Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • eine Frage, die in Städten immer wieder angekratzt wird, aber nie so richtig beantwortet wird: Wie wollen wir als Gesellschaft mit dem begrenzten öffentlichen Raum umgehen? Als Beispiel nehme ich hier mal das kurze Stück der Elisabethenstraße zwischen der Gutbrodstraße und dem Bismarkplatz im Stuttgarter Westen (Karte). Das sind etwa 120m und auf jeder Seite parken je ca. 15-20 Autos. Gleichzeitig sind dort 15 Häuser, die durchgängig sechsstöckig sind. Ohne auf die genaue Wohnsituationen in den einzelnen Häusern einzugehen, sind dort also 90 Wohnungen. Nach den Statistiken der Stadt Stuttgart wohnen im Westen etwa 50% Singles, der Rest sind dann…

  • letzte Woche hatte ich einen Anruf bekommen, dass die ARD Tagesthemen einen Bericht über den allgemeinen Fahrradboom machen wollten. Die neuen „PopUp-BikeLanes“, also diese temporären Radspuren als Konfliktpotential in der sog. Autostadt Stuttgart, sollten der Aufhänger dafür sein. Ob ich denn Zeit hätte? Natürlich mache ich da mit, denn gerade über diese neuen Radspuren – und das Thema Mobilität in Stuttgart – habe ich ja auch eine Meinung. Also überlege ich mir, was ich denn anziehen könnte und habe mich für das neue „OpenBikeSensor“ T-Shirt entschieden. Dann bin dann erstmal seit Monaten wieder zum Friseur gegangen, um die Corona-Matte los…

  • Berlin hat es vorgemacht: während der Corona-Zeit haben sie alle Pläne zu zukünftigen Radspuren aus den Schubladen gekramt und innerhalb kürzester Zeit umgesetzt. Klar, nur „temporär“, die Abtrennung zum parallel verlaufenden Autoverkehr ist nur schnell mit Baken umgesetzt (hier gibts Bilder dazu). Aber ein guter erster Schritt zur dringenden Neuverteilung des öffentlichen Raums. Stuttgart hat hingegen wochenlang nichts dergleichen gemacht, obwohl es auch hier schon länger Pläne für eine geschützte Radspur gibt. Zuerst hat der Radentscheid/Zweirat eine dieser neudeutsch „PopUp Bikelanes“ genannten temporären Radspur als Demo angemeldet, hier mehr dazu. Dann hat Greenpeace Stuttgart auch noch eine solche temporäre Radspur…

  • nach längerer Home-Office Zeit bin ich heute mal wieder mit dem Rad ins Büro gefahren. Natürlich regnet es seit längerem mal wieder und da ich einen Termin habe, konnte ich nicht das Regenradar auf mögliche Regenlücken beobachten. An der Stuttgarter Stresemannstraße neben dem Killesbergpark wird gerade „irgendwas für Radfahrende“ gemacht. In dem Fall wird eine farbige Radspur auf den Boden gemalt, eher direkt in die sog. Dooring-Zone (also den Bereich, der wegen aufgehender Auto-Türen nicht mit dem Rad befahren werden sollte). Die abschüssige Strecke wird aktuell offenbar gerade fertiggestellt und ist voll gesperrt, weder Fußgänger:innen noch Radfahrer:innen dürfen hier weiter.…

  • im letzten Jahr hatten wir die Idee, eine Mondfahrt zu Sternfahrt zu machen. Das zusätzlich noch als „internationale Veranstaltung“ auszuweisen und Stuttgart mit seiner Partnerstadt Straßburg zu verbinden. Dieses Jahr ist halt alles anders und es gibt nicht mal eine ADFC-Sternfahrt. Aber dafür ist die Wettervorhersage etwas besser. Also entschließe ich mich dazu, diese Mondfahrt einfach nochmal zu fahren. Da Frankreich stark von Corona heimgesucht wird und die Grenzen (vermutlich) zu sind, habe ich mir eine kleine Alternative auf der anderen Rheinseite ausgesucht. Bis zum Start am 16. Mai hatte ich keine Ausreden mehr gefunden, nicht loszufahren. Also stand ich…

  • als Stuttgarter, der sich 2018 noch für den Radentscheid engagiert hat, hat man noch die vollmundigen Versprechen des Baubürgermeisters Pätzold im Ohr. Ganz 20 Fahrradstraßen wollte er 2019 noch erstellen (keine einzige ist es dann geworden), auch OB Kuhn hat kurz darauf die „echte Fahrradstadt“ ausgerufen. Und selbst der offensichtlich vollkommen überforderte Chef des Stadtplanungsamtes, Oehler, der erst mit Helm und neongelber Jacke im Hundeklo stehend verkündete, dass er „guten Gewissens“ in Stuttgart radfahren könne, hat Ende letzten Jahres noch versprochen, dass jetzt „die Projekte purzeln„. Auf all das wartend, bin ich am Wochenende mal die Pragstraße runter gefahren. Dort…

  • beim ständigen Rumsurfen kommt man ja an so einigem vorbei. Vor längerer Zeit mal diese App „Cyface“ von der gleichnamigen Firma Cyface gefunden. Diese liest einfach die ganzen Beschleunigungs- und sonstigen Sensoren im Smartphone aus, kartiert sie über GPS und mit den ganzen Erschütterungen kann sie dann die gefahrenen Wege qualitativ kategorisieren. Hörte sich interessant an, aber lange hatte ich kein Smartphone, welches das konnte. Und als ich ein anderes hatte, hat die App nicht mitgespielt. Das habe ich den Entwicklern mitgeteilt und irgendwann kam tatsächlich eine neue Version, die man problemlos installieren konnte. Also habe ich mal überlegt, mit…

  • vor ein paar Tagen habe ich bereits geschrieben, dass die Stadt Stuttgart jetzt offenbar irgendeine Kooperation mit der Firma Bike Citizens eingegangen ist. Da wusste ich noch nicht viel mehr darüber. Inzwischen habe ich noch aus Versehen ein paar weitere „Accomplishments“ freigeradelt. Eine „aufblasbare Insel“ und ein „Yellow Submarine“ ist dazu gekommen; mit der Begründung „Unter Wasser zu radeln hilft dir cool zu bleiben“. Schlauer bin ich dadurch aber nicht geworden, was es mit diesen Auszeichnungen auf sich hat. Um mal einen relevanteren Punkt auszuprobieren, habe ich spaßeshalber mal einen Navigationsvorschlag generieren lassen. Mal sehen, wie mich diese App zum…

  • wie oft ich schon an dieser Stelle vorbeigefahren bin und es eigentlich immer als gegeben angenommen habe. Auf beiden Seiten ein Gehweg, beide sind für Fahrräder freigegeben, dazu noch je eine Fahrspur pro Richtung und eine Abbiegespur. Wenn man sich das ganze mal etwas genauer anschaut, kommen doch ein paar Fragen auf: Diese Rad-Freigabe ist relativ neu und ich wundere mich schon seit Anbeginn, wie man nach der großen und lange dauernden Baustelle dort solch einen Mist überhaupt machen konnte. Die Fahrrad-Piktogramme auf dem Gehweg sollen zusätzlich den Eindruck erwecken, dass der recht breite Gehweg ein Radweg sein könnte. Selbst…

  • letzten Freitag haben mehrere Radfahrende in Stuttgart von einem weiteren, schweren Unfall berichtet. Es wurde offensichtlich ein Radfahrer übersehen, als ein Autofahrer die Spur wechselte (hier die Pressemitteilung der Polizei) Dass hier früher oder später ein schlimmer Unfall passieren wird, war sonnenklar. An dieser Kreuzung stimmt einfach überhaupt nichts! Und rote Farbe hat noch bei keinem Unfall ihre schützende Zauberwirkung entfaltet. An der Stelle, wo ich hier aktuell stehe, kommen die Autos von schräg links hinter mir oder biegen hier von einer hinter mir querenden Straße ab. Gesehen werde ich nur schlecht, da links von mir diese Grünfläche mit Baum…