Phuket, Thailand

am Flughafen in Phuket war dann das erwartete Chaos. Überall „Taxifahrer“, die einem hinterher schrieen, dass sie ja so super-Dienste anbieten. Ich will aber nicht Taxi, sondern den deutlich günstigeren Bus fahren. Der soll 100 Baht kosten, ein Taxi wird wohl das achtfache kosten. Ich finde den Bus aber nirgends und diese „Taxifahrer“ wissen natürlich auch nix davon – schon klar. Als ich mich endlich entscheide, einen dieser Mini-Busse (Neun- bis 15-Sitzer) für 180 Baht zu nehmen, kriege ich von diesen aber nur Ablehnungen. Die fahren nicht da hin, wo ich hin will (zum Busbahnhof), ich solle den Bus nehmen und sie zeigen irgendwo auf den Parkplatz. Alles natürlich in sehr gebrochenem Englisch, so dass ich nie so genau weiß, was sie mir eigentlich sagen wollen. Einer lässt „domestic“ fallen – aha, wohl am anderen Terminal. Tatsächlich, da steht ein Bus und der fährt auch in Kürze los.

Das Hostel ist dann nur noch 200m weg und im Zimmer ist dieser – nicht ganz unpassende – Spruch zu lesen.

Da ich von Singapur Klimaanlagen-bedingt oder weil ich einfach viel zu viel Rolltreppen-Handläufe und Türklinken etc angefasst habe und dann ständig mit meinen Händen im Gesicht rumgefuchtelt habe oder halt mit den nicht immer super gewaschenen Händen auch gegessen habe, schon wieder eine Erkältung mitgebracht habe, fühle ich mich allerdings eher so, wie die Hostel-Katze (nur nicht so fett). Bloß nicht bewegen – und wenn man mal irgendwie liegt, einfach genau so liegen bleiben. Das hat die echt perfektioniert. Nur einen Abend wollte sie mich vielleicht 2min lang ärgern, weil ich offenbar auf „ihrem“ Platz saß.

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letzter Tag in Singapur

viel Zeit bleibt mir hier in Singapur nicht mehr. Ich hatte schon einen Weiterflug nach Thailand gebucht, weil ich nicht wusste, ob ich ohne so eine Weiterreise überhaupt nach Singapur einreisen konnte. Da niemand etwas davon wissen wollte, denke ich mal, dass es auch ohne gegangen wäre. Aber in anderen Ländern (Neuseeland, z.B.) brauche ich das garantiert.

Also nochmal in die Stadt (naja, ich bin ja in der Stadt, also eher: raus aus dem Hostel!), heute will ich mal auf das Aussichtsdeck dieses Hotels/Casinos.

Dort angekommen (ich stehe hier genau drunter) werde ich davon in Kenntnis gesetzt, dass es da oben keine Unterstell-Möglichkeiten gibt. Und da es regnet, werde ich da oben dann ziemlich nass. Außerdem ist auch gar nicht das ganze „Dach“ offen zur Besichtigung, sondern ungefähr nur dieser Teil, den ich hier von unten sehe, also ziemlich wenig. Falls es zu Gewittern anfangen wird, wird dieses Observation Deck dann auch komplett geräumt. Daher entscheide ich mich dagegen und laufe rüber zum größten Riesenrad um damit eine Runde zu drehen. Weiterlesen

in Singapur /2

mich wundert ja noch ein bisschen, dass ich eigentlich überhaupt keinen Jetlag habe. Diese Anreise über Nacht, das Ankommen am Morgen und das „ganze-Tag-auf-den-Beinen-sein“ scheint ganz gut dagegen geholfen zu haben.
Nach der Hälfte ziehe ich mal in ein anderes Hostel, nach Little India. Neben China-Town und Arab City kann man hier sozusagen ein anderes Land erleben. Aber tagsüber laufe ich noch durch die „normale“ Stadt.

Und komme auch an dem größten vertikalen Garten vorbei. 110m breit und 19m hoch, da kann die Stuttgarter Mooswand einpacken.

Dazu ist das nicht nur Moos, sondern richtige Pflanzen, die sogar die Form der Kontinente widerspiegeln.

An diesem Kugel-Kunstwerk davor habe ich natürlich gleich mal wieder so eine Art #Selfie gemacht: I bims!

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in Singapur /1

diese Stadt ist einfach beeindruckend! Wo auch immer man hingeht, könnte man staunend und mit offenem Mund stehenbleiben. Es ist eine Mischung aus dem asiatischen Chaos, das ich bereits in Bangkok kennengelernt habe und der europäischen Art, wie ich sie von zuhause her kenne.
Downtown gibt es Straßenschluchten, wie man sie in nordamerikanischen Städten erwartet, allerdings sind die Wolkenkratzer hier gerne mal etwas anders als in der langweiligen standard-Stahl&Glas Bauweise.

Diese Pyramide soll die Entwicklung der Menschheit zeigen, es geht immer nach oben. Nicht verwunderlich, dass ganz unten ein Radfahrer ist, sozusagen als Grundlage.

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nach einem langen Flug

eigentlich wollte ich so einen Quatsch ja nicht mehr machen: 25h reisen, davon 4h Aufenthalt in Shanghai und Ankunft morgens gegen fünf. Aber an diesen Entschluss erinnere ich mich immer erst wieder, wenn es zu spät ist.
Am Flughafen ist eine riesige Schlange an meinem Check-In und sie bewegte sich in den 20min, die ich dort wartete, fast nicht. Mit der Geschwindigkeit werde ich den Flieger verpassen – also packe ich den Laptop aus, checke online ein und gebe dann nur noch meine Tasche ab. Beim ersten Wiegen war ich etwas erschrocken, denn die Waage zeigte 36 an. Kommt mir zwar komisch vor, aber ich packe dennoch mal alles mögliche noch ins Handgepäck. Die nächste Waage zeigte dann nur noch 11kg an. Das ist deutlich plausibler und ich packe das ganze Zeug wieder zurück. Wie die NASA bei einer Mars-Mission, bin ich wohl auch auf diese blöden Einheiten reingefallen; die 36 waren wohl lb, also Pfund.
Im ersten Flieger, der 15h nach Shanghai flog (Abflug nachmittags um halb vier), war ich überraschenderweise gar nicht müde. Auch mein Supertrick, einfach einen Film anzuschauen (dabei schlafe ich normalerweise innerhalb wenigen Minuten ein) hat viermal nicht geholfen. Dann habe ich halt noch im „in-flight-entertainment“ beim Black-Jack die Bank geknackt und frage mich, wie ich jetzt wohl an die dort gewonnenen >1Mio Spielgeld$ komme? Mein Nachbar hat sich schon beim Beginn des Fluges an einen freien Fensterplatz gesetzt, somit hatte ich in der Mitte wenigstens etwas mehr Platz. Nachdem ich bei den meisten meiner Flüge zufällig immer einen Fensterplatz habe, ist es nicht verwunderlich, dass ich jetzt auch mal in der Mitte sitzen „muss“. Vielleicht hätte ich bei der Buchung das schon auswählen können, aber die Seite von Eastern China Airline ist nicht besonders gut, es gab zehn Preise für meinen Flug, aber keine Beschreibung, was diese bedeuteten – ich habe halt den günstigsten genommen.

In Shanghai wurde ich dann doch etwas müde und habe am Flughafen etwas vor mich hingedöst. Da ich mit dem dortigen Transrapid schon mal gefahren bin und es draußen so regnet, dass sogar auf dem Flughafen zentimeterhoch das Wasser steht, habe ich keinen großen Drang, für diese kurze Zeit noch durch die chinesische Einwanderungsbehörde zu gehen.

Dann nochmal fünf Stunden bis Singapur; auch hier Regen. Ich versuche zur frühen Stunde ein Ticket für den ÖPNV zu bekommen, das ist aber schwierig. Der Schalter hat zu, in Automaten kriegt man keine (Mehr-) Tagestickets und kann auch nicht per Kreditkarte zahlen. Nur an einem „Welcome to Singapore“ Stand kriegt man ein 3Tage-Tourist+ Ticket. Das (+) bedeutet, dass es statt 20$ 38$ kostet und man dafür aber drei Postkarten dazu bekommt. Solche Verbrecher!

Ich mache mich mal auf den Weg zum Hostel und muss auch dort nochmal eine gute halbe Stunde warten , denn die „Rezeption“ ist erst ab 8:30 geöffnet. Dort kann ich aber gleich einchecken und sogar noch ein bisschen Toast frühstücken. Dann geht es mal in die Stadt. Dieses Gebäude fasziniert mich auf den ersten Blick sofort – ich denke, das werde ich in den nächsten Tagen nochmal genauer anschauen….

in Toronto

langsam geht das Kanada-Kapitel zu Ende, meine letzte Station ist Toronto. Die Stadt, von der ich bisher immer so geschwärmt habe. Allerdings hat mein erster Besuch im Juni mich schon wieder ein bisschen auf den Boden geholt. Und auch jetzt hat es mich nicht mehr gepackt. Irgendwie bin ich jetzt wohl im „Alltags-Modus“ und alles ist „normal“. Dazu kommt, dass ich in Toronto bisher immer zu speziellen Veranstaltungen war und die Stadt dabei einfach super funktioniert hat: die ganze Innenstadt ist super einfach mit den U-Bahnen und Streetcars zu erreichen und die Musik, bzw. das Rollerderby (inkl. der Partys) taten ihr übriges; jetzt wäre zwar gerade sogar die Indie Music Week, aber so richtig Lust darauf habe ich nicht.

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in Ottawa

auf der Liste der Städte, die ich noch besuchen will, steht Ottawa als nächstes an. Die Hauptstadt Kanadas, nur knapp zwei Stunden per Bus von Montréal entfernt.
Der Busbahnhof ist wieder mal irgendwo außerhalb, ohne guten Anschluss an die Stadtmitte. Also laufe ich von dort zur nächsten Bushaltestelle – zumindest in die Richtung, in der ich den Bus vermute. Und da fahren auch ein paar Busse entlang. Allerdings greift auch hier wieder die typische kanadische Art, den Bus bezahlen zu müssen: bar und passend. An den Haltestellen gibt es auch keine Automaten, die hier helfen könnten. Also laufe ich noch etwas weiter, um ein Ticket in einem Laden zu kaufen. Der erste Laden hat keine mehr, im zweiten muss ich etwas anstehen und als ich dran komme und meinen Wunsch äußere, bietet mir mein Hintermann ein solches Ticket an, das er gefunden hat und nicht braucht, da er eine Zeitkarte hat. Damit kann ich dann noch die letzten zwei Kilometer bis kurz vor dem Hostel fahren.

Hier im Hostel war ich auf der Radtour schon mal. Es gibt, soweit ich weiß, nur drei Hostels hier in Ottawa. Dieses, wo ich gerade bin, eines in einem ehemaligen Gefängnis, was aber etwa 50% teurer ist und eines nur für Frauen. Es sind teilweise immer noch die gleichen „Mitarbeiter“ hier, z.T. Deutsche – ich frage mich, wieso man an diesem Ort in diesem recht chaotischen Hostel den kanadischen Winter verbringen will?
Und wie bereits in Montréal gibt es hier auch wieder einen alten Mann, der allen Gästen ungefragt seine nicht besonders interessanten und immer wieder gleichen Geschichten erzählt.

Naja – ich versuche einfach mal, ein bisschen durch die Stadt zu wandern und komme dabei natürlich am Parlament vorbei. Es gibt dort ständig Führungen, die aber nicht super interessant sind.

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