Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • damals, als ich noch in Wilhelmshaven studiert habe, war Hamburg immer weit weg – obwohl ich sogar ein Auto hatte. Bei meiner kurzen Recherche habe ich rausgefunden, dass es selbst mit dem Fahrrad in einem Tag machbar ist, zumindest wenn diese Fähre über die Jade gerade fährt. Das tut sie so ca. dreimal im Monat, just auch heute. Also steht der Plan schon. Ich mache es mir noch etwas einfacher und vermeide den Stadtverkehr indem ich die S-Bahn bis nach Buxtehude nehme. Danach muss ich mich noch mit den bescheuerten Radwegen rumärgern. Hier im Bild beispielhaft beschrieben: es ist eines…

  • in dem Ort gibt es ein Restaurant, das hatte gestern jedoch Ruhetag. Einen Supermarkt oder ähnliches gibt es nicht. Also geht es wohl ohne Abendessen ins Bett, kurz nachdem ich noch kurz die Karte und das Wetter angeschaut habe. Bis Hamburg sind es 200km und es soll sogar Rückenwind geben. Der Gedanke bleibt im Kopf, ich stelle den Wecker etwas früher. Das Aufstehen hat geklappt und ich frühstücke so ca. für drei oder vier (kleinere) Könige, dann geht es schon vor zehn Uhr los. Was mir auffällt sind die vielen Störchen-Nester, die hier in der Landschaft rumstehen. Es ist alles…

  • es ist erstaunlich einfach, aus Berlin raus zu radeln. Von bisherigen Großstädten kannte ich bisher nur sehr schlechte Straßenverhältnisse und eine für Radfahrer oft umständliche Verkehrsführung. Hier geht es zwar auch nicht perfekt, aber ich komme erstaunlich fix voran. Auch wenn die (oft benutzungspflichtigen) Radwege ziemliche Hoppelpisten sind, die einen ziemlich durchschütteln. Und solche Vegetation mitten auf dem Weg kommt auch hier und da mal vor. Aber als Stuttgarter kenne ich sowas ja alles. Kleines pikantes Detail am Rande: genau gegenüber ist eine sehr große Polizei-Wache und eigentlich gehört ja zu den Aufgaben der Polizei, dass sie sich um die…

  • in der Jugendherberge ist gestern noch Erwin in mein Zimmer dazu gekommen. Er ist aus Ulm und dort im Vorstand des ADFC; die Welt ist tatsächlich klein. Er steigt am nächsten Morgen jedoch wo anders in die Sternfahrt ein. Ich fahre bei leichtem Regen noch bis Potsdam-Rehberg, nachdem ich an der Rezeption noch gefragt hatte, wo das überhaupt ist. Die haben die Frage jedoch falsch verstanden und wollten mir unbedingt mitteilen, wie ich dort hin radeln könnte. Allerdings wollte ich doch nur wissen, wo das ist, damit ich mir meinen eigenen Weg suchen kann. Mit 50 anderen RadfahrerInnen stehe ich…

  • achja, genau mein Humor: so ein Kopfsteinpflaster verlegen (das liegt vielleicht auch schon seit dem Mittelalter dort) und sich dann über den Lärm aufregen. Also einfach Tempo-30 anordnen und hoffen, dass es dann wenigstens etwas leiser wird. Trotzdem ist es beschissen, auf solchem Kopfsteinpflaster zu fahren. Zumindest empfinde ich das so. Blöderweise hat jedes zweite Dorf hier im Osten noch Straßen mit solchem Belag (und manche dieser ach-so-tollen Radrouten ebenfalls). Was hingegen viel besser ist: Tempo-30 anordnen, weil nach der Kurve ein Kindergarten/Schule kommt. Einfach so, jeden Werktag ist dort tagsüber Tempo-30. In Stuttgart traut sich das niemand. Dort haben…

  • gestern Abend war ja noch etwas stressig. Ich bin aktuell noch gar nicht online hier in Deutschland/Europa. Mein bisheriger Anbieter braucht tatsächlich zwei Wochen, um meinen bestehenden Prepaid-Vertrag wieder zu aktivieren, der nebenbei vermutlich auch aktuell nicht mehr die beste Wahl ist. In der Jugendherberge stand allerdings ein Zettel, dass sie gerade nur eine „Rufbereitschaft“ hätten, und man sich eben bei einer Telefonnummer melden muss. Hm, Zwickmühle. Es ist schon nach sieben und die Rufbereitschaft endet um acht, dann ist die Jugendherberge zu. Also fahre ich auf die Schnelle noch mal zum Supermarkt in der Nähe und kaufe dort so…

  • nagut, das war jetzt nicht unbedingt der direkte Weg, den ich heute genommen habe. Aber wenn Hoyerswerda schon mal ein bisschen in der Nähe liegt, dann mache ich den Umweg doch. Und dazu auch mal wieder ein Selfie! In Dresden bin ich dann zufällig noch bei veloheld vorbei gekommen. Deren Räder fand ich bis vor Kurzem noch ziemlich schick, die neue Lackierung, die sie inzwischen haben, sagt mir aber nicht mehr so recht zu. A propos „zu“: offen hatten sie scheinbar auch nicht, oder man hätte klingeln müssen. Da ich dort aber sowieso nicht wirklich etwas wollte, außer vielleicht ein…

  • in Leipzig schreit mir Sonntag Abend auf dem Weg ins Hostel noch jemand hinterher. Normalerweise ignoriere ich sowas immer, diesmal drehe ich mich um, schaue und fahre sogar zu ihm. Er meint, dass er mich kennt und so langsam dämmert es mir auch: ja, den Mensch habe ich schon mal gesehen, wir einigen uns auf Neuseeland, allerdings fällt uns beiden gerade nicht ein, wo wir uns getroffen haben. Er ist im gleichen Hostel, wie ich und wir gehen gemeinsam dort hin. Dabei fällt ihm ein: Lake Hawea! Das stimmt (und ich finde gerade den Beitrag nicht, den ich dazu bestimmt…

  • ich verabschiede mich vom Zeltlager und hinterlasse ihnen meine neuseeländische Isomatte. Das Zelten wird jetzt erstmal vorbei sein und ich kann die nicht mehr brauchen. Nach dem Regen in der Nacht ist es tagsüber wieder vernünftiges Wetter und ich fahre ein bisschen über die schwäbische Alb. Am nächsten Morgen geht es dann nach Ulm an den Bahnhof. Ich schaue raus und wundere mich kurz über das Wetter. Wenn ich genauer darüber nachdenke, ist das ja aber das ganz normale Wetter in dieser Gegend; mit einer der Gründe für mich, von dort weg zu ziehen. Auf diesem Radweg fahre ich sogar,…

  • am nächsten Morgen ist es wieder vernünftiges Wetter und ich fahre am lokalen, kirchlichen Protzbau vorbei. Natürlich passe ich mich den lokalen Gepflogenheiten an und stelle eine Bierflasche in den zweiten Getränke-Halter, Ich bin ja schließlich im Bier-Bayern.