Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • im Büro habe ich noch die SMS bekommen, dass ich doch gefälligst sofort im Fisch-Labor erwartet werde. Auf Bier hatte ich jetzt keine richtige Lust und auf der Karte stand etwas von Cola-Weizen. Die Bedienung ist als Bier-Fanatikerin bekannt, daher bestellte ich etwas schüchtern dieses Cola-Weizen. Ich wurde erst seltsam angeschaut, dann nochmal nachgefragt, ob es nicht ein Scherz sei. Dann noch als „Backnanger oder so“ beschimpft, aber ich ließ mich nicht abbringen. Und dann habe ich es bekommen: Ein Weizen mit einem kleinen Kännchen Cola dazu. Ich muss sagen, nach dem Vorspiel hatte ich durchaus etwas Hemmungen, das Cola-Weizen…

  • ich habe in den letzten Jahren hauptsächlich Konzerte fotografiert. Und musste dabei meist in irgendwelchen eher mehr als weniger dunklen Konzertsälen über die Grenzen der vernünftigen bzw. richtigen Kamera-Einstellungen gehen um überhaupt noch halbwegs brauchbare Fotos zu bekommen. Neidisch schaute ich mir bisher immer solche Seiten wie 100 Fremde an und dachte mir, dass ich dringend eine neue Kamera bräuchte, damit auch mir mal solche Portraits gelingen. Auf diese 100 Fremden bin ich übrigens gestoßen, weil eine Freundin dort abgebildet wurde; beim Durchblättern habe ich noch ein paar weitere bekannte Gesichter gesehen. Und jetzt sind mir beim Marienplatzfest eher nebenbei zwei Portraits…

  • meine jetzige und auch meine vorherige Bank bieten überhaupt keine ausländischen Währungen mehr an, sondern verweisen ihre Kunden auf die Reisebank. Also habe ich das vor dem Urlaub mal gutgläubig gemacht. Ergebnis: Ich habe mir 500 kanadische Dollar für 368,67€ gekauft und dazu noch 10€ Gebühren bezahlen müssen. Da dieses Geld für die elf Urlaubstage allerdings nicht ausgereicht hat, holte ich mir in Toronto vor Ort nochmal 500 CAD. Dies kostete mich allerdings nur 354,46€ (+ schmale 4€ Gebühren). Im direkten Vergleich: Die Gebühren der Reisebank sind 150% höher und ihr Wechselkurs ist 4% schlechter. Den Vogel richtig abgeschossen haben sie…

  • nagut – es ist nicht ganz das „Cover“ (sondern nur die Titelseite der Regionalausgabe) und ich bin auch nicht ganz alleine auf dem halbseitigen Bild. Aber hej – trotzdem mit Bild (wenn auch ohne Name) in der Stuttgarter Zeitung! Und wie übersetzt man jetzt schmissig „Cover Girl“ ins deutsche und bringt es noch in das richtige Geschlecht?

  • der Weg von West nach Ost ist für den Jetlag bei mir nicht besonders gut verträglich. Daher wende ich wieder meine bekannte Strategie an: Totale Zerstörung und (möglichst) kurz darauf wie ein Phoenix aus der Asche steigen. Sprich: Nachtflug gegen die Zeitverschiebung. Normalerweise freue ich mich ja über etwas Platz im Flugzeug, das war dann aber doch schon fast etwas zu viel! Und sogar schon zum zweiten Mal. Ich kann mich an meinen ersten Australien-Teilflug erinnern, als ich schon einmal so einen Notausgang-Platz hatte. Während des Fluges habe ich mal versucht einen Film anzuschauen, aber wie das so oft beim…

  • das habe ich auch noch nicht gesehen: Microsoft hat sich in ziemlich guter Lage dieses Gebäude gemietet und dort eine Werbe-Aktion für das neue Surface 3 (natürlich mit Win8.1) veranstaltet. Das besondere daran: Das alles nur für drei Tage! Als ich am Dienstag nach den ganzen Konzerten mir in Ruhe mal diese Tablets anschauen und „free Coffee and Cookies“ (und noch weitere Werbegeschenke) abholen wollte, war dieses Cafe wieder abgebaut. Außer den Fahnen an der Wand gab es davon keine Spuren mehr; dabei machte es kurz vorher überhaupt keinen temporären Eindruck.

  • irgendwie ist bei meinen meisten Gesprächen in den letzten Wochen dieser Teil dabei gewesen: „Ich gehe zum NXNE Festival.“ – „Hä??“ – „Zum North by Northeast-Festival nach Toronto. Das ist ein Musik-, Kunst-, Comedy- und Filmfestival in Toronto.“ – „Aha….“ Der Musik-affine Stuttgarter kennt evtl. noch das ESxSW (Esslingen by Southwest) Festival. Vermutlich haben aber ein paar mehr Leute schon vom SXSW, dem South by Southwest Festival in Austin, TX, gehört. Aber „I don’t go to USA“ und außerdem sind die Kanadier sowieso die cooleren Amerikaner. Was kann man sich darunter nun vorstellen? Dies sind die Fakten: über 800 Bands spielen…

  • beim Ankommen an der kleineren Open-Air Bühne vor der Ryerson Universität bemerke ich hinter mir jede Menge Skateboarder. Es waren sicherlich über 100. Die fuhren ziemlich unbeeindruckt von der Musik auf diesem Platz ihre Bahnen bis sie auf einmal, wie so ein Fischschwarm, fast alle auf einmal in eine Richtung wegfuhren. Die Band war etwas verwirrt und tippte darauf, dass da doch bestimmt ein Film gedreht wird. Im weiteren Verlauf des Tages bin ich dann noch an einem Stüssy Geschäft vorbeigekommen. Puh – das erinnert mich beides sehr stark an die frühen 90er Jahre!

  • zwischen all diesen Konzerten muss auch mal Zeit für andere Kunst sein. Also gehe ich in die Art Gallery of Ontario, die natürlich auch mitten im Zentrum von Toronto ist. Bei den meisten Kunst-Ausstellungen kann ich ja ziemlich schnell durchgehen, weil mich die meisten Exponate nicht besonders ansprechen. Hier war es ein bisschen anders; ich musste in manchen Abteilungen ziemlich oft anhalten und mich ein bisschen mehr mit den Kunstwerken beschäftigen. Unter anderem zog mich dieses Kunstwerk in seinen Bann: Das sind angeblich viele, viele künstliche Diamanten – allerdings soll einer davon doch tatsächlich ein echter und somit wohl auch ziemlich wertvoller Diamant gewesen…

  • am kommenden Wochenende (also gerade, wenn ich wieder weg bin) wird hier in Toronto die große „Worldpride“ Veranstaltung sein. Was es genau ist, weiß ich nicht – aber ich vermute, es wird einfach eine unglaublich riesige Veranstaltung sein, die man hier unter dem Namen Christopher Street Day, CSD, kennt. Die ganze Stadt scheint mitzumachen. Das habe ich ganz am Anfang schon gemerkt, als ich meine Wochenkarte für den ÖPNV gekauft habe. Und wenn man weiter durch die Stadt geht, sieht man auch, dass ich wirklich jedem Geschäft der sehr belebten „Queen Street“ ein Werbe-Regenbogen und das umgedeutete Strassenschild „Queer Street“ hängt.…