Katoomba – Camden

los gehts! Heute nur bergab, zumindest habe ich mir das so vorgestellt. Von Katoomba auf 1000m bis zum Strand. Damit es nicht zu langweilig wird, nehme ich immer die Parallelstraße zur Autobahn, wenn sie vorhanden ist.

Da geht es dann aber nicht so schön abwärts, hier und da muss ich auch mal wieder ein Bergchen hochfahren. Für eine einfache Landstraße werden die Gesteinsformationen eben nicht mit dem Aufwand bearbeitet, wie man es für die Autobahn macht.

Irgendwann auf der Fahrt kriege ich dann die Info, dass der Strand mindestens ein genauso großes Ostermekka sei, wie dieses touristische Katoomba.
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raus aus Sydney

meine Schwester ist mit ihrem Freund wieder zum Flughafen aufgebrochen, ich schaue mich noch ein bisschen in Sydney um. Zuerst mal am Hafen, wo ein riesiges Kreuzfahrtschiff genau in der schönsten Szenerie zwischen Sydney Harbour Bridge und Sydney Opera parkt.
Seltsam – ich glaube, ich hätte als Bürgermeister ein Problem damit und würde nach sinnvollen Lösungen suchen, dass Touristen trotzdem noch in die Stadt kommen, aber diese riesigen, schadstoffspeienden Ungetüme eben draußen bleiben.

Direkt nebenan ist das Museum of Contemporary Art. Der Eintritt ist frei und drinnen ist es bestimmt auch etwas angenehmer als hier draußen in der brütenden Hitze.

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Strandtag

es wird heute also nochmal ein Strandtag. Und wo kann man das in Sydney besser haben, als am Bondi Beach, nachdem wir am ersten Tag schon in Manly waren? An einem Sommer-Wochenende tummeln sich hier gerne mal 35.000 Menschen, so recht kann ich das gar nicht glauben – und ich weiß, dass ich vermutlich keiner davon wäre!

Nach etwas plantschen in den Wellen und rumliegen, bis wir wieder größtenteils trocken werden, folgen wir mal dem Beach Walk.
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zurück nach Sydney

und auch dieser Ausflug neigt sich dem Ende entgegen. Den Hostel-eigenen Pool haben wir gar nicht benutzt, der nahe Strand war dann doch einladender.

Beim letzten Frühstück kriegen wir noch Besuch von diesem Vogel, der von meiner Schwester natürlich wieder gefüttert werden musste. Ich habe noch angeraten, das vielleicht nicht direkt mit der Hand zu machen und als er rigoros auf das hingelegte Müsli pickte, stellte sich heraus, dass das eine recht gute Idee war.

Ich wähle wieder das Rad und nicht den Bus. Durch Newcastle fahre ich einfach durch und einfach mal weiter. Hier ist ja die Bahnlinie in der Nähe, und ich kann jederzeit einsteigen. Da wir ausgemacht haben, dass wir uns um 19:00 in Sydney treffen, habe ich ja den ganzen Tag Zeit.
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Nelson Bay

von Newcastle aus ist es dann nicht mehr weit bis Nelson Bay. Das besteht aus eher kleinen Dörfern, die jedoch immerhin mit einem stündlich fahrenden Bus angebunden sind. Und er hält auch direkt vor dem Hostel, das mitten im Regenwald liegt.
Ich fahre mit dem Rad hin, zum einen will ich mal wieder Rad fahren und zum anderen weiß ich gar nicht, ob man das problemlos im Bus mitnehmen kann. Dabei kann ich solche Aussichten genießen.

Oder halt solche „Straßenpanoramen“.

Dort angekommen leihen wir uns noch zwei Räder und fahren dann mal zum Strand. Der erste Versuch war noch nicht ganz gut. Zwar viel Sand, aber zu weit vom Wasser weg. Also zurück zu den Rädern, neuer Versuch.

Und das hat dann funktioniert. Top Strand und auch angenehmes Wasser!

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Newcastle

danach stand Newcastle auf dem Plan. Wieder günstig per Zug hingefahren, in die sechstgrößte Stadt Australiens. Direkt am Meer, mit einer Industrie- und Kohle-Geschichte, hat sie auch ein Fort aus dem zweiten Weltkrieg. Von dort oben kann man ganz gut rumschauen, sowohl zum Strand
als auch in Richtung Stadt. Wie in Sydney auch, wird hier in der Stadtmitte gerade eine neue/weitere Straßenbahn gebaut. Entsprechend große Baustellen gibt es auch.

Da schaue ich doch lieber aufs Wasser und sehe die Schiffe ablegen. Kaum sind die Schiffe aus dem Hafen, steigt dort ein Helikopter auf, landet auf dem Schiff, lädt dort dann vermutlich den Lotsen wieder ein, und fliegt zurück in den Hafen.

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Blue Mountains

nach ein bisschen Spazierengehen in Sydney ging es dann per Zug in die Blue Mountains. Am Verblüffendsten ist zuerst mal das Preissystem im öffentlichen Nahverkehr im kompletten Staat New South Wales. Es gibt hier sog. Opal-Karten, mit denen man bezahlen muss. Und es ist ziemlich günstig. Die Fahrt dort hin dauerte 2h, etwa 100km, und kostete lediglich 5,95$, also 3,50€. Dafür komme ich in Stuttgart nicht mal drei Zonen weit, was allerhöchstens 10km ist. Zusätzlich hat diese Karte noch weitere Vorteile: Sonntags sind alle Ausgaben damit auf 2,60$ gedeckelt ca. 1,50€ fürs Fahren, soviel man will! Unter der Woche gibt es auch eine Tages- und Wochen-Deckelung, nach der achten Fahrt pro Woche sind alle folgenden Fahrten um 50% reduziert.

Aber zurück zu den Blue Mountains: Wir sind einfach mal ein bisschen rumgelaufen und haben uns die Landschaft angeschaut. Es ist tatsächlich alles weiter entfernte etwas bläulich (was man auf den Smartphone-Bildern natürlich schlecht sehen kann). Das liegt wohl irgendwie an den, in der Luft aufgelösten, Ölen der Eukalyptus-Bäume, die hier massenhaft rumstehen.

Auf der Herfahrt im Zug habe ich mich schon bisschen gewundert, dass es die ganze Zeit aufwärts ging. Mein Smartphone hat dann per GPS gemessen, dass Katoomba tatsächlich 1000m hoch liegt. Das kann dieses technische Spielzeug doch sehr viel besser, als Bilder machen.
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Brisbane – Sydney

ich glaube, dies wird mal ein etwas längerer Bericht.
Ich bin vom 12.-18. März von Brisbane bis Sydney gefahren. Das waren in der Woche 998,8km, dazu kamen noch knapp 100km mit öffentlichem Nahverkehr. (Die Strecken hänge ich einfach ganz unten dran.)
Warum? Meine Schwester hat sich für den 18. März in Sydney angekündigt. Und jede/r der/die eine Schwester hat, oder selbst eine ist, weiß um meine prekäre Situation. Als ich in Brisbane ankam waren die Wetteraussichten schlecht, Gegenwind und tagelanger Regen standen auf der Vorhersage. Ich sah mich schon einen Kopf kürzer.
Das ist zum Glück nicht ganz so eingetroffen. Die ersten Kilometer vom Flughafen in die Stadt waren recht gut auf eigener Rad-Infrastruktur zu machen. Allerdings war dort alles leer, sowohl die Radwege, als auch die Straßen. Ziemlich erstaunlich für eine solche große Stadt. Dunkel wird es hier bereits um 18:00, das ist ja absolut nicht mein Ding.

Aufgrund des leichten Zeitdrucks habe ich mich dazu entschieden, hauptsächlich auf der Autobahn zu fahren. Das ist ziemlich schnell, der Belag ist gut und es gibt auch wenige und keine steilen Steigungen. Allerdings ist es halt nicht besonders spannend dort zu fahren. Da ich meine eigene Spur habe, fühle ich mich dort aber auch recht sicher. Und die überholenden LKWs bringen immer einen kleinen Rückenwind mit.

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Christchurch – Brisbane

als ich mir ausdachte, nach Neuseeland zu fliegen, hatte ich natürlich keine Idee, was ich danach machen könne. Aber laut den Einreise-Bestimmungen braucht man einen Ausreise-Flug, um überhaupt nach Neuseeland einzureisen. Daher habe ich schon vor langer Zeit mal einen Flug von Christchurch nach Brisbane gebucht.
Davor habe ich aber noch ein paar Tage hier in der Stadt. Die Nachwirkungen der Erdbeben sind immer noch deutlich zu sehen, es gibt einfach sehr viele Parkplätze mitten in der Stadt. Auch gibt es hier wenige hohe Gebäude, ich komme mir eher wie in einer Kleinstadt vor und nicht wie in einer der größten Städte Neuseelands.
Aktuell ist ein „Laternen-Fest“, das hat vielleicht etwas mit dem aktuellen, chinesischen Neujahr zu tun? Auf jeden Fall gibt es hier jede Menge beleuchteter Installationen, seien es diese Pinguine auf Eisschollen
diese Panda-Bären

oder dieses Serengeti-Leben mit Tiger, Giraffe und Zebra
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Akaroa – Christchurch

von den Bettwanzen habe ich nichts mitbekommen und finde auch keine Stiche an meinem Körper. Sie muss wohl in einem anderen Zimmer gewesen sein (oder es war wirklich etwas anderes). Das Wetter ist wieder deutlich besser und ich entscheide mich für einen kleinen „Segel“-Ausflug.
Ich schreibe das in Anführungszeichen, da es zwar ein Segelboot ist, aber der Kapitän nur zweimal kurz probiert hat, die Segel zu setzen und dann entschieden hat, dass es nicht funktioniert. Aber es war ziemlich windig, draußen sogar 2-3m hohe Wellen.
Es wird als Natur-Ausflug verkauft, man soll alles mögliche sehen können.

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Little River – Akaroa

es regnet und regnet und regnet. Nie so richtig viel, aber trocken ist es leider auch nicht. Und da ich heute nur 35km bis Akaroa fahren will, versuche ich möglichst eine 2-3h Lücke im Wetter ohne Regen zu finden. Wenn ich fahre und es dabei zum Regnen anfängt ist das zwar etwas blöd, aber schon im Regen los zu fahren ist gar nicht mein Ding. Vor allem, da das Zelt dann ja auch ganz nass ist.

Ich sitze als auf dem Zeltplatz und warte und warte und schaue mir den trüben, grauen Himmel an. Als es langsam etwas weniger grau aussieht, verfrachte ich das Zelt mal unter Dach und hoffe, dass es möglichst weit trocknet, bis ich dann evtl. losfahren kann. Eine weitere Nacht will ich nicht unbedingt hier bleiben.
Endlich, so gegen sechs Uhr abends ist es dann soweit und ich beschließe, dass es jetzt trocken bleibt.

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Christchurch – Little River

in Christchurch schaue ich mich einen Tag lang ein bisschen rum, ohne einen genauen Plan zu haben. In der Kunstgalerie sehe ich Bilder von Eichen, angeblich hat Hitler bei „seinen“ olympischen Spielen damals jeder/m GoldgewinnerIn einen Eichen-Setzling geschenkt. Diese sind inzwischen zu ordentlichen Bäumen herangewachsen und der Künstler hat einige davon ausfindig gemacht und fotografiert. Das ist Kunst!
Dann mache ich mich am nächsten Tag auf in Richtung Akaroa, habe aber nicht genau geschaut, wo ich langfahren sollte. Also sind mir mal wieder zwei Pässe in den Weg gesprungen. Auf der google-maps Karte, die z.B. bei der Strava-Aufzeichnung zu sehen ist, kann man gut erkennen, dass ich mit minimalem Umweg diese Berge komplett umfahren hätte können. Tja, das mache ich dann wohl auf dem Rückweg. Und wäre diese Bewölkung nicht gewesen, hätte sich diese Aussicht wohl auch etwas mehr gelohnt.

In Christchurch selbst habe ich noch diese Werbeplakate fürs Fahrradfahren gesehen. Sie kommen scheinbar vom Verkehrsministerium und wollen die Menschen vom Radfahren überzeugen. Wenn ich mir überlege, dass es in Deutschland so etwas wie einen „Nationalen Radverkehrsplan“ gibt, von dem nicht mal interessierte Leute etwas mitbekommen, ist das schon ein großer Unterschied!

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