bei facebook

beim Frühstück: Regen – und ich denke mir: Gut, dass ich noch nicht mit dem Rad unterwegs bin.

Ist aber nur ein kurzer Schauer, als ich fertig bin und das Internet leer gelesen habe, ist es wieder vorbei. Ich mache mich auf in einen Park auf der anderen Seite der Stadt um bei einer Radtour auf diesen Leihrädern teilzunehmen. Ist aber niemand da, vermutlich hätte ich mich doch vorher anmelden sollen.
Nagut, dann auf zu facebook. Die sind tatsächlich in Toronto vor Ort und auch vor nicht allzu langer Zeit mal umgezogen. Da so ein Büro dieser IT-Giganten immer Aufmerksamkeit auf sich zieht, wurde darüber auch in der Presse berichtet – somit wusste ich auch, wo ich hin musste; im MaRS-Gebäude also in den 12. Stock. Mit mir im Aufzug einer mit einem blauen facebook T-Shirt. Ihm erzähle ich von meinem Anliegen, er meint aber nur, dass hier nur „Sales Team“ sei und mir bestimmt niemand helfen kann. Weiterlesen

großer Umzug

heute ist der große Umzug, allerdings erst Nachmittags um zwei. Bis dahin habe ich noch Zeit und schaue erstmal aus dem Fenster. Toronto sieht etwa so aus, das ist eigentlich alles noch „Downtown“, also mitten in der Stadt. Ziemlich viel grün und man kann an der Kreuzung auch diese neuen Radwege sehen. Von einer Feinstaub-Belastung in Toronto habe ich noch nie etwas gehört.

Ich schaue nochmal bei der „Making Peace“ Ausstellung vorbei, weil dort heute sogar eine Führung vom Künstler selbst ist (um 10:30 – also schon wieder den Wecker stellen). Er will von mir gleich noch wissen, ob ich nicht irgendwelche Kontakte in Deutschland habe, denen er seine Ausstellung vorstellen könnte. Hab ich nicht, ihm aber gesagt, dass 2019 ein relativ wichtiges Datum bzgl. „Frieden“ bei uns ist. Ein Bild in seiner Ausstellung ist auch zum Thema „Mauerfall“. Wenn ihr also 2019 irgendwo in Deutschland etwas von einer Ausstellung „Making Peace“ (oder halt mit deutschem Titel) von Ashley Woods seht, könnt ihr das vielleicht mir verdanken.
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Raddemo: Bells on Danforth

beim planlosen durch-die-Stadt-Streifen bin ich an einem solchen Plakat vorbei gekommen, es wird zu einer „Pedal powered Parade to celebrate cycling“ aufgerufen. Das hört sich für mich nach Critical Mass an und daher schreibe ich mir das gleich mal in den Kalender. Auf wenn es bedeutet, dass ich wieder einen Wecker stellen sollte.

Als ich mit dem Leihrad dort ankomme, sind schon einige Leute dort versammelt, es ist sogar eine stationäre Lautsprecher-Anlage aufgebaut. Bis es wirklich losgeht dauert es noch eine halbe Stunde und ich befürchte schlimme Reden.

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Pride

beim Buchen eines Bettes in Toronto habe ich mich noch etwas gewundert, wieso alle Hostels mehr oder weniger komplett ausgebucht sind. Ich muss jetzt auf jeden Fall jeden Tag von Hostel zu Hostel umziehen – normalerweise würde ich sowas ja eher nicht machen, aber hej, was solls. Um das erste Hostel war es nicht besonders schade, es war nur eine normale fünf Zimmer Wohnung mit 30 Schlafplätzen. Die Wohnungssituation in Toronto soll wohl recht angespannt sein, aber findige „Geschäftsleute“ schaffen es immer noch, mit solchen Ideen mehrere hundert Dollar pro Nacht zu verdienen. Mit den Leihrädern hier in Toronto (15$ für 3 Tage, danach ist jede 30min Fahrt frei) kommt man ganz gut rum, Downtown und an jeder Metro-Station gibt es solche Räder. Nur mit meinem Gepäck kommen sie nicht so recht klar.

In einem Park dann ein solches Schild. Wenn Stuttgart mitkriegt, dass man damit durchkommt, werden sie bestimmt Radfahren in der ganzen Stadt verbieten.

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nächste Etappe

trotz Urlaub musste ich schon wieder den Wecker stellen. Abflug aus Reykjavík ist heute um 10:30, die Fahrt zum Flughafen wird etwa 1h dauern. Also sollte ich den 07:30 Transfer-Bus nehmen und trotz leichter Zeitverschiebung kann ich mich bestimmt nicht darauf verlassen, rechtzeitig aufzustehen. Das kalte Wetter hält mich nicht unbedingt hier, außerdem will ich ja nach Kanada und dort Radfahren!
Den Korb mit den übrig gelassenen Lebensmitteln habe ich schon leer gegessen. Es ist ist Hostels üblich, dass dort alle möglichen weiterverwendbaren Reste (Lebensmittel, übrige Shampoos, Klamotten, die nicht mehr in den Rucksack passen, etc) anderen zur Verfügung gestellt werden. Bei diesem Zeug habe ich aber nicht zugegriffen – keine Ahnung, was das ist. Da ich keinen Lust darauf habe, Pferde- oder Hundefutter zu essen, lasse ich das unangetastet liegen.

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Schwimmbäder

das Traumwetter für ausgedehnte Spaziergänger ist es immer noch nicht, eher so wie gestern: einstellige Temperaturen und Nieselregen. Was man für Island immer wieder empfohlen bekommt, ist der Besuch eines Schwimmbades (die hier natürlich auch alle Pools mit heißem Wasser haben). Laut Stadtplan ist direkt neben meinem Hostel solch eines. Aber die Schilder sprechen eine deutliche Sprache und die Türen gehen auch wirklich nicht auf; außer für ein paar Bauarbeiter, die da ein und aus gehen.

Ich habe daher mal einen Wecker gestellt und sitze schon kurz nach neun im Bus zu einem anderen Bad. Die ganzen Namen in Island sagen mir ja überhaupt nix und ich kann sie mir auch nicht merken. Aber als der Bus sich dem Bad nähert, wird mir klar, dass ich beim letzten Besuch schon dort war. Naja – was solls. Schwimmbad ist schließlich Schwimmbad und ich habe vor, heute Abend noch in ein anderes zu gehen. Im Bad sind Fotos natürlich verboten, allerdings hätte ich auch nicht gewusst, was ich dort fotografieren sollte. In den zwei Stunden, die ich dort war, habe ich es kaum aus den heißen Pools raus geschafft (bis zu 44°C). Aber fürs gute Gewissen habe ich dann doch noch 10x50m-Bahnen Kraul und zwei Bahnen Brust hinter mich gebracht. Im 5°C Pool war ich auch für ca 0,3 Millisekunden. Weiterlesen

Museumstag

der Wetterbericht hat es ja schon vorausgesagt, der Sommer hier in Reykjavik ist wohl erstmal vorbei. Keine Sonne mehr, unter 10°C und die ganze Zeit leichter Nieselregen. Ich besorge mir eine sog. „CityCard“, mit der ich einige Museen und den Nahverkehr nutzen kann. Kosten: ca. 45€ für zwei Tage.
Für andere Städte vielleicht teuer, in Island kommt mir das relativ günstig vor. Gesehen habe ich ein Plakat für Mittagsjazz im Nationalmuseum, sowas kenne ich ja schon von den Lunch-Konzerten in Stuttgart. Allerdings ist der Rahmen in diesem Kunstwerk schon noch etwas anders.

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