-
da ging ich durch die Straßen meiner schönen Stadt Stuttgart und denke nichts Böses. Und auf einmal steht sie vor mir: die völlig entblätterte Litfaßsäule! Das ist doch Exhibitionismus. Die hatte ja wirklich überhaupt nichts mehr an sich, wirklich komplett nackt. Alles, womit sie vorher bedeckt war, lag direkt vor ihr. Oder neben ihr oder dahinter – wer weiß schon, wo bei denen „vorne“ ist. Auch wenn ich kein Freund von Werbung bin: dies war auch kein schöner Anblick!
-
Klinke Festival
Alle anderen machen Sommerpause, das Merlin im Stuttgarter Westen gibt Vollgas. Über vier Wochen lang, je vier Konzerte pro Woche. Und alles ist dabei: Pop, Rock, elektronisches, etc. Achja, und ich bin auch dabei. Fast jeden Tag! Manche Leute haben sich sogar ein Tattoo machen lassen.
-
fehlende Seriosität
als mein Kreditkarten-Anbieter (lbb) mir mal wieder 1.ooo Amazon-Punkte zum Gewinn angeboten hatte (Darstellung nicht mit dem Original identisch) wurde ich schon langsam skeptisch. Als sie dann wochenlang beinahe täglich auf meinem Festnetz-Telefon anriefen, aber nie eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterließen, war ich schon etwas verärgert. Zum Glück findet man über die ganz normalen Suchmaschinen in diesem Internet inzwischen zu jeder nervigen Telefonnummer den Verursacher. Als sie dann irgendwie meine MobilFon-Nummer recherchiert haben (diese habe ich ihnen nie gegeben) und mich dort auch noch angerufen haben um mir einen Kredit zu verkaufen, hatte ich die Schnauze voll! Diese Kreditkarte…
-
im falschen Kontext
ich kann mich noch gut daran erinnern, als Alin Coen ihren Song „Die Nähe“ im Galao, meinem Lieblings-Cafe in Stuttgart, spielte. Es war nämlich genau in dem Moment als die Polizei kam um das Konzert zu beenden. Offensichtlich hat ein „übereifriger Stuttgarter Bürger“ (natürlich völlig unnötig) den Freund und Helfer gerufen. Auf jeden Fall hat dieser Song – ich kann mich daran erinnern, dass sie ihn dort viel länger gespielt hatte – auf einmal eine ganz neue Bedeutung bekommen. Sie konnte sich an manchen Stellen das Lachen kaum verkneifen. Solche Konzerte bleiben in guter Erinnerung. Solche „kleinen“ Konzerte mit 20…
-
rote Ampel
mit Kopfhörern im Ohr an der Ampel stehend, an einer sechsspurigen Straße. Und auf einmal kommen keine Autos mehr. Nagut – es ist rot. Aber hej, keine Autos! Also los. Bis ich sogar durch die In-Ear Kopfhörer und gegen die Musik ein lautes Räuspern hinter mir höre. Beim Umdrehen erkenne ich zwei Polizisten hinter mir stehen. uuuuups, schnell mal umdrehen und (zum Glück wird’s in dem Moment grün) eine Ausrede suchen. „Jaha, die Sekunde – jetzt ist doch grün.“ Die Polizisten schienen auch etwas verdutzt zu sein, dass jemand diese „Frechheit“ besitzt, direkt vor ihnen über eine rote Ampel zu…
-
Marienplatzfest
hier in Stuttgart ist während der „Sommer“ genannte Jahreszeit ständig mindestens ein Stadtteil- oder Platz-Fest. Dabei sind alle gleich. Bierbänke, lustlos ausgeschenktes Bier im Plastikbecher, belanglose Musik, die Standard-Rote im Semmel, etc. Ihr kennt das. Und dann kam dieses Jahr etwas ganz neues: Das Marienplatz-Fest! Auf einmal ist alles anders. Man hat es schon auf den ersten Blick erkannt: Keine Bierbänke. Stattdessen schon fast gemütliche Sitzbereiche, zusammengebastelt aus Paletten. Dazu gab interessantes Essen und echt gute Musik. Aber das wichtigste: freundliche und nette Menschen vor und hinter allen Theken, überall. Und eine sehr gute Stimmung. Irgendwie wussten alle, dass sie Teil von…
-
Politik-Verdrossenheit
wenn es einen Punkt gibt, in dem sich alle Politiker einig sind, dann ist es „diese schlimme Politik-Verdrossenheit“. Ich würde es ein bisschen anders ausdrücken: „Politiker-Verdrossenheit“. Am Beispiel des jüngst verabschiedeten Melderecht-Gesetzes (wir erinnern uns: es wurde sogar versucht, dieses „heimlich“ während des EM-Halbfinalspiels zu beschließen) kann man das ganz gut sehen. Die Leute interessieren sich durchaus für politische Themen. Allerdings scheinen viele – oder gar die meisten – Politiker nicht vom gewählten Volkswillen angetrieben zu sein. Was sie antreibt, weiß ich nicht. Ich kenne mich in diesen Kreisen nicht aus. Das zu vertretende Volk hatte auf jeden Fall eine…
-
Góðaferð
nicht, dass ich ein einziges Wort Isländisch verstehen würde. Aber das heißt bestimmt sowas wie: „Auf Wiedersehen!“ Und genau das sage ich auch. Nachdem ich die letzten Nacht (bevor ich um 4:00 aufstehen musste) noch bis 1:00 ein Konzert angeschaut habe, kann ich definitiv sagen: Ich komme wieder! Vermutlich nicht mehr dieses Jahr – aber evtl. im nächsten. In zwei Jahren auf jeden Fall und für meine Weltreise 2017/18 steht es jetzt sowieso auf dem „Plan“!
-
Mountain Marathon
vor zwei Wochen habe ich noch den „Alb-Extrem“ Radmarathon mitgemacht. Also kam mir diese als „Mountain Marathon“ ausgeschriebene Radtour hier auf Island gerade recht. Obwohl ich mit Antibiotika doch lieber nicht so viel Sport machen sollte. Als ich ankam, war erstmal etwas Ernüchterung angesagt: Es werden wohl doch nur ~35km und dafür nehmen wir uns den ganzen Tag Zeit. Aha…. Ich wunderte mich schon, wieso ich mich noch umziehen sollte – tat es aber einfach mal. So schick ging die wilde Fahrt dann los! Der Tour-Guide ist sowieso gefahren wie die Sau (macht er ja auch fast täglich) und dann…
-
Impressionen /4
gestern habe ich mich einfach mal in einen Bus gesetzt und bin irgendwo hin gefahren. Es war ein Minibus mit zehn Plätzen aber dreiviertel der Strecke war ich der einzige Gast. Der Busfahrer war etwas erstaunt darüber, dass ich einfach so rumfahre, keinen Plan habe, wo ich hinwill und auch nichts über die besuchten Sehenswürdigkeiten wusste. Angefangen hat es mit einem Stopp in Geysir. Diese Landschaft ist der Namensgeber für alle Geysire weltweit. Ganz rechts war gerade eine Eruption des zur Zeit einzig Aktiven: Strokkur.