Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • als ich angekommen bin, lernen wir uns erst mal etwas kennen. Claire, die mich eingeladen hat, ist eigentlich Kanadierin, mit ihrem französischen Akzent natürlich aus Quebec und ihr Partner Kevin wohnen in diesem Haus, das – für mich recht ungewöhnlich – erst von ein paar Jahren hierher transportiert wurde. Es wurde ein paar Kilometer weiter unten an der Straße gebaut, aber da sie hier das Land haben, haben sie das Haus eben hierher bringen lassen. In Neuseeland sei das scheinbar üblich. Die Renovierungen sind bereits soweit, dass sogar ein Gästezimmer zur Verfügung steht, das ich gerne nutzen kann. Das mache…

  • das Fahrrad ist repariert, also geht es weiter. Heute steht diese ziemlich lange, gerade Straße auf dem Programm. Es erinnert mich fast schon ein bisschen an Kanada und ich bin ganz froh darüber, jetzt mal keine Hügel fahren zu müssen. Auch wenn ich zur Seite schaue, erinnere ich mich an die „Prairies“ aus Kanada. Es ist einfach nur flach, ziemlich weit. Wobei der Vergleich mit Kanada etwas hinkt, denn dort gibt es so viel flaches Land, wie ganz Neuseeland zusammen. Aber nach den ganzen Hügeln in den letzten Tagen kann man auch mal fünfe gerade sein lassen.

  • eigentlich fing der Tag ganz gut an. Bis ich Probleme mit dem Gepäckträger auf den Schotterstraßen bekommen habe. Erst hat sich die Schraube auf der einen Seite gelöst. Das war ja noch recht einfach zu reparieren, einfach wieder reinschrauben und in dem Zuge die andere nochmal nachziehen. Aber so ca. 15km später ist die andere dann abgerissen. So eine Scheiße. Langsam habe ich echt die Schnauze voll. Der nächste Ort ist noch sechs Kilometer entfernt, ich packe diese Tasche auf meinen Rücken und fahre sehr langsam, damit die Halterung nicht auch noch ins Rad kommt, nach Dargaville. Im Hostel klage…

  • so eine Aussicht ist schon toll. Aber der steile Berg dahin ist echt anstrengend. Und so geht das hier die ganze Zeit. Heute hatte ich meinen Tiefpunkt meiner bisherigen Rad-Geschichte: eine Durchschnittsgeschwindigkeit von lediglich 12,7km/h – es gab Zeiten, da bin ich schneller gejoggt. Aufgrund der Schilder könnte man meinen, dass diese steilen Stellen nur für die Autos gelten.

  • Weihnachten, wenn wieder Millionen von Bäumen abgeholzt und in Wohnungen gestellt werden und wenige Tage später dann auf dem Müll landen; wegen sog. „Traditionen“ einfach mal alle Vernunft ausschalten. Auch hier an diesem Zeltplatz steht so eine Art Weihnachtsbaum im Hintergrund rum, vollgehängt mit irgendwelchem Plastik-Müll (oder „Deko“, wie man es ja auch gerne nennt). Ich habe mir zum Frühstück einen dieser Blaubeershakes mit Banane, Passionsfrucht, Apfel und noch was(?) gegönnt. Bis zum nächsten Laden sind es 30km, 17km davon im Sand am Strand. Ja, Strand, da muss ich wohl noch ein Stückchen durch. Den Gegenwind, der das alles zum…

  • ich habe gestern doch noch ein bisschen Vernunft walten lassen und mir noch etwas zum Frühstücken aufgehoben. Das ist auch dringend nötig denn von dem Zeltplatz hier unten am Wasser geht es die nächsten 2,5km mit bis zu 24% Steigung auf Schotterweg wieder auf knapp 200m hoch. Das Einschmieren mit Sonnencreme könnte ich quasi gleich sein lassen, denn danach bin ich einmal komplett durchgeschwitzt und die Sonnencreme ist wieder futsch. Da war das Pärchen aus Neuseeland, die die gleiche Tour fahren wollen, etwas schlauer. Die sind bereits um fünf Uhr morgens losgefahren und wollten den Sonnenaufgang von dort oben anschauen.…

  • das müsste jetzt die letzte Etappe zu meinem Start sein; wobei es keine 90 Meilen sind, sondern eher 110km. Dann bin ich am (fast) nördlichsten Punkt Neuseelands, von dort an geht es nur noch nach Süden. Im Hostel verabschiede ich mich noch von dem Kätzchen; das hat ein anderer Gast aus den USA vor zwei Tagen auf dem Parkplatz eines großen Supermarktes etwas außerhalb der Stadt gefunden und mitgenommen. Ich befürchte ja, dass das Tierchen noch etwas zu jung ist, um ohne Schutz und Erziehung von Mutter und Geschwistern überleben zu können – aber auf dem Parkplatz hätte es sicherlich…

  • der Wetterbericht hatte recht: Regen. Und dazu kommt noch, dass ich langsam in sehr unbesiedeltes Gebiet komme. Dort, wo ich eigentlich hin will, gibt es nix mehr, also fahre ich die letzten 7km nach Süden, obwohl ich eigentlich nach Norden will. Dort kann ich aber noch für die nächsten zwei Tage einkaufen.

  • zum Glück hat der stahlblaue Himmel etwas nachgelassen, was mir mit dem Sonnenbrand bestimmt hilft. Und gegen fehlende Motivation hilft natürlich immer: Essen! Bei dieser Bäckerei wurden $1 Donuts angepriesen, da kann ich schlecht Nein sagen. Sonst sieht man hier auch viele Tiere: Kühe, Pferde und natürlich Schafe. Auf dem Weg in diese Bucht hatte ich ein Hostel/Backpackers erwartet. Dort angekommen, wollte die Besitzerin gerade abhauen, ich habe sie aber noch abpassen können. Jetzt an Weihnachten wolle sie keine einzelnen Übernachtungen, wenn ich keine Gruppe bin, soll ich doch wieder gehen. Schön blöd, da es ein 12km Umweg war, um…

  • Kurve links…. Kurve rechts…. Nicht, dass da noch Klagen kommen, dass es hier zu wenig Asphalt-Bilder gibt.