Aber von seinem Management hätte ich schon etwas anderes erwartet.
Nagut – was soll’s – das Konzert hat mich sowieso nicht vom Hocker gerissen, nach 80min bin ich gegangen, weil ich doch etwas gelangweilt war….

Jon Gnarr Lesung

ich weiß nicht so genau, wie ich Jon Gnarr beschreiben soll, er ist so eine Art Komiker oder Satiriker. Und er hat es im Jahr 2010 im Zuge der wirtschaftlichen Krise in Island geschafft, Bürgermeister von Reykjavik zu werden – mit der Mehrheit der Stimmen von etwa 35%! Chapeau an die Isländer, die da mitmachten. Bei uns schafft es die – wenigstens ein bisschen vergleichbare – Die Partei bei weitem nicht so weit. Schade.
Und diese Berühmtheit war nun in Stuttgart im Merlin – und da taucht dann natürlich auch der gig-blog auf, auch wenn der üblicherweise nur zu Konzerten geht.

Jon Gnarr im Merlin

Jon Gnarr im Merlin

Das Merlin ist natürlich ausverkauft, schafft es spontan aber trotzdem noch, eine Live-Übertragung in das angeschlossene Cafe zu organisieren, in dem nochmal ca. 50 Leute dieser Lesung zuhören.
Im Anschluss werden ratzekahl alle Bücher wegverkauft und Die Partei versucht noch ein paar Mitglieder zu werben und greift dafür u.a. auf diesen Slogan zurück: „Treten sie jetzt ein, damit sie später unter Protest austreten können!“

 

ach, die Bahn

heute habe ich mich über diese lustige (?) Anzeige gewundert (abgesehen davon, dass jede der drei Bahnen, die dort einfährt das gleiche Ziel hat):

Achte auf Dein Zugziel!

Achte auf Dein Zugziel!

Und musste dabei nochmal an die auch sehr lustige Durchsage von gestern denken – vor allem wenn man bedenkt, dass das angepsrochene Hauptbahnhof-Gleis für die S-Bahn einige hundert Meter entfernt ist; mit evtl. vorhandenem Gepäck ist da natürlich gar nix mehr zu machen, weil einige Treppen (und nicht funktionierende Rolltreppen/Aufzüge) dazwischen liegen. Also „lustig“ war es eher nur für mich, weil ich die S1 nicht nehmen wollte – alle anderen waren vermutlich zurecht angepisst, weil die nächste halt erst wieder in 30min fährt; aber es weiß wahrscheinlich auch niemand von wo.

„Die S1 fährt heute vom Hauptbahnhof ab; wenn sie sich beeilen, schaffen sie es noch.“

Ü-Bahn, ISLAMISIERUNG!!!

naja, was soll man zu solch einem horrenden Schwachsinn, wie es die Pegida-Bewegung verbreitet schon noch sagen. Aber irgendwie scheinen sie ja Recht zu haben, sogar in Stuttgart fahren jetzt schon Ü-Bahnen.
Was das mit Islamisierung zu tun hat? Strenggenommen nix (aber auf vernünftige Argumente kommt es Pegida ja auch nicht an). Es ist lediglich das Aufschnappen des Vorurteils, dass in der türkischen Sprache das Ü deutlich häuftiger verwendet wird, als im Deutschen.

Ü-Bahn in Stuttgart - NoPegida!

Ü-Bahn in Stuttgart – NoPegida!

Ich bleibe bei meiner Überzeugung: Kein fussbreit dem rechten Mob! NoPegida!