Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • eigentlich wollte ich so einen Quatsch ja nicht mehr machen: 25h reisen, davon 4h Aufenthalt in Shanghai und Ankunft morgens gegen fünf. Aber an diesen Entschluss erinnere ich mich immer erst wieder, wenn es zu spät ist. Am Flughafen ist eine riesige Schlange an meinem Check-In und sie bewegte sich in den 20min, die ich dort wartete, fast nicht. Mit der Geschwindigkeit werde ich den Flieger verpassen – also packe ich den Laptop aus, checke online ein und gebe dann nur noch meine Tasche ab. Beim ersten Wiegen war ich etwas erschrocken, denn die Waage zeigte 36 an. Kommt mir…

  • langsam geht das Kanada-Kapitel zu Ende, meine letzte Station ist Toronto. Die Stadt, von der ich bisher immer so geschwärmt habe. Allerdings hat mein erster Besuch im Juni mich schon wieder ein bisschen auf den Boden geholt. Und auch jetzt hat es mich nicht mehr gepackt. Irgendwie bin ich jetzt wohl im „Alltags-Modus“ und alles ist „normal“. Dazu kommt, dass ich in Toronto bisher immer zu speziellen Veranstaltungen war und die Stadt dabei einfach super funktioniert hat: die ganze Innenstadt ist super einfach mit den U-Bahnen und Streetcars zu erreichen und die Musik, bzw. das Rollerderby (inkl. der Partys) taten…

  • auf der Liste der Städte, die ich noch besuchen will, steht Ottawa als nächstes an. Die Hauptstadt Kanadas, nur knapp zwei Stunden per Bus von Montréal entfernt. Der Busbahnhof ist wieder mal irgendwo außerhalb, ohne guten Anschluss an die Stadtmitte. Also laufe ich von dort zur nächsten Bushaltestelle – zumindest in die Richtung, in der ich den Bus vermute. Und da fahren auch ein paar Busse entlang. Allerdings greift auch hier wieder die typische kanadische Art, den Bus bezahlen zu müssen: bar und passend. An den Haltestellen gibt es auch keine Automaten, die hier helfen könnten. Also laufe ich noch…

  • als ich kurz zuhause war, habe ich ja doch noch schnell einen kleinen Laptop gekauft, den man auch ohne Tastatur als Tablet verwenden kann; einen Lenovo Miix 320 mit Win10 Professional. Nachdem mein Fairphone nicht mehr verwendbar ist und ich mit dem billigen Ersatztelefon (LG K4) nicht so recht klar komme, habe ich mir dazu entschlossen, technisch etwas aufzurüsten. An die Tastatur muss ich mich noch ein bisschen gewöhnen, sonst bin ich damit eigentlich ganz zufrieden, eine Rakete ist es natürlich nicht – aber vielleicht kaufe ich ja mal einen der 500er oder gar 700er Serie, falls der mich überzeugt.…

  • auf der Radtour bin ich an Montréal komplett vorbei gefahren. Jetzt komme ich für ein paar Tage hierher. Allerdings bin ich immer noch nicht ganz fit und das Wetter ist auch nicht gerade einladend. Im Hostel sind zur Abwechslung mal viele Franzosen, neben den ganzen Deutschen, die einfach überall sind; dazu noch ein recht alter Mann, der jedem Gast ungefragt irgendwelche sinnlosen Geschichten und Ansichten der Welt erzählt. Niemand scheint es zu interessieren, aber er redet und redet und redet einfach weiter. Ich gehe trotzdem hier und da mal raus und wandere etwas planlos durch die Stadt. Dabei erkenne ich…

  • für die nächsten drei Tage habe ich mir also mal Quebéc City vorgenommen. Allerdings ist die Ausgangslage nicht unbedingt perfekt: hier sprechen alle französisch, es ist nicht das beste Wetter und dann ist da noch diese Erkältung. Ich zähle mal auf den alten Spruch „zwei Tage kommt sie, zwei Tage bleibt sie, zwei Tage geht sie“. Aber auch dann wäre ich hier ziemlich davon betroffen. Zuhause würde ich nun Tee trinken und vielleicht irgendwas mit Ingwer machen. Hier habe ich aber nix davon, also kaufe ich wenigstens mal Ingwer-Zitronen-Tee und koche hier im Hostel bei jeder Gelegenheit ein Tässchen davon…

  • ich bin jetzt tausende von Kilometern an der kanadischen Bahnlinie entlang gefahren. Und wenn ich von „der“ Bahnlinie spreche, trifft es die Situation relativ gut. Es gibt hier kein weitverzweigtes Bahnnetz, wie bei uns, sondern hauptsächlich die Verbindung der beiden Küsten, mit ein paar kleineren Abstechern davon. Auch gibt es keinen allzu regelmäßigen Bahnverkehr – zumindest nicht hier in Halifax. Es gibt zwei Zugverbindungen, die von hier abfahren, und die nach Westen fährt dreimal pro Woche. Die angeschlagene Abfahrtstafel ist äußerst beschaulich, leider habe ich kein Bild davon. Bis nach Quebéc City dauert es 18h, man fährt um 13:00 ab…

  • und schon wieder bin ich in Halifax, diesmal aber wohl zum letzten Mal für längere Zeit. Lang will ich hier auch gar nicht bleiben, schnell das Rad verkaufen, ein Zugticket kaufen, bisschen durch die Stadt laufen und dabei vielleicht neue Schuhe (zuhause wurde mir mehrmals gesagt, dass ich damit ja nicht mehr rumlaufen könne) besorgen, eine neue Jeans (meine aktuelle ist an etwas unpassender Stelle eingerissen), vielleicht mal wieder zum Friseur. Lauter so Zeugs, was in den letzten 10.000km etwas liegen geblieben ist. Außerdem wollte ich auch meine ganzen Rad-Sachen (Helm, Schuhe, Ersatzkette, Schläuche, ….) an eine non-profit Radwerkstatt spenden.…

  • so interessant es hier beim Deanery Project auch ist, so langsam will ich dann doch weiter ziehen und meine Tour „ordentlich“ beenden. Also habe ich mal dem Wetterbericht geglaubt, der für heute 20°C angesagt hat, eine Windvorhersage wird hier nicht für längere Zeit herausgegeben. Zum wiederholten Male also alles zusammenpacken und mich „Rad-fertig“ machen. Es sind etwa 70km bis Halifax, ich spiele aber mit dem Gedanken, sobald wie möglich einen Bus zu nehmen und damit die letzten Kilometer bis in die Stadt zu fahren. Alles ist gepackt und ich bin eigentlich bereit zum Losfahren – aber es gibt jetzt doch…

  • in den letzten Tagen bin ich kein Rad gefahren. Stattdessen habe ich hier beim Deanery Project zehn Tage lang gehämmert, gesägt, geschleppt, zerlegt. Angefangen hat es mit diesem Boat House. Es ist im hinteren Teil ziemlich verrottet, weil es dort direkt auf der Erde stand und sich im Laufe der Jahre dahinter (also vom Berg her kommend) jede Menge Laub angesammelt hat und auch schon zu Erde verrottet ist. Aufgrund der Gesetzgebung hier, kann das Häuschen nicht einfach abgerissen und mal eben schnell neu gebaut werden, dafür bräuchte man eine Genehmigung. Also wollte man es hier einfach so renovieren. Mit einem…