Mega-Stoffel // X-tof

Christoph X-tof Stoffel Hoyer erklärt euch die ganze Welt!

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  • wir warten immer noch auf verlässliche Informationen, aber das einzige, was sich auf diesem Schild ändert, ist die Uhrzeit. Es wird von Stunde zu Stunde einfach nur die Uhrzeit aktualisiert, sonst passiert hier nichts. Die Straßensperren sind nun mit Feuerwehr-Leuten besetzt, die uns nicht durchlassen. Wir ärgern uns ein bisschen, dass wir nicht schon morgens losgefahren sind, als sie noch nicht da waren. Umgestürzte Bäume sind für Radfahrer ja weniger ein Problem, die halten nur Autofahrer auf. Und als wir am frühen Nachmittag auch noch Eric sehen, der es mit seinem Rad geschafft hat, über die gesperrte Straße hierher zu…

  • die Aussicht bei der Ankunft war ja schon nicht besonders einladend. Aber am nächsten Tag war es noch schlechter. Es hat den ganzen Tag sehr, sehr stark geregnet. Es war nicht mal möglich, die 200m durch das Dörfchen hier zu laufen, ohne komplett durchnässt zu werden. Daher habe ich das auch so ziemlich unterlassen und fast überwiegend diese „Aussicht“ genossen. Es hat auch nicht lange gedauert, bis sowohl der Strom, als auch der Mobilfunk-Empfang komplett weg waren. Dem Hostel war es egal, es hat uns trotzdem 30$ für die nächste Nacht berechnet.

  • nach all dem Wein gestern und vor allem dem leichten Regen draußen, bin ich nicht besonders motiviert. Ich drehe mich beim ersten Wecker nochmal um und schlafe noch eine gute Stunde weiter. Aber dann probiere ich doch mal aufzustehen und trockne da Zelt noch ein bisschen. Dann entscheide ich mich doch dafür, langsam los zu fahren. Das Wetter ist zwar nicht gerade einladend, aber immerhin inzwischen trocken.

  • ich habe das Projekt „Tour Aotearoa“ ja noch nicht 100% aufgegeben und probiere, alle möglichen Foto-Beweispunkte noch anzufahren und die restlichen mit guten Begründungen eben nicht gemacht zu haben. Dazu gehört auch ein Bild, das auf diesem West Coast Wilderness Trail liegt. Ich schieße kurz drauf mein Foto, am Ende dieses Piers. Lieber hätte ich jedoch so einen Pinguin gesehen, vor dem hier gewarnt wird. Jetzt bin ich leider auf dem Mist-Trail gefangen. Diese Strecke hier ist ziemlich mies mit meinem Rad zu fahren. Kurz darauf treffe ich noch einen Engländer, der ebenfalls nicht besonders begeistert davon ist, also fahren wir…

  • vor dem Hostel steht diese Bank, auf der schon einige Personen ihre Heimatstadt hinterlassen haben. Stuttgart habe ich nicht gefunden, aber mir fällt da doch glatt wieder die Geschichte aus einem anderen Hostel ein. Eines dieser Teenager-Mädels fragte so rum, woher denn die Leute kommen und als ich „Stuttgart“ sagte, meinte sie etwas überheblich, dass die meisten, die „Stuttgart“ sagen, ja gar nicht von dort kämen, sondern von irgendwelchen kleinen Käffern irgendwo in Baden-Württemberg. Ich sagte dann einfach nur „Stuttgart-West“ und konnte sehen, wie sie Mühe hatte, dass ihr Kiefer nicht einfach runterklappte, damit hatte sie wohl nicht gerechnet und…

  • ich höre mich noch ein bisschen Musik von Platte an, während ich mich langsam fertig mache. Bei der Tagesplanung sieht es etwas schlechter aus. Ich könnte mich an der Tour Aotearoa entlang hangeln und hätte dann in ca. 120km einen sehr rudimentären Zeltplatz mit – laut Kommentaren – jeder Menge dieser Sandflies. Mit deren Stichen/Bissen komme ich nicht so klar und es gibt auch keine erwähnenswerten Ortschaften auf dem Weg, also schaue ich mich nach Alternativen um. In etwa 130km könnte ich bis Reefton kommen, was so aussieht, als ob es ein Hostel, einen Zeltplatz und Lebensmittelmärkte hat. Was will…

  • es geht heute wieder nicht allzu früh los. Aber dafür nur Straßen. Davor kriege ich im Hostel noch mit, wie ein Mädel (natürlich deutsch) offenbar per Skype zum Geburtstag gratuliert wurde. Sie ist entsetzt (vielleicht gespielt), dass sie jetzt stark auf die 20 zugeht. Ich denke mir, dass es wohl spannender ist, mir diesen Kiwi-Baum/Strauch anzuschauen; ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, wo die Dinger eigentlich herkommen. Heute sind wieder 30°C angesagt. Aber ich will gar nicht klagen, das ist immer noch deutlich besser als Regen!

  • vielleicht ein Beispiel-Bild, wie es hier im Hostel so aussieht. Die ganzen Kinder, die hier ihren ersten Urlaub ohne die Eltern verbringen und ohne Mama keine Ahnung haben, wie man eine Küche benutzt (vor allem: aufräumt), machen es nicht viel besser. Leider habe ich das hier in jedem Hostel festgestellt, sobald man näher an einen „Touristen-Hotspot“ kommt. Da ich von diesen Orten keine Ahnung habe (Vorbereitung ist alles!), erkenne ich sie immer an so etwas und plane definitiv keinen zweiten Tag ein. Was ich hier geplant hatte (eigentlich schon etwas länger, aber das hat nie geklappt): das neue Rad zur…

  • ich kann gar nicht sagen, wer in der Situation blöder, bzw. überraschter, geschaut hat. Die Hostel-Katze, die sich mein Zelt mal von innen anschauen wollte und dabei mich gesehen hat, als ich gerade aufwachte, oder eben ich, als ich gerade aufwachte und diese Katze fast neben meinem Kopf sah. Natürlich habe ich gleich mal das Smartphone gezückt und davon ein Bild gemacht. Warum das Viech sich dabei direkt auf mein Solarpanel setzte, hat es mir aber nicht verraten. Das Wetter heute soll sogar zu gut werden, kaum eine Wolke am Himmel und dazu 30°C. Mit der starken Sonneneinstrahlung und der…

  • morgens noch ein bisschen beim Sonnenschein entlang der Strandpromenade entlang geradelt, und mittags dann auf die Fähre einchecken. Komisch, dass der eine Fähren-Anbieter teurer ist (das Fahrrad kostet dort extra) und dazu noch weiter weg ist. Aber gut, ist mir jetzt egal – beim Einchecken kriege ich einen „Boarding Pass“, der eher an einen Staffelstab erinnert. Ziemlich nachhaltig, ob das wohl die Idee dahinter war? Wie passt dann das ausgedruckte e-Ticket dazu? Vom Schiff aus sehe ich noch die großen Jungs mit ihrem Container-Lego spielen und werde ein bisschen neidisch. Und auf der anderen Seite sehe ich noch zum letzten…