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das Wetter sieht zwar nicht berauschend aus, aber wenigstens hat es gehalten. Ich fahre weiter durch die Vulkaneifel (?) und muss hier und da mal wieder über ein Berg fahren. Angefangen habe ich bei knapp 150m, zwischendrin war ich über 700m hoch. Das hat zwar immer eine schicke Aussicht, ist mit dem (wenn auch nicht mehr allzu schwer) bepackten Rad aber doch immer anstrengend. Gestern bin ich ja auch noch bei Büchel/Alflen vorbei gekommen. Dort stehen die letzten Atomsprengköpfe der Amerikaner auf deutschem Boden und es gibt wohl noch eine aktive Widerstandsbewegung dagegen. Irgendwo in der Nähe soll es ein…
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Koblenz – Trier
während ich so über die Felder aus Koblenz raus fahre, sehe ich das große Canyon Gebäude und entschließe mich, dort noch kurz vorbei zu fahren. Es stehen gerade mal eine gute Handvoll Fahrräder vor dem Eingang, der KFZ-Parkplatz ist ziemlich voll und eine benachbarte Wiese wurde auch noch für diese Autos aufgeschottert. Dabei ist diese Strecke nicht besonders anspruchsvoll, es waren gute 5km von meinem Hotel und nur 100 Höhenmeter – das mache ich in Stuttgart auch jeden Tag, wobei ich auf Hin- und Rückfahrt über den Berg muss. Die Canyon-MitarbeiterInnen müssten nur auf dem HInweg den Berg rauf, zurück…
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Köln – Koblenz
wenn man Zeit hat, so wie ich gerade, dann kann man auch mal zur Radkomm fahren. Das ist das „Kölner Forum Radverkehr“, bei dem der „Radentscheid“ für das Bundesland Nordrhein-Westfahlen gestartet wurde: Aufbruch Fahrrad. Sie brauchen dort 66.000 Unterschriften, damit sie gehört werden, das sollte doch schaffbar sein. Falls jemand das hier liest und in NRW wohnt, bitte mitmachen! Neben „netzwerken“ und einem Workshop mit meinen speziellen Freunden, der Polizei, gab es ganz am Schluss noch eine Kunst-Aktion mit einem 50m langen Radweg, den man überall dort auslegen kann, wo man dringend einen Radweg bräuchte, aber keinen hat; zumindest, wenn…
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Witten – Köln
in Leer habe ich ja schon so ein ähnliches Schild gesehen, jedoch nur mit einem Pfeil drauf. Hier sind gleich mal zwei Pfeile. Und ich frage mich: Muss ich jetzt hier abbiegen oder erst in zweihundert Metern? Es sieht ja nicht so aus, als ob da vorne etwas käme. Würde ich so ein Phantasie-Schild aufhängen, das nicht in der StVO beschrieben ist, bekäme ich eine Anzeige wegen „gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr“. Dass es von Fachleuten der Stadt aufgehängt wird, zeigt nur wieder die vorherrschende Meinung hier in Deutschland: „Sind ja nur Radfahrer, da braucht man sich doch überhaupt gar…
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Rheine – Witten
von Rheine aus fahre ich noch einen Umweg über Ibbenbüren und besuche Musik Produktiv. Ich habe ja vor, eine „g’scheite“ Musikanlage für mein Fahrrad zu bauen und wollte dort einfach mal mit den Leute quatschen, die Ahnung davon haben (so meine Idee). Leider habe ich niemanden dort getroffen, der mein Anliegen so richtig verstanden hat. Aber ein kleines Mischpult, das man mit USB betreiben kann, habe ich mir als ersten Schritt schon mal besorgt. Somit kann ich jetzt wenigstens mal ein Mikrofon an meinen bestehenden „Brüllwürfel“ anschließen. In irgendeiner Stadt auf dem Weg sah ich dann dieses Bänkchen. Eine schicke…
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Arnhem – Rheine
wenn mir die Leute hier was erzählen, verstehe ich kein Wort. Aber wenn ich solche Schilder sehe, dann kann ich doch ein bisschen was von dieser Sprache hier verstehen. Ich bin wohl eher der visuelle Typ. Und was hier der Grund für ein „Achtung-Schild“ ist, ist in Deutschland gerne mal ein ganz normaler, benutzungspflichtiger Radweg. Auch hier in den Niederlanden gibt es Kraftfahrtstraßen, wie man ganz links über dem Deich sehen kann. Aber das macht mir überhaupt nichts aus, denn ich habe daneben – und in dem Fall sogar durch den Deich geschützt – meinen eigenen Weg.
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Amsterdam – Arnhem
auch das sind die Niederlande: zehnspurige Autobahnen. Dazu passt dieser (englische) Artikel ganz gut, der ein „Geheimnis“ der Niederländer aufdeckt: Sie fahren kaum Fahrrad! Im Durchschnitt so etwa 1,2km pro Tag, egal in welcher Stadt. Und das, obwohl sie im Schnitt etwa 30km pro Tag zurücklegen, der Rest ist dann eben zu Fuß, im ÖPNV oder dem Auto. Für Deutschland habe ich so eine Zahl nicht gefunden, nach dieser Studie (pdf bei fahrrad.de) scheinen es aber sogar mehr zu sein – zumindest bei den befragten Teilnehmern; wie die sich zusammensetzen weiß ich jedoch nicht. Aber die Städte laden eben dazu…
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Groningen – Amsterdam
dieses Hostel, das eigentlich nur aus ein paar Containern zusammengezimmert wurde, sagt mir doch etwas mehr zu, als diese ganzen Jugendherbergen, die wir in Deutschland habe; das ist wohl auch so ein eher typisch deutsches Ding, diese relativ großen „Beherbergungsstätten“, die eher den Charme eines Krankenhauses haben, aber halt auf Funktionalität getrimmt sind. Hier wird mir auf jeden Fall noch etwas vom Afsluitdijk erzählt, den andere Radfahrer wohl ganz gerne nehmen. etwa 30km schnurgerade übers Wasser fahren. Hört sich erst mal nicht so spannend an und ist auch ein kleiner Umweg, aber da der Wind relativ günstig steht, fahre ich…
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Leer – Groningen
wenn man schon mal in der Gegend ist, kann man ja auch mal bei der Meyer-Werft in Papenburg vorbeischauen und mit etwas Glück eines dieser brandneuen Kreuzfahrtschiffe weit weg von den Ozeanen anschauen. Ich hab aber kein Glück, es ist kein Schiff da, zumindest nicht draußen, vermutlich steht da ein noch nicht ganz fertiges in der Halle drin. Die Radwege werden immer katastrophaler und ich motiviere mich damit, dass ich später in die Niederlande komme, wo ja angeblich das Radfahrer-Paradies sein soll. Hier am Ems-Deich stehen noch solche Skulpturen, die für die Kreuzfahrtschiffe aufgestellt werden, die hier mal vorbeigefahren sind.
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Wilhelmshaven – Leer
nach dem Top-Wetter der letzten Tage sieht es heute wieder nicht so gut aus. Ich kriege von einem Einheimischen gesagt, dass meine angedachte Strecke (bis Leer, immer am Wasser entlang) vielleicht 80km lang ist, also mache ich mal gar keine Hektik. Als ich dann los fahre, begegnet mir gleich wieder so ein „Radweg aus der Hölle“. Den ignoriere ich natürlich, er sieht ganz danach aus, als ob er da hinten sowieso nur in die Büsche geht. Wie in Stuttgart auch, gibt es hier beim Riesenprojekt „JadeWeserPort“ auch ein Info-Center. Ich kenne mich mit der ganzen Planung und Umsetzung davon nicht…