Sherbrooke – Port Hood

bei der Ankunft am Zeltplatz gestern hat es ein paar Tropfen geregnet. Ich habe mein Rad mal unter einen Baum gestellt, erstmal ohne irgendetwas auszupacken oder aufzubauen. Dann habe ich mir die Wettervorhersage angeschaut, die jedoch nichts von Regen sagte. Daraufhin hat es auch wieder aufgehört zum Tröpfeln und ich konnte mein Zelt aufbauen.
Wie schonmal, ist der Zeltplatz heute früh sehr verlassen, die Leute scheinen alle noch zu schlafen nachdem sie letzte Nacht bei lauter Country-Musik noch recht lange feierten.
Ich warte noch kurz bis der Nebel von der Sonne verjagt wird, packe dann ein und fahre los. Ich ziehe so ungefähr alles an, was ich habe, denn es ist langsam wirklich Herbst – und das spürt man jetzt auch.

Ich habe mir heute mit einer 160km Tour ein etwas längeres Stück vorgenommen, mal sehen, ob es klappt.,,,
Neben Nebel am Morgen gibt es natürlich den Rest des Tages diese bunten Bäume überall am Straßenrand.

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Ship Harbour – Sherbrooke

an der Küste hier haben zeitweise alle Städte, besser gesagt „Dörfer“, Harbour als Teil ihres Namens. An anderen Stellen sind alle irgendwas mit „Bay“. Ist aber gar nicht so wichtig, wichtiger für mich ist es, ob ich etwas zum Essen bekomme – und das ist schon schwieriger. Immerhin fand ich einen Supermarkt für ein spätes Frühstück, einen für ein Mittagessen und kurz vor Schluss noch einen, bei dem ich etwas fürs Abendessen am Campingplatz mitnehmen konnte. Das war aber auch schon alles.

Mein Campingplatz in der letzten Nacht war hier rechts in dem Wald versteckt. Gestern hat mir der Besitzer noch etwas von Walen, Delphinen und Ottern da draußen im Ozean erzählt. Davon habe ich aber nichts gesehen.

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Halifax – Ship Harbour

sodale – nach der kurzen Pause sieht der neue Plan so aus: ich werde nach Cape Breton radeln und komme dabei auch an der Fähre nach Newfoundland vorbei. Wenn dort die Wettervorhersage halbwegs vernünftiges Wetter ansagt, dann setze ich über. Sonst lasse ich das in diesem Urlaub sein. Vielleicht komme ich irgendwann mal wieder vorbei und radle die letzten 1000km zum „östlichsten Punkt in Kanada“
Das ist aber alles noch ein paar hundert Kilometer entfernt, ich muss erstmal wieder aus Halifax rauskommen.

Auf dem Weg kam ich an diesem World Peace Pavillon vorbei. Viel Zeit habe ich mir dafür nicht genommen, das kann man ja immer noch irgendwann später und digital machen.

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Heimaturlaub zum Klassentreffen

ich wusste ja schon vor meiner Abreise, dass am 30. September unser 20-jähriges Klassentreffen sein wird. Allerdings wusste ich damals noch überhaupt nicht, ob ich dabei teilnehmen kann, oder nicht. Beim letzten (?) Treffen war ich auch schon im Urlaub und so oft sind diese Treffen auch wieder nicht. Also habe ich, als es langsam abzusehen war, wo ich um den 30.9. sein werde, meine Kanada-Durchquerungspläne über den Haufen geschmissen und in den letzten Tagen ein bisschen „Zeit totgeschlagen“, indem ich in Richtung Halifax gefahren bin und dann dort ziemlich seltsam für einen Cross-Canada-Cyclist gefahren bin. Einen Flug habe ich noch recht spontan für 560€ inkl. Zug zum Flug bekommen und daher gleich mal zugeschlagen.

Joe Mayer gab uns eine Führung durchs aktuelle Schulgebäude, von dem man inzwischen wenig wiedererkennen kann – die 20 Jahre sind nicht spurlos daran vorbei gegangen. Unser Neubau ist inzwischen der Altbau und auch sonst ist alles anders.

Naja, ganz anders nicht. Der Physiksaal sieht noch ziemlich ähnlich aus, auch wenn er zu unserer Zeit noch mehr Charme hatte. Die Tische waren damals bis zur Unkenntlichkeit vollgeschrieben und -gemalt. Wie wir es damals 45min auf diesen Bänken ausgehalten haben, wundere ich mich aber doch.

Dann haben wir noch probiert unser Gruppenfoto von damals nachzustellen. Zum Glück ist das Bild online und John hat es geschafft uns alle wieder richtig hinzustellen. (oder nicht? Ich überlege schon, ob ich irgendwann mal so ein vorher-nachher-Schieber-Bild daraus erstellen könnte.)

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in Halifax

als ich so durch Halifax schlendere und einen Radladen suche, der mir vielleicht mal mein Rad abkaufen könnte, komme ich an dieser Werbung vorbei. Ikea eröffnet hier ein Haus und das sogar heute. Ist mir aber egal, mit Ikea habe ich nichts am Hut und die Zeit will ich mir nicht dafür nehmen.

Ich gehe dann durch diese Tür durch und fahre mit der Fähre. Das wird als „billige Hafenrundfahrt“ angepriesen. Aber ich will – wie die ganzen Pendler um mich herum – tatsächlich nur auf die andere Seite.

Als ich aus der Fähre aussteige, werde ich mit diesem Schild begrüßt. „Willkommen zu“ – das ist ja falsch (vermutlich einfach mit so einem billigen Übersetzungsprogramm übersetzt – wobei die das doch eigentlich schon besser können solten). Aber es ist niemand da, dem ich das erzählen könnte. So wichtig, dass ich mir weitere Schritte zur Behebung dieses Fehlers ausdenke, ist es mir dann aber doch nicht und ich gehe einfach weiter.

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Martins River – Halifax

als ich wieder so ein bisschen planlos auf dem Zeltplatz sitze und darauf warte, dass mein Zelt vernünftig trocknet, kommt die Autorin von nebenan vorbei. Ihre Begeisterung ist immer noch so groß, wie letzte Nacht. Sie bringt mir einen Kaffee und fragt, ob ich noch etwas frühstücken will. Das lehne ich aber ab und esse stattdessen meine restlichen Lebensmittel. Dann schaue ich mir mal den Zeltplatz an und finde wieder diese Feuerstellen. Bisher waren an fast allen Zeltplätzen ja Autofelgen als Feuerstellen verwendet. Hier sind es Waschmaschinen-Trommeln (zumindest sieht das für mich danach aus).

Als ich zurück komme, fetzt da so ein Streifenhörnchen (?) über meinen Platz und setzt sich in den Schatten meines Isomatten-Schlafsack-Turms. Es reicht gerade noch, ein Bild zu machen, dann haut es schon wieder ab.

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Middleton – Martins River

heute wird es eine etwas anstrengendere Etappe, ich erwarte einige Hügel, hoffe aber auf guten Wind (auf die Wettervorhersage kann man sich hier ja überhaupt nicht verlassen). Die Sonne ist auf jeden Fall schon mal da.

Auf der Straße sind wieder viele absolut gerade Strecken dabei, die meist in einem Hügel enden. Es ist viel Wald links und rechts, hier fällt mir zum ersten mal wieder das „Holzfäller-Klischee“ ein.


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