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nach all den Tagen und unzähligen Kilometern übers überwiegend langweilige Land (nach dem ersten Tag sieht doch fast alles ähnlich aus) war es heute soweit: endlich Strand! Und nicht nur irgend eine Küstenstrasse, sondern die B100 – die Great Ocean Road. Darauf werde ich noch drei oder vier Tage fahren, bis ich wieder in der Nähe von Melbourne bin; dann werde ich sie komplett abgefahren sein. Naja, dann ist aber noch nicht Schluss, schliesslich gehen die Strände dann noch etwa drei Wochen bis Sydney weiter….
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Melbourne
gestern Vormittag noch ein bisschen planlos durch Melbourne gefahren und nachmittags dann per Bummelzug nach Warrnambool (etwa dreinhalb Stunden Fahrt, ca. 20€). Jetzt bin ich am anderen Ende der Great Ocean Road; ab heute gehts wieder zurück nach Sydney – aber schön langsam, dass ich auch keinen schönen Strand verpasse! Achja: abgesehen vom Weg vom Bahnhof zum Hostel bin ich gestern mal keinen Kilometer gefahren….
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immer weiter!
heute liefs ziemlich gut, hatte mir gestern sogar noch ein Weihnachtsmahl eingepackt: Shortbread (mehr Weihnachten wirds nicht mehr – obwohl ich eigentlich die Klimaanlagen-Verschluss-Konstruktion noch dekorieren hätte können). Ansonsten habe ich auf meiner fast komplett geraden und ebenen Strecke schon morgens sehen können, wo ich Nachmittags rauskomme. Vermutlich hatte ich auch eine Art Rückenwind, denn ich cruiste die meiste Zeit im 17. oder 18. Gang (von 20) übers Land. Yeah! Da machte auch der zweite Plattfuß fast nix mehr aus; weniger als sieben Stunden, inkl. aller Pausen für 145km – so darf es weitergehen! Zufällig kam ich auch gerade rechtzeitig…
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weiter so
wow, fast perfekt! Super Wetter, ein nicht allzu grosser Berg (den es auch wieder runter ging), fast keine Fliegen, eine schicke Strecke und ziemlich windstill. So kann es weitergehen; frohes Fest
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Regen
ach, Australien, du machst es mir wirklich schwer. Du bietest alles auf, um dich scheisse zu finden. Heute z.B. vier Stunden Regen bei bitterer Kälte (nach der Hitze, den Bergen und dem Gegenwind in den letzten Tagen). Gegen halb zwei habe ich aufgegeben und mich in den einzigen halbwegs trockenen (aber nicht winddichten) Unterstand gestellt: eine Telefonzelle. Selbstverständlich habe ich in meiner Naivität nicht mit Regen gerechnet – und erst recht nicht mit Temperaturen unter 17°! Regenklamotten oder zumindest etwas Langes habe ich nicht eingepackt. So stand ich also etwa eine Stunde frierend (aber nicht mehr tropfnass) in dieser Telefonzelle…
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Wind
tl;dr die schlimmste Radtour meines Lebens! Heute waren wieder über 40°C angekündigt. Was mir aber keiner verraten hat, dass es fast die ganze Zeit starken Gegenwind geben wird. Ich musste die allermeiste Zeit in sehr, sehr kleinen Gängen und daher auch sehr, sehr langsam fahren. ZUM KOTZEN! Ausserdem frage ich mich ernsthaft, wie diese idiotischen Australier auf die Idee kommen, die Strasse, die eigentlich dem (naturgemäß ebenen) Flusslauf folgen könnte, ständig über irgendwelche Hügel „umzuleiten“. Total bescheuert! Wie übrigens auch der Wind. Er kam meist von vorne oder vorne rechts; so stark, dass ich öfters spontane Lenkmanöver durchführen musste, um…
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Motivation
der Plan für heute steht. Keine Autobahn und nur 80km. Zur Motivation gabs gestern noch eine Familien-Pizza und ein Bier (0,75L Flasche, yeah). Die Pizza ging recht schnell weg, das letzte Stück hab ich mir dann aber doch fürs Frühstück aufgehoben. Essen könnte ich gerade sowieso endlos; die letzten Tage waren es 400-500g Nudeln (was laut Packung vier Portionen sind). Und die 2L Apfel & Zitronensaft (zum Teil als Schorle, plus einem Liter Wasser) waren heute früh auch ausgetrunken. Ich denke mal, jetzt sind alle Energiespeicher wieder aufgefüllt.
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42°
im Moment liege ich ziemlich fertig auf dem Bett unter einer maximal kühlenden Klimaanlage. Ich bin heute 160km bei einer unglaublichen Hitze gefahren. Etwa gegen 17:00 schaute ich mal auf das Thermometer: 42°C! Ich sollte mir dringend mal etwas überlegen, so kann das nicht weitergehen; Hitze, Monotonie, Hügel und Fliegen zehren ganz schön arg an der Motivation. Die Familie, die ich am ersten Tag getroffen habe hat auch einen Blog. Sie wollen nicht nur durch Reden die Welt verbessern, sie leben es auch konsequent. Ich habe bisher nur mal kurz auf die Seite geschaut, sie mir aber für zuhause in…
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3. Tag (Pause)
nach dem gestrigen „Höllenritt“ waren heute keine Rad-Kilometer angesagt. Mein Tag hat frühmorgens mit einem Feueralarm in der Jugendherberge begonnen und danach habe ich meinen Tag damit verbracht, im Canberra Krankenhaus vorbeizuschauen, Kuchen zu essen, Postkarten zu schreiben (niemand von den Lesern hier wird eine bekommen), dem Sonnenbrand beim Weggehen zuzuschauen und bei 37°C einfach viel Wasser zu trinken. Abends hab ich mir dann den nötigen 400g Nudelberg gekocht (mit Pesto). Über die Berge im Hintergrund, die ich beim Anfahren von Canberra gesehen habe, mache ich mir dann morgen früh Gedanken….
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2. Tag
diesmal aufgeteilt in drei Etappen: 60km, 40km und 70km – etwa neun Stunden auf dem Rad (morgen ist Pause!!). Die erste lief ganz gut, teilweise sogar auf dem Highway. Manche LKWs haben mich richtig angeschoben und mitgezogen; die dürfen hier auch 110km/h fahren – bei anderen habe ich allerdings nur ein laues Lüftchen bemerkt. Und ich habe mein erstes (noch) lebendes Känguru gesehen, es lag am Highwayrand, schaute mir hinterher aber konnte nicht mehr wegspringen. Diese toten Tiere, v.a. Kängurus, sind mir dann vor allem auf dem zweiten Teilstück aufgefallen. Es vergehen kaum mal 200/300m ohne dass ein totes Tier…