Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • an der Küste hier haben zeitweise alle Städte, besser gesagt „Dörfer“, Harbour als Teil ihres Namens. An anderen Stellen sind alle irgendwas mit „Bay“. Ist aber gar nicht so wichtig, wichtiger für mich ist es, ob ich etwas zum Essen bekomme – und das ist schon schwieriger. Immerhin fand ich einen Supermarkt für ein spätes Frühstück, einen für ein Mittagessen und kurz vor Schluss noch einen, bei dem ich etwas fürs Abendessen am Campingplatz mitnehmen konnte. Das war aber auch schon alles. Mein Campingplatz in der letzten Nacht war hier rechts in dem Wald versteckt. Gestern hat mir der Besitzer…

  • sodale – nach der kurzen Pause sieht der neue Plan so aus: ich werde nach Cape Breton radeln und komme dabei auch an der Fähre nach Newfoundland vorbei. Wenn dort die Wettervorhersage halbwegs vernünftiges Wetter ansagt, dann setze ich über. Sonst lasse ich das in diesem Urlaub sein. Vielleicht komme ich irgendwann mal wieder vorbei und radle die letzten 1000km zum „östlichsten Punkt in Kanada“ Das ist aber alles noch ein paar hundert Kilometer entfernt, ich muss erstmal wieder aus Halifax rauskommen. Auf dem Weg kam ich an diesem World Peace Pavillon vorbei. Viel Zeit habe ich mir dafür nicht…

  • ich wusste ja schon vor meiner Abreise, dass am 30. September unser 20-jähriges Klassentreffen sein wird. Allerdings wusste ich damals noch überhaupt nicht, ob ich dabei teilnehmen kann, oder nicht. Beim letzten (?) Treffen war ich auch schon im Urlaub und so oft sind diese Treffen auch wieder nicht. Also habe ich, als es langsam abzusehen war, wo ich um den 30.9. sein werde, meine Kanada-Durchquerungspläne über den Haufen geschmissen und in den letzten Tagen ein bisschen „Zeit totgeschlagen“, indem ich in Richtung Halifax gefahren bin und dann dort ziemlich seltsam für einen Cross-Canada-Cyclist gefahren bin. Einen Flug habe ich…

  • als ich so durch Halifax schlendere und einen Radladen suche, der mir vielleicht mal mein Rad abkaufen könnte, komme ich an dieser Werbung vorbei. Ikea eröffnet hier ein Haus und das sogar heute. Ist mir aber egal, mit Ikea habe ich nichts am Hut und die Zeit will ich mir nicht dafür nehmen. Ich gehe dann durch diese Tür durch und fahre mit der Fähre. Das wird als „billige Hafenrundfahrt“ angepriesen. Aber ich will – wie die ganzen Pendler um mich herum – tatsächlich nur auf die andere Seite. Als ich aus der Fähre aussteige, werde ich mit diesem Schild…

  • als ich wieder so ein bisschen planlos auf dem Zeltplatz sitze und darauf warte, dass mein Zelt vernünftig trocknet, kommt die Autorin von nebenan vorbei. Ihre Begeisterung ist immer noch so groß, wie letzte Nacht. Sie bringt mir einen Kaffee und fragt, ob ich noch etwas frühstücken will. Das lehne ich aber ab und esse stattdessen meine restlichen Lebensmittel. Dann schaue ich mir mal den Zeltplatz an und finde wieder diese Feuerstellen. Bisher waren an fast allen Zeltplätzen ja Autofelgen als Feuerstellen verwendet. Hier sind es Waschmaschinen-Trommeln (zumindest sieht das für mich danach aus). Als ich zurück komme, fetzt da…

  • heute wird es eine etwas anstrengendere Etappe, ich erwarte einige Hügel, hoffe aber auf guten Wind (auf die Wettervorhersage kann man sich hier ja überhaupt nicht verlassen). Die Sonne ist auf jeden Fall schon mal da. Auf der Straße sind wieder viele absolut gerade Strecken dabei, die meist in einem Hügel enden. Es ist viel Wald links und rechts, hier fällt mir zum ersten mal wieder das „Holzfäller-Klischee“ ein.

  • aufgrund der „Party“ letzte Nacht sind die Leute hier auf dem Zeltplatz nicht besonders früh unterwegs. Das passt mir mal ganz gut. Das einzige was jetzt noch stört, sind die Krähen. Ich verteile meine Sachen auf den sonnigen Stellen und warte bis alles vom Tau der Nacht trocknet. Bevor das Leben hier auf dem Campingplatz richtig erwacht bin ich schon unterwegs – es gibt ja auch keinen Grund, hier zu bleiben. Nach einer guten Stunde Fahrt gibt es dann endlich Frühstück (passend zum heutigen Tag alles tiefbraun). Keine Sorge, das war nicht alles, beim nächsten Supermarkt habe ich noch ordentlich…

  • auf dem Zeltplatz werde ich morgens gegen acht Uhr von Geräuschen geweckt. Wie zufällig müssen heute natürlich ein paar Leute dort „Sachen erledigen“. Nagut, es könnte auch am Samstag liegen (wobei das für Rentner ja nicht so relevant ist). Als ich aus dem Zelt krabble, kommt einer davon auf mich zu. Dave (der „Besitzer“, den ich gestern schon getroffen hatte) hätte ihnen schon mitgeteilt, dass ich hier sei, aus Deutschland käme und auf einer Radtour wäre. Gut, dann fallen diese Standard-Fragen schon mal weg. Sie informieren mich darüber, dass dies eingentlich kein richtiger Zeltplatz sei, sondern eher ein Ort für…

  • im Hostel lasse ich es etwas langsamer angehen. Von dieser Prinz Edward Insel (P.E.I.) komme ich nur per Fähre wieder runter, wenn ich nicht nochmal mit dem Shuttlebus fahren will. Die fährt mehrmals, für mich relevant 13:00 oder 14:45. Bis dahin sind es etwa 65km(?). Ich entschließe mich für die viertelvordrei-Fähre und bleibe bis 11:15 im Hostel. Andy will die frühere nehmen und haut schon etwas hektisch um neun Uhr ab. Wir machen aus, dass wir uns auf einem Campingplatz treffen. Also los, ich fahre auf einem „Coastal Drive“, der prinzipiell immer schön am Wasser entlang führt.

  • als ich meine Garage aufmache, sehe ich wider Erwaren die Sonne! Nach dem gestrigen Wetter hätte ich heute mit allem gerechnet, aber das passt mir doch am Besten! Als ich dann das Chaos in meiner Unterkunft sehe (die Kamera hat bei weitem nicht alles aufzeichnen können, hinter mir hängen zum Beispiel noch alle möglichen Radsachen und Handtücher an diversen Haken) entschließe ich mich erstmal dafür, eine Runde über den Zeltplatz zu schlendern. Strand! Davon habe ich letzte Nacht nichts mitbekommen, außer einem leisen Rauschen. Ich bin ja gerne in der Nähe von Wasser, auch wenn ich da nicht unbedingt reinspringen…