Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • für Wellington habe ich mir ein paar Tage Ruhe genehmigt. Muss ja auch mal sein, Urlaub vom Urlaub. Ich schaue mir kurz das Parlament an, das aber – dank Commonwealth – so aussieht, wie in Kanada oder Australien. Zu weiteren Diskussionen (angeblich sollen ihre Wahl so ablaufen, wie die deutsche, nur halt ohne die Alternative für Dummköpfe) blieb aber keine Zeit. Arg viel mehr konnte ich am Montag auch gar nicht machen, weil hier wieder ein lokaler Feiertag ist, Wellington Day und daher alles zu ist. Irgendwie scheint mir das überproportional häufig zu passieren. Beim Rumfahren bin ich noch zufällig…

  • der Plan, ohne Zelt zu schlafen, hat gut funktioniert. Mein Ausblick am nächsten Morgen dann dies: Die ganze Nacht hat der Wind nicht nachgelassen und es war daher ziemlich laut. Ich bewundere die unglaubliche Kraft der Natur. Wenn ich mir überlege, welchen Aufwand ich betreiben müsste, damit sich nur ein einziger Baum so bewegt, wie es der Wind schafft, und dann noch bedenke, dass der Wind das heute stundenlang mit allen Bäumen machte – wow. Frühstück gibt es keins, abgesehen von einer Banane. Aber es sind ja auch nur 60km und außerdem geht es ja überwiegend abwärts. Ohne Zelt geht…

  • bis Wellington wäre es heute zu weit, aber zwischen drin gibt es keine gute Möglichkeiten zum Übernachten. Daher trödle ich ziemlich lange rum, bis die lange Strecke auf jeden Fall nicht mehr machbar ist. Aber eine gute Alternative habe ich trotzdem noch nicht gefunden, nicht mal danach gesucht. In der Stadt hängt dieses Kunstwerk rum.

  • am Pausentag ist nicht besonders viel passiert. Ich habe bisschen am Rechner rumgespielt und war auch beim Friseur. Vancouver, Toronto, Palmerston North – genau die Städte, die man sich für Friseur-Besuche halt so aussucht. Und ich habe jetzt ein ziemlich gutes Rad, das definitiv für Touren geeignet ist. Ich hoffe jetzt noch, dass es von der Geometrie zu mir passt, so dass ich auch wochenlang längere Touren damit fahren kann, ich habe es ja nicht mal probegefahren. Was mich beim Rumfahren in der Stadt noch gewundert hat, ist diese christlich-wissenschaftliche Vereinigung. Die zwei Dinge, die sich komplett widersprechen unter einen…

  • endlich, das wird wohl meine letzte Etappe mit diesem roten Rockhopper, meinem Energie-Vernichter. Ich habe mit Specialized ausgemacht, dass ich dieses Mountain-Bike in Palmerston North mit einem vernünftigen Tourenrad austausche. Jetzt stehen nur noch 115 (vermutlich harte) Kilometer vor mir. Der Zeltplatz ist von einer Seite mit diesen Papa-Felsen umgeben (keine Ahnung, wie das auf deutsch heißt). In der Nacht bin ich einmal kurz aufgewacht, als es dort einen Abrutsch gab und ich dieses laute Geräusch im Schlaf nicht deuten konnte. Passiert ist natürlich nix, zwischen dem Zeltplatz und diesen Felsen ist noch ein Fluss. Aber ich bin dann heute…

  • irgendwie habe ich gestern viel zu viel zum Essen eingekauft, leider auch so unpraktisches Zeug wie frische Früchte (Pflaumen und Tangelos) und Eis, was man nicht so recht auf dem Rad mitnehmen kann. Also bleibe ich einfach bisschen länger und esse es nach und nach auf. Das Eis ist ja auch super, volle fünf Sterne auf dem „Health Star Rating“! Da ich heute lediglich 60km radeln will, kann ich mir ja Zeit lassen, selbst auf diesem Energie-vernichtenden Mountain-Bike brauche ich nicht mehr als 4h dafür. Ich schaue mich noch etwas um und entdecke fasziniert diese Solar-Dusche, die in ihrer zweiten…

  • bevor mein Wecker klingelt werde ich noch von einem mir nur zu gut bekannten Zeltstangen-Geklapper geweckt. Das muss wohl Jeff sein, der sein Zelt gerade abbaut. Die Chance für dieses gewünschte Foto ist somit vertan und ich denke mir wieder: „verschiebe nie die Chance, ein Foto zu machen, sie kommt nicht wieder!“ und bis ich mich wenige Minuten später aus dem Zelt geschält habe, ist er tatsächlich schon weggefahren. Ich gehe das alles etwas gemütlicher an und fahre erst so in der prallen Mittagssonne los. Ich habe hier bisher deutlich mehr Kühe (und auch Schafe) gesehen, als Menschen. Es ist…

  • tolle Sammlung meiner bisher abgebrochenen Schrauben. Schmeiße ich aber lieber weg, ich kann mir gerade keine sinnvolle Nutzung davon vorstellen. Die anderen Teile sind sowieso schon weggeschmissen oder stecken halt noch im Rad. Mit neuem Gepäckträger werde ich also probieren die nächsten vier Tage ohne Probleme zu überstehen, bis ich das Rad austauschen kann. Was ich beim „Aufräumen“ auch noch gefunden habe: zwei Beutel dieses Tees, den ich mir in Quebec gekauft habe, um meine Erkältung zu kurieren. Da ich bei dem Wetter hier – und vor allem wieder radfahrend – kaum mit einer kommenden Erkältung rechnen muss, trinke ich…

  • inzwischen habe ich auch mitbekommen, wieso die Hostels hier so ausgebucht sind: es ist ein Wettkampf der ganzen Surf Live Saving Clubs hier am Strand. Während ich darauf wartete, dass der Radladen mir einen neuen Gepäckträger montiert (was ich sie hauptsächlich wegen der beiden abgebrochen Schrauben im Rahmen machen ließ), habe ich mal ein paar Rennen in der brütenden Hitze angeschaut. In einer Bäckerei habe ich mir noch eine Art Kuchen besorgt und mir dann überlegt, dass ich noch einen zweiten für die Leute im Radgeschäft besorgen könnte. Das hat sich dann irgendwie auch ausgezahlt und ich musste nur den…

  • Forgotten World Highway, Teil 2. Bis ich aufstehe, hat Bruce seinen Biwak schon eingepackt und ist losgefahren. Er will heute 150km zurück nach Hause fahren. Gut, jeder wie er will, ich verspeise mein Bananen-Brot und schaue mir skeptisch das „Fitness-Center“ des Zeltplatzes an. Gemütlich packe ich dann mein Luxus-Zelt zusammen und fahre langsam los. Hier wird offensichtlich im großen Stil aufgeforstet. Vielleicht wäre es ja einfacher gewesen, die ganzen Bäume nicht zuerst komplett zu roden, aber was weiß ich schon….